Buchempfehlung zum Thema Männlichkeit

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ButterflyDream
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Buchempfehlung zum Thema Männlichkeit

Beitrag von ButterflyDream » 04.01.2018, 12:46

Hallo!

Ich wollte mal fragen, ob hier jemand vielleicht ein paar gute B√ľcher zum Thema "M√§nnlichkeit" kennt. Ich bin eine Frau und habe mich bisher eher mit der Weiblichkeit auseinandergesetzt, w√ľrde aber gerne auch die Sichtweise des anderen Geschlechts besser verstehen lernen.

Vorschläge?

Liebe Gr√ľsse ButterflyDream

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 06.01.2018, 00:13

Dazu fällt mir echt nichts ein. Möglicherweise zaubert Suli ja noch etwas zu dem Thema aus dem Handgelenk.
Alles was ich bisher dazu las grenzte an Schwachsinn.

Meine Vermutung ist die, dass es eigentlich die Frauen sind die bestimmen was Männlichkeit ist.

Euch Mädels gefallen ja zumeist die eher triebgesteuerten Männer so ala Casanova.
Dessen Lebensgeschichte solltest du auf jedenfall mal lesen.
Ganz lustig ist auch die Geschichte √ľber Felix Kull, dem Hochstapler.
Don Juan ist dir sicherlich auch ein Begriff. Sollte man gelesen haben.

Das sind aber alles Männer deren Männlichkeit eigentlich mehr durch Frauen geformt wurde.

Mit anderen Worten du wirst als Frau vermutlich viel besser wissen was Männlichkeit ist als das, was du irgendeinem Buch entnehmen könntest.
Ungl√ľcklicherweise m√ľssen sich die meisten Frauen wohl mit sehr sehr wenig M√§nnlichkeit bei den von ihnen erw√§hlten M√§nnern bescheiden. :smile14:


PS. ...finde gut, dass du dich mit deiner Weiblichkeit bereits auseinander gesetzt hast.
Mich persönlich haben ausschliesslich nur Frauen interessiert, die sich ihrer Weiblichkeit auch bewusst waren, sich entsprechend benahmen und vor allem auch bewegten. Ich finde du solltest deine Energie sinnvoller einsetzen als zu versuchen "Männlichkeit" zu verstehen.
Meine M√§nnlichkeit dr√ľckte sich beispielsweise immer sehr schlicht aus. Ich gucke immer noch jedem knackigen Weiberhintern hinterher. Bei mir g√§bs also unter dem Begriff M√§nnlichkeit nicht viel zu verstehen. :smile14:

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ButterflyDream
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Beitrag von ButterflyDream » 07.01.2018, 11:55

Danke f√ľr deine Antwort! :)
Dessen Lebensgeschichte solltest du auf jedenfall mal lesen.
Ganz lustig ist auch die Geschichte √ľber Felix Kull, dem Hochstapler.
Don Juan ist dir sicherlich auch ein Begriff. Sollte man gelesen haben.
Finde ich gute Vorschl√§ge! In diese Richtung habe ich noch gar nicht √ľberlegt. Gerade bei Casanova w√ľrde mich n√§mlich interessieren, was der denn an sich hatte, dass alle Frauen ihm verfielen. Wahrscheinlich war er aber einfach gut aussehend und wusste seine M√§nnlichkeit richtig auszuspielen. Aber umgekehrt funktioniert das ja auch, oder? M√§nner w√ľrden sich ja kaum str√§uben, sich von einer attraktiven Frau verf√ľhren zu lassen...
Das sind aber alles Männer deren Männlichkeit eigentlich mehr durch Frauen geformt wurde.
Ja genau, und ich interessiere mich eher f√ľr die M√§nnlickeit/Weiblichkeit, die eben nicht allein durch den Kontrast und die Anziehung zwischen Mann und Frau besteht, sondern die auch ohne das jeweils andere existiert.

Das beste Buch, das ich bisher zur Weiblichkeit gelesen habe, ist: "Vom weiblichen Ungehorsam" von Ega Friedmann. Das Buch beginnt mit der Gralslegende, in der hunderte von Frauen pl√∂tzlich verschwinden und keiner fragt sich warum oder sucht nach ihnen. Es wird gezeigt, wie Anteile vom Frausein √ľber Jahrhunderte hinweg verbannt wurden oder dass zum Beispiel die Initiationsriten f√ľr Frauen nicht mehr existieren (es fehlt also etwas, um das M√§dchen zur Frau werden zu lassen)... es ist gar nicht so leicht zu beschreiben, aber etwas an diesen Ausf√ľhrungen hat mich stark ber√ľhrt...
Das Gute daran war vermutlich auch, dass das Buch irgendwie √ľberhaupt nicht auf Stereotypen aufbaut. Es wird nirgends davon geredet, wie eine Frau sein sollte. Es wird einfach ein Kern aufgegriffen, der irgendwie Weiblichkeit ausmacht... Ich f√§nde es toll ein Buch √ľber M√§nnlichkeit zu lesen, das wie ein Gegenst√ľck zu diesem funktioniert. Auf jeden Fall gerne etwas, das auch auf Mythen und M√§rchen aufbaut.
Meine M√§nnlichkeit dr√ľckte sich beispielsweise immer sehr schlicht aus. Ich gucke immer noch jedem knackigen Weiberhintern hinterher. Bei mir g√§bs also unter dem Begriff M√§nnlichkeit nicht viel zu verstehen.
DAS HIER h√∂re ich im √ľbrigen st√§ndig von M√§nnern!!! Ohne dar√ľber zu urteilen, aber es erstaunt mich... ist das wirklich das, was M√§nnlichkeit ausmacht? xD
Alles was ich bisher dazu las grenzte an Schwachsinn.
Ich bin froh, dass du das als Mann auch so siehst, denn ich habe mich ja auch schon umgesehen und dann genau das Gleiche gedacht. Teils tat es mir sogar irgendwie weh, weil ich das Gef√ľhl hatte, da ist bei den M√§nnern innerlich eine Wut gegen Frauen am brodeln ist, die ich zum Teil nachvollziehen kann, die sich aber nicht mit dem gegenseitigen Respekt vereinbaren l√§sst, der eigentlich bestehen sollte... Irgendwas l√§uft da schief?

Ich frage mich zum Beispiel auch, ob auch Männer in gewissen Anteilen "beschnitten" wurden und nun etwas in seinem Unterbewusstsein verdränt wurde. Oder ob der kollektive Mann sich einfach so sehr an das Patriarchat gewöhnt hat, dass er jede weibliche Stärke als Angriff gegen seine Person sieht...

Ich stehe da noch ganz am Anfang, meiner Erkundungsreise. :D
Also vielleicht weiss ich noch gar nicht so genau, wonach ich eigentlich suche, aber bin nach wie vor an dem Thema interessiert! xD

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Biba
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Beitrag von Biba » 07.01.2018, 13:29

Moin,

Es wird weder ein treffendes Buch √ľber M√§nnlichkeit, noch jemals ein treffendes Buch √ľber Weiblichkeit geben.
Wie viele Männer gibt es auf Erden?
Wie viele Frauen gibt es auf Erden?
Es m√ľsste f√ľr jeden Menschen ein eigenes Buch geschrieben werden und dies jederzeit erweitert werden, da sich jeder Mensch sein Leben lang weiterentwickelt..

Alles andere sind Pauschalisierungen, die die meisten Menschen so lieben. So ist auch jeder Schwabe geizig, jeder Rheinländer fröhlich und so weiter.

Biba
√Ąhej√§ asch√§r √§hej√§
(Ich bin, der ich bin und Ich werde sein, der ich sein werde.)

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Bani
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Beitrag von Bani » 07.01.2018, 17:22

Casanova ist wohl eher das Musterbeispiel f√ľr einen Stelzbock als f√ľr M√§nnlichkeit schlechthin. Selbiges gilt √ľbrigens auch f√ľr Don Juan.

"M√§nner w√ľrden sich ja kaum str√§uben, sich von einer attraktiven Frau verf√ľhren zu lassen..."

Halte ich eher f√ľr einen Stereotypen oder f√ľr eine leicht postpubert√§re Sichtweise. Zu dieser Einstellung kann man sicher gelangen, wenn man nur genug Pornos konsumiert. Was sage ich... eigentlich reicht auch schon die t√§gliche TV-Kost. Drehb√ľcher beinhalten vor allem das, was in der Realit√§t nicht oder selten vorkommt. Sonst w√ľrde es ja niemanden interessiren. Viele junge Leute in Deinem Alter orientieren sich an der endlosen Medienberieselung. Unbewu√üt. Drehb√ľcher beinhalten immer genau das, was vor allem junge Leute in ihrem Leben vermissen. Klar, das verwirrt. ;)

Vielleicht möchtest hier jemand den Sexualtrieb zum Untersuchungsgegenstand machen und verwechselt das mit Männlichkeit? Oky-Doky. ;)

"Es wird gezeigt [ ‚Ķ ] oder dass zum Beispiel die Initiationsriten f√ľr Frauen nicht mehr existieren (es fehlt also etwas, um das M√§dchen zur Frau werden zu lassen)‚Ķ"

Diesen Ritus gibt es auch f√ľr M√§nner schon lange nicht mehr. Warum nur? Nun, die Einsicht kam schlie√ülich - sp√§ter als bei den Frauen ‚Äď das er vollkommen √ľberfl√ľssig ist. Die Indianer Nordamerikas haben so etwas bekanntlich betrieben. Sie wollten damit schlicht herausfinden, ob ein Knabe gewissen Aufgaben gewachsen war. Nebenbei konnte er an dieser Herausforderung wachsen.

In der heutigen Kultur ist dies schlicht obsolet. Es gibt endlos viele Gelegenheiten sich zu messen oder Herausforderungen anzunehmen. Eine davon nennt sich wohl immer noch Reifepr√ľfung. An ihr d√ľrfen sogar Frauen und M√§nner gleicherma√üen teilnehmen. Kaum zu fassen, gell? ;)

Oder f√§llt es dir nur schwer dich als Frau zu f√ľhlen? Dann sei doch einfach Du selbst.
Um sich besser kennenzulernen hilft es sich unter Menschen zu bewegen. Ich empfehle Dir daher die Untersuchungen am lebenden Objekt fortzuf√ľhren.


@Weltenspringer
"Mich persönlich haben ausschließlich nur Frauen interessiert, die sich ihrer Weiblichkeit auch bewusst waren, sich entsprechend benahmen und vor allem auch bewegten."

So so, was du nicht sagst. Wie m√ľssen die Damen sich denn Deiner Ansicht nach bewegen um interessant zu wirken? ;)

Bani
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Rumi

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ButterflyDream
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Beitrag von ButterflyDream » 07.01.2018, 18:21

Vielen Dank f√ľr eure Antworten!
Naja, ich habe mich wohl dazu verleiten lassen, etwas zu viel meiner Gedanken zu √§ussern und bin eigentlich (noch) nicht bereit dazu dar√ľber zu diskutieren. Also gerne wieder zur√ľck zur einfachen Buchempfehlung.
Ich bin nach wie vor interessiert, sollte jemand mal √ľber ein gutes Werk gestolpert sein.
lg

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 08.01.2018, 12:25

Hallo,
Ich frage mich zum Beispiel auch, ob auch Männer in gewissen Anteilen "beschnitten" wurden und nun etwas in seinem Unterbewusstsein verdränt wurde.
ja, da hast du wei√ü Gott recht. Ich hab da ja eines meiner ersten Videos dar√ľber gemacht, denn wir glauben immer das Weibliche sei von der Kirche unterdr√ľckt worden - aber wir vergessen dabei dass das wahre satanische Ritual ja das Fesseln des M√§nnlichen ans Kreuz ist. Das ist eine √ľble Form von Voodoopraktik und ziemlich heftig. Darum kann es in einem christlichen Umfeld √ľberhaupt kein gutes Buch √ľber M√§nnlichkeit geben.. !

Hier das Video: https://www.youtube.com/watch?v=bAnFnM-tmEA

lg von Andreas
Ihr könnt mich gerne bei facebook adden, ihr findet mich hier: http://www.facebook.com/andreas.rebmann.96

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 09.01.2018, 01:55

Hm - Durch deine erste Antwort wird das Thema nun doch noch interessant f√ľr mich. Ich hatte mehr aus einer Laune heraus geantwortet.
Ich selber bin in der tat der Ansicht, dass eine Frau automatisch zur Frau wird und zwar mit Beginn der Menstruation. Der Prozess, sowohl auf k√∂rperlicher wie auch auf geistiger Ebene, der da stattfindet, ist so tiefgr√ľndig und umw√§lzend, dass er vollkommen ausreicht.
Im Gegensatz dazu bedarf es beim Mannwerden einer sogenannten Initalisierung.
In den F√ľhkulturen gab es daf√ľr sogenannte Mannbarkeitsriten.
Die Männer mussten ihre Fähigkeiten beweisenund wurden sogar oft Schmerzen oder Qualen ausgesetzt.
Der Grund daf√ľr,bei M√§nnern gibt es keinen Umbruch in dem Sinn, man wird nicht wirklich von einem auf den anderen Tag zum Mann. Kraft und bewusster Intelligenzzuwachs sind fliessend bei M√§nnern.
SIe m√ľssem geschult oder eingewiesen werden , in dem, was als Mann von ihnen erwartet wird. Ausser Wissen, Training, Ausbildung usw. auch noch in die sogenannten m√§nnlichen Tugenden.
Der eigentliche Hintergrund f√ľr Riten und dergleichen ist der, die Jungm√§nner m√ľssen nicht nur von √§lteren erfahreneren M√§nnern eingewiesen werden, sie ben√∂tigen daf√ľr auch sogenannte Leitbilder mit Vorbildfunktion.

Das Problem unserer heutigen Zeit ist das, dass die männlichen Tugenden buchstäblich verlacht werden.
Irgendwie gelten sie zwar immer noch aber sie werden nicht mehr praktiziert.
Das verursacht bei den Männern tiefste Verunsicherung.

Eine Verunsicherung die von Frauen √ľberhaupt nicht richtig erkannt oder wahrgenommen wird.
Aus diesem Grund verstehen sie die Problematik auch nicht und sind deswegen auch nicht in der Lage ihren Lebensgefährten entsprechende Hilfe bei der Mannwerdung zu leisten.

Die Männlichkeit von der ich hier schreibe hat so gut wie gar nicht mit Sexualität zu tun.
Der besagte Casanova war und wurde eigentlich nie zum Mann. Sein Lebensweg und sein Tun stehen in totalem Kontrast zum echten Mannestum.
Auf das wieso und auf die sogenannten m√§nnlichen Tugenden komme ich sp√§ter zur√ľck.

Kl√§ren wir erst mal die Hintergr√ľnde f√ľr die Fehlentwicklng die bei den M√§nnern stattfand.
Wo fing der Schlamassel an?

Das ist so lange gar nicht her. Zumindest in Europa. Es startete mit der industriellen Revolution.
Wie bereits erwähnt. Die Mannbarkeitsriten fielen schon vor Jahrhunderten weg.
Ausnahmen best√§tigen nat√ľrlich die Regel. Es soll heute noch primitive Kulturen geben, wo dergleichen noch vollkommen normal ist.
M√§nner bed√ľrfen zum Mann werden eines Vorbildes und zwar das eines Mannes. Ein ganz nat√ľrliches Vorbild war selbstverst√§ndlich der Vater. Seit der industriellen Revolution wurden die V√§ter aus den Familen gezogen. Dadurch war der Vater den Gro√üteil des Tages nicht mehr da.
Das n√§chste Problem waren die Kriege. Speziell hier in Europa verursachte die moderne Kiegsf√ľhrung eine Katastrophe. Es starben √ľberpropotional viele M√§nner und viele Kinder wuchsen g√§nzlich ohen V√§ter als Vorbildfunktion auf.

Leider war das noch nicht alles. Es kam auch noch zu einer Negativauslese. Die besagte moderne Kriegsf√ľhrung verursachte, dass die besten, die st√§rksten und die autarkesten M√§nner, im Sinne von m√§nnlich an den Fronten fielen. Also sozusagen die jungen starken und gesunden M√§nner wurden get√∂tet und die Verpisser, Feiglinge, Kranken, Schwachen, ein paar Gl√ľckskinder und die Politiker √ľberlebten.

Die meisten Männer wurden in den letzten Jahrzehnten von Frauen aufgezogen und hatten Frauen und keine Männer als Vorbild.
Die Mankos daraus sind ganz offensichtlich und statistisch beweisbar.
Es gab nie zuvor soviel SIttenstrolche, Schwule und P√§dophile, Drogens√ľchtige und Kriminelle.

Ein weiteres nicht unerhebliches Problem war die Emanzipation der Frau.
Viele Frauen mussten durch die vorgenannte Situation gewollt oder ungewollt die fehlenden M√§nner ersetzen. Das hatte nat√ľrlich massive Bewusstseinsver√§nderungen bei den Frauen zu Folge.
Leider enstand dadurch eine Art Polarisierung zwischen Männern und Frauen.
Da wurden Szenarien, insbesondere der solcher häßlicher Zicken wie dieser Alice Schwarzer ins Leben gerufen, die vorher nie existiert haben. Schon lange vor der Schwarzer gab es Frauen, die sich in der angeblich so starren, sturen, patriachischen Männerwelt zu behaupten wussten und die zu Ruhm und Ehren gekommen sind.
Die Geschichte ist voll von solchen Frauen.
Die Haßtiraden einer Schwarzer waren den Männern mit Sicherheit nicht dienlich sich selber zu wiederzufinden.

Kommen wir jetzt zu den männlichen Tugenden.

Da gibst wenig wirklich geheimisvolleswas einen Mann zum Mann macht. Allerdings, man muss es lernen und vorgemacht bekommen. Da sind wir wieder bei den besagten Vorbildern. Vorbildsmännern!
Die fehlen einfach √ľberall.
Die Tugenden der M√§nner sind schnell aufgez√§hlt: Ein Mann ein Wort. Ein richtiger Mann tut was er sagt. Er H√§lt Wort. Er ist zuverl√§ssig, p√ľnktlich, korrekt. aufmerksam, ehrlich, treu, fleissig, .... usw.
Eigentlich wissen alle Männer wie sie sein sollten und wie sie sich verhalten sollten.
Bl√∂d ist nur es gibt keine Vorbilder daf√ľr und niemand h√§lt sich dran.
Im Gegenteil, wie eingangs erwähnt, die die es versuchen sind die Lachnummern der Nation.

Politiker, also unsere Anf√ľhrer l√ľgen, das sich die Balken biegen. Von Treue kann keine Rede sein. Die Wechseln schon ihre Frauen wie die Handt√ľcher wieso sollten sie ihrer Partei die Treue halten (siehe Schr√∂der), versto√üen gegen Gesetze (siehe Kohl), ma√üen sich falscher Titel an(Gutemberg) machen Lustreisen auf Statskosten usw.usw.
Spitzensportler setzen uneheliche Kinder in dei Welt(Beckenbauer), betr√ľgen das Finanzamt und damit die B√ľrger, entbl√∂den sich nicht trotz ihrem Ruhm auch noch als Reklametfeln Geld zu scheffeln. H√§ufen mit ihren guten Namen Schulden √ľber Schuden an. Die Liste ist endlos........
Unehrenhafte in der √Ėffentlichkeit stehende Menschen sind an der Tagesordnung.

Was f√ľr Vorbilder sind das f√ľr junge M√§nner?


Wie auch immer.

Ich rate dir jedenfalls als Frau! Vergiss jeden Kerl der nicht p√ľnktlich ist.
Der sich mit dir um 12 Uhr verabredet und keinen wirklich plausiblen Grund hat, dass er zu spät kommt.
Männlichkeit zeigt sich schon an den kleinsten Kleinigkeiten.
Wo nichts ist ,ist nichtszu holen!

Ausserdem!
Trau keinem Kerl, der behauptet die Persönlichkeit eine Frau sei ihm wichtige als ihr Aussehen.
Mit L√ľgnern wird das auch nie was!

Fernerhin!!
Nimm keinen Kerl der noch bei Mama wohnt egal wie alt er ist !

Mit dem was euch Frauen heute als M√§nner angeboten wird, w√ľrde ich an eurer Stelle auch nichts anfangen k√∂nnen!
Bleibt lieber Single.
Bitte zieht als Aleinrziehende keine Knaben auf.
Knaben haben wir genug.
Gebt die weg damit sie eine Chance haben zum Mann zu werden. :smile14:

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Bani
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Beitrag von Bani » 13.01.2018, 11:45

Butterfly ist also noch nicht bereit zu diskutieren...

M√∂chte sie zun√§chst erst einmal ein Buch lesen? Und uns dann den Inhalt aufs Brot schmieren? Bitte nicht! Entweder brennt ihr etwas aus weiblicher Sicht zum Thema auf der Zunge oder eben nicht. B√ľcher gibt es √ľbrigens bei Amazon oder hier im Shop.

Weltenspringers Eifer zu diesem Thema ist famos:

Er ist sich auch nicht zu schade, sogenannte Deutsche Tugenden (Flei√ü, P√ľnktlichkeit, Korrektheit und Treue.) hier als m√§nnliche Tugenden zu verkaufen. Treue galt ‚Äď so glaub ich mich zu erinnern, vor allem dem Vaterland. Insofern ist es gut m√∂glich, dass sich Welti irrt√ľmlich die Tugenden von vor 1945 besonders zu Herzen genommen hat.
Wenn sich nun bei jemanden innerer Widerstand regt‚Ķ sollte er einmal auf Reisen gehen. In sehr vielen L√§ndern ist P√ľnktlichkeit und Flei√ü zweitrangig. Es glaubt doch wohl niemand, dass die M√§nner dort deswegen weniger "m√§nnlich" sind?

P√ľnktlichkeit ist vor allem wichtig f√ľr eine Kriegsmaschinerie und f√ľr die Produktionsmaximierung. Daher sind es auch sogenannte deutsche Tugenden. Das klingt jetzt nicht so charmant, ist aber historisch belegte Tatsache.

"Der weiße Mann hat die Uhr, wir aber haben die Zeit!"
Indianersprichwort

Und Geduld ist Liebe.
Den wenigsten Menschen in unserem produktiven Kulturkreis ist das bewusst.

Nichtsdestotrotz betont er die Wichtigkeit von Vorbildern.
Ein guter Ansatz. N√§mlich die Notwendigkeit eines Ideals welches als Vorbild dient. Danach kann man sein inneres Leben gestalten. Auf jeden Fall wichtig f√ľr Zeitgenossen die ein Ziel verfolgen oder mehr Stabilit√§t im Leben w√ľnschen. Es muss keine Person sein. Es kann auch eine Zeile aus einem Gedicht oder einer Schrift sein.

Das Welti Vorbilder ausgerechnet unter Politiker sucht ist bemerkenswert. Wie k√§me ich dazu einen Politiker als meinen Anf√ľhrer anzusehen? Geister dritter Klasse! Dazu z√§hlen sicher auch die meisten anderen Figuren die durch Medien auf den Bildschirm gesp√ľlt werden.

Möglicherweise ist zu viel TV das Problem.

Schlie√üt sich hier er Kreis? Butterfly hat ‚Äď das sagt mir mein Gef√ľhl, ihr Bild von M√§nnlichkeit sicher auch prim√§r aus den Medien. Lebenserfahrung? Ich meine letztens schon auf die Praxis verwiesen zu haben‚Ķ

Je mehr Menschen man kennenlernt, desto schneller kann man sie einschätzen.
Dazu kann ich nur raten.
Also, ran an den Mann.


Zu Andreas möchte ich noch etwas loswerden:
"- aber wir vergessen dabei dass das wahre satanische Ritual ja das Fesseln des Männlichen ans Kreuz ist."
Dieses christliche Symbol belegt schlicht, das es sich beim Christentum um einen Totenkult handelt. Genau das hat auch Nietzsche gemeint, als es schrieb: "Die Christen lehren uns mehr zu sterben als zu leben."

LG von Bani
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Beitrag von Weltenspringer » 13.01.2018, 19:31

@ Lach Bani - du hast recht
Ich bin tatsächlich irgendwie in die sogenannten deutschen Tugenden reingerutscht.
Was die Poliker betrifft, ob ich das pers√∂nlich sch√§tze oder nicht, die Galgenv√∂gel sind nunmal unsere Anf√ľhrer.

Bei den Tugenden ging es allerdings inhaltlich um etwas anderes.

Die Tugenden eines Mannes gehen tiefer zur√ľck als ins dritte Reich.

In der Urzeit waren die Männer mal Jäger. Die Jagd war eine sehr gefährliche Kiste.
Um zu √ľberleben waren die M√§nner aufeinander angewiesen. Absolutes Vertrauen untereinander und zueinander waren zwingende Notwendigkeit. F√ľr die Jagd mussten also nicht nur bestimme k√∂rperliche F√§higkeiten bei den J√§gern vorhanden sein, sondern auch die F√§higkeit zum Teamwork.
Die Viecher die man jagte waren nunmal grösser oder stärker und selbst mit Waffen hätte man die Arschkarte als Einzelner gehabt.

Teamwork klappt aber nur, wenn man sich aufeinander absolut verlassen konnte.

"Der Ede und Paule mussten also zuverl√§ssig und genau an der richtigen, geplanten Stelle stehen um dem Wisent einen Speer in den Body zu rammen, nachdem Toni es ge√§rgert hatte und das Vieh hinter ihm Her d√ľste."

Diese Fähigkeit zur Zusammenarbeit kommt nicht von ungefähr und setzt vor allem gewisse Tugenden bei einem Mann voraus, die er erlernen kann oder muss.
Ansonsten bleibt er ein Risiko f√ľr die Anderen.

Ich hoffe diese Beispiel ist eine ausreichende Erklärung warum wir Männer auf diverse Tugnden konditioniert sind und ohne diese, ziemlich dämlich und unmännlich dastehen.

Die von dir so belächelten deutschen Tugenden sind besonders prägnant und von vielen anderen Völkern mehr als nur beneidet.

Wieso wohl gelten wir als Volk der Dichter und Denker, haben die Weltweit besten Ingenieure, haben die meisten Patente angemeldet, konnten 2 Weltkriege anzetteln, haben das sogenannte Wirtschaftswunder zu zustande gebracht, sind eine f√ľhrende Wirtschaftsmacht und haben zumindest bis dato, die erste unblutige WIedervereinigung eines Volkes hingekriegt.
Der erste richtige Computer wurde durch einen Deutschen(Suse) gebaut, von Handies und dergleichn will ich gar ncht erst anfangen. Nur noch, dass wir in der Nanotechnologie absolut f√ľhrend sind.

All das basiert auf Zusammenarbeit(Teamwork) und Teamwork nur auf gewissen Tugenden
die Gott seis gedankt im Verborgenen und im Kleinen durchaus noch funktionieren.

Was w√ľrdest du mit inkompetenten,unzuverl√§ssigen, unpunktlichen, faulen Mitarbeitern, denn anfangen k√∂nnen?

Ich selber finds ja auch komisch, dass in unserer heutigen Gesellschaft, also zumindest in der die uns die Medien vorspielen, kaum Menschen mit Tugenden nach oben kommen.
Die Menschen scheinen sich just am Gegenteil zu ergötzen.

Da werden nur korrupte Politiker, halbverbl√∂dete Sportler, verbrecheriche Vorst√§nde , drittklassige Schauspiele in Soaps. Moderatoren , die die Menschen unter die G√ľrtelinie treten, in Vorbildfunktonen pr√§sentiert.


Wen wundert es da, dass junge Männer Schwierigkeiten haben, ihre männlichkeit zu finden?

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Beitrag von ButterflyDream » 13.01.2018, 22:06

Also mir wird beim Lesen eurer Beiträge ganz anders...

@Bani: Nein, ich habe keine Lust zu diskutieren, weil ich es ziemlich herablassend finde, mit einem Haufen Zwinkersmileys als post-pupert√§r bezeichnet zu werden. Ich mag zwar j√ľnger sein als du, aber ganz ehrlich: Werd erst mal selber erwachsen.

@Weltenspringer: Ich habe deine Ausf√ľhrungen mit Interesse gelesen und k√∂nnte mir wohl jedes Buch sparen, wenn noch mehr M√§nner offen √ľber ihre Gedanken zum Thema M√§nnlichkeit reden w√ľrden. Dabei gibt es wohl kein richtig und falsch, denn wie schon gesagt wurde, ist die Wahrnehmung dazu individuell und subjektiv. Aber: Mit deiner Einstellung zur Emanzipation bin ich nicht einverstanden. In Teilen der Schweiz haben Frauen erst seit wenigen Jahrzehnten das Stimmrecht und es gibt L√§nder, in denen sind Frauen weniger Wert als Hunde. √úber Alice Schwarzer mag man denken, was man will, aber dass Frauen f√ľr ihre Rechte gek√§mpft haben, ist genau so richtig und wichtig, wie der Kampf der Afro-Amerikaner um Gleichberechtigung. Und Schwule zusammen mit Sittenstrolchen, P√§dophilen usw. aufzuz√§hlen ist NICHT OK.

@Andreas: Danke! :smile06:

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Beitrag von Biba » 13.01.2018, 22:22

Moin,

Was in anderen L√§ndern, wie hier angef√ľhrt der Schweiz, vor sich geht, interessiert mich recht wenig.
Ist zwar nicht typisch Mann, aber typisch deutsch, immer schauen was die anderen machen. Dabei liegt hier im Land noch genug im Argen.

Und nicht zuletzt, bin ich nat√ľrlich weiterhin f√ľr die Emanzipation des Mannes in Deutschland. :cool:

Biba
√Ąhej√§ asch√§r √§hej√§
(Ich bin, der ich bin und Ich werde sein, der ich sein werde.)

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