23.11. - 02.12. Hirsch, 34. Spirit der Terralogie

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sensmitter
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23.11. - 02.12. Hirsch, 34. Spirit der Terralogie

Beitrag von sensmitter » 22.11.2017, 15:06

23.11. - 02.12. Hirsch, 34. Spirit der Terralogie
Schwellenzeit 22.00h - 22.40h

Spirit Hirsch lÀdt ein zu Kaffeeklatsch bei Kerzenschein mit Klatsch
und Tratsch und Selbstdarstellung. Doch liebt er auch die Andacht
in der Einsamkeit der Blauen Stunde, wenn erste Sterne durch die
nackten Zweige der BĂ€ume schimmern und so manchem "ein Licht
aufgeht". "Schön, wenn es frĂŒh dunkel wird", röhrt der Hirsch und
seine Augen - genannt: "Lichter" - leuchten vor Begeisterung, denn
erst bei Verdunkelung entfacht er sein wahres geistiges Feuer. In der
Natur sind die eher scheuen Hirsche hauptsÀchlich in der DÀmmerung
tĂ€tig, nachdem sie tagsĂŒber in geschĂŒtzten EinstĂ€nden geruht haben.
Einzeln sind sie eher scheu und nur im Rudel gesellig. So erhellen auch
terralogische Hirsche, die SchĂŒtzen der 1. Dekade, in Gesellschaft gern
ihre Zuhörer mit brennender Rede, wobei sie - schneller als manch
einem lieb ist - alles Dunkle beleuchten, das sich in den Ecken drÀngt.
"Sie reden nicht - sie predigen und scheinen tÀglich mit Gott zu telefo-
nieren", zankt mein Pfau. "So isses", grinst der Hirsch. Symbolisch sind
Hirsche den Göttern nahe "Sonnentiere", Lichtbringer und - wie Pferde
und Elche - Dioskuren, Zugtiere der Wagen vieler Sonnengötter. Zudem
sind sie Sinnbild fĂŒr den Kreislauf der Natur durch das Abwerfen und
Wiedernachwachsen des Geweihs, von dem das Lebenswasser tropft,
wie in der Edda zu lesen ist. Auch glaubte man, Bilder von Hirschen
seien DĂ€monen abwehrend (wie ihr Geweih an der Wand), und auch
als kleine Figuren wirkten sie reinigend und erhellend, noch verstÀrkt,
wenn ein Kerzenlicht sie begleitet. Kerzen kennen wir erst durch die
Alten Römer, die sich zu den Saturnalien gegenseitig Kerzen schenkten,
um den Kampf des Lichtes gegen die Finsternis zu unterstĂŒtzen. So
fÀllt auch der 1. Advent meistens in die Zeit des Spirits Hirsch, und
immer noch ist das Licht einer Kerze ein Zeichen der Freude. Lange
jedoch vor dem Gebrauch von Wachskerzen erhellten (Öl-)Lampen
und Fackeln die Nacht.

Eine brennende Fackel symbolisiert die sprunghafte, feurige Energie
terralogischer Hirsche, die sich an allem Möglichen entzĂŒnden kann.
Was ihnen wirklich wichtig ist und woran sie glauben, wissen sie mit
Sinn und Verstand vorzubringen, wobei sie aber ĂŒbermĂ€ĂŸig viel Energie
verbrauchen und oft zu ĂŒbereilten Schlussfolgerungen und vorschnellen
Aktionen neigen. Im sprunghaften Wechsel zwischen Bewusstsein und
Unterbewusstsein kommt der "nach dem Licht suchende Geist" selten
zur Ruhe und schenkt oft sachlichen Informationen nicht genĂŒgend Auf-
merksamkeit. "Klar, weil du nix siehst im Dunkeln", sagt mein sommer-
licher Pfau. "Egal!", sagt schnell der Hirsch."Die wichtigsten Dinge im
Leben sind unsichtbar..." - "Ah, mir geht ein Licht auf!"...

Mit dem Spirit Hirsch beginnen die letzten dreißig Tage des terralo-
gischen Jahres, die in unseren Breiten bis zur Wintersonnenwende
immer noch dunkler werden. Man sollte nun meinen, dass zwei
Minuten weniger Licht pro Tag - und ein paar Grad kÀlter - insgesamt
uns kaum beeindrucken können, zumal wir Dank der ElektrizitÀt
flexibel sind und uns schnell per Knopfdruck das gewĂŒnschte Klima
und die nötige Helligkeit verschaffen können. Aber je kÀlter und dunkler
es wird, um so dĂŒnnhĂ€utiger und angreifbarer fĂŒhlen wir uns. Oft ist uns
die mental wachsende SchutzbedĂŒrftigkeit in der Hirschzeit - ein altes
menschliches Erbe - nicht bewusst. Bewusst denken wir aber, dass sich
"im Schutz der Dunkelheit" manch zwielichtige Gestalten herumtreiben,
deshalb besser schnell das Licht angeschaltet! "Oder", sagt mein Pfau,
(und wir tun`s immer noch)"zur DĂ€monenabwehr als weihnachtliche Deko
schnell ein Hirschlein mit Kerzlein auf den Tisch."

"Schnelligkeit" heißt die Tarot-Karte, die dem in Wahrheit scheuen
"Hirschen" zugeordnet wird, der sich selbst als EinzelgÀnger und auch
EinzelkÀmpfer sieht. So ist die Acht der StÀbe im Rider Waite die
einzige Karte, auf der kein Mensch dargestellt ist (nicht mal ein Herz,
wie bei der Drei der Schwerter) Wir sehen nur acht StÀbe, die sich
nach unten neigen, um sich am Feuer zu entzĂŒnden. Waite nennt sie
"Pfeile der Liebe". Terralogisch betrachtet sind es jedoch allgemein
unsere Gedanken und GefĂŒhle, die sich rasch an allem Möglichen
entzĂŒnden können und dann heiß darauf brennen, zum Ausdruck
gebracht zu werden. Woran sich die acht StĂ€be individuell entzĂŒnden,
ist nicht sichtbar und liegt außerhalb der Karte und damit außerhalb
unseres optischen Sehvermögens und unseres Bewusstseins. Dies
symbolisiert unsere unbewussten wahren Motive, diese unsichtbaren,
wichtigsten Dinge im Leben, die uns vorschnell bewerten und urteilen
lassen. "Also alles, was im dunklen Kopf herumgeistert", meint mein
Pfau, "und unkontrollierbare Gedankenblitze auslöst." - "Und unbe-
dachte Worte", fĂŒgt der Hirsch hinzu.
Crowley schreibt im Buch Thoth ĂŒber die Acht der StĂ€be, dass sich
die Licht-StÀbe in elektrische Wellen verwandelt haben, welche die
Materie durch die Schwingungsenergie nÀhren und sogar bilden. Heute
wissen wir, dass unsere Körperzellen mit Lichtblitzen kommunizieren
und sich Nervenbahnen tatsÀchlich durch Gedanken bilden. Crowley
spricht von "Energie von hoher Geschwindigkeit" und bringt die Tarot-
karte einerseits mit PhÀnomenen des Lichts und der ElektrizitÀt in Ver-
bindung. Andererseits stehe sie mit PhÀnomenen der Sprache in Ver-
bindung und der "Verfeinerung der feurigen Energie" - symbolisiert
durch einen Regenbogen - , die sich in Redekunst und rhetorisch
wirkungsvoller Gestaltung eines Vortrags ausdrĂŒckt, was tatsĂ€chlich
ein Talent terralogischer Hirsche ist.

"Sprecher-, SĂ€nger- oder Rednerstein" wird bezeichnenderweise ihr
Heilstein genannt. Es ist der befreiende Sodalith, der dunkelblaue
Natriumstein, der Bewusstsein und Unterbewusstsein ausbalanciert
und hilft, sich unbewusster Handlungen und Reaktionen bewusst zu
werden. Sodalith befreit blockierte GefĂŒhle - lindert aber auch Hals-
schmerzen, Heiserkeit und Schluckbeschwerden - und vermittelt den
typischen Freiheitsdrang, den terralogische Hirsche von Kleinauf
spĂŒren und der sie immer wieder ermuntert, fĂŒr ihre Ideale einzutreten.
Sodalith beruhigt und stÀrkt die Nerven. Auch bestÀrkt er alle geistigen,
der Allgemeinheit dienenden Bestrebungen und motiviert TrÀumer und
Weltverbesserer. Sodalith fördert die Entfaltung höheren Bewusstseins
und ermöglicht das innige Wiedererkennen seiner selbst. So "beleuchtet"
der Spirit Hirsch auch im Mineralienreich das Ego als das "Naheliegende"
und verleiht durch den Sodalith neues Selbstvertrauen und die Treue zu
uns selbst.

Wer in der Hirschzeit geboren ist, weiß viel und hat seine eigene Philo-
sophie. Meistens ist er sich seiner Meinung ĂŒber andere sehr sicher,
vergisst aber dabei, dass es sich bei seiner EinschÀtzung - wie bei uns
allen - um seine persönliche Sicht handelt und keineswegs die reine
Wahrheit/das reine Licht darstellen kann. Gedanken und GefĂŒhle fĂ€rben,
wie durch bunte GlÀser betrachtet, das Bewusstsein und sind einseitig
gefÀrbte Betrachtungsweisen. Aber erst die Summe aller Lichtfarben
ergeben das reinweiße Licht, wie man es aus der Optik weiß. "Hirsche"
wÀhnen sich gern als Erleuchter und ziehen selten in ErwÀgung, dass sie
"nur" Beleuchter sind. Leider klĂ€ren sie auch gerne andere mit großer
Überzeugungskraft und Direktheit darĂŒber auf, was die wahren Motive
ihrer Mitmenschen seien.
"Röhrende Hirsche" sehen sich gerne als Weltverbesserer und Einzel-
kÀmpfer und glauben, sie seien nur alleine, weil sie König des Waldes
seien. Terralogisch typische Hirsche sind freiheitsliebend, temperament-
voll und lieben offensichtlich das Abenteuer, denn sie ziehen andere
magisch an, stoßen sie aber auch in schnellem KrĂ€ftemessen vor den
Kopf und wieder von sich. Tief im Innern sind sie jedoch scheu,
Ă€ngstlich und rastlos und fĂŒrchten nichts mehr als die Hatz. Ihr vor-
schnelles Handeln ist immer eine Flucht nach vorne und ihre wahre
Meinung ĂŒber sich selbst ist selten berauschend.

Uns allen wĂŒrde es gut tun, sich in diesen Tagen mit der Meinung zu
beschĂ€ftigen, die wir im Stillen ĂŒber uns selbst haben, anstatt unsere
Meinung ĂŒber andere zu verbreiten. Auch lohnt es sich, darĂŒber
nachzudenken, dass eine Einstellung nicht notwendigerweise richtig ist,
nur weil sie populÀr und weitverbreitet ist...
Auf vielerlei Arten beleuchtet der Spirit des Hirschen unser individuelles
Denken und gibt zu bedenken, dass alle religiösen und philosophischen
Fragen, Einstellungen und AktivitÀten aus dem Wunsch entstehen, zu
erkennen, wer man wirklich ist. Tief mystisch betrachtet ist dieser Spirit
ein schneller Heiler, ein "Ölkundiger" (wie man z.B. babylonische Ärzte
nannte), der schnell wie ein "geölter Blitz" unsere Gesinnung beleuchtet
und uns in diesen Tagen vor Augen fĂŒhrt, wie einseitig es ist, alles nur mit
dem eigenen Licht zu beleuchten. Er holt uns auf kreative Art aus der
einsamen Ecke, die nur einen einseitigen Blickwinkel erlaubt.

Im Pflanzenreich sind dem Spirit Hirsch (außer dem Olivenöl 22 Luchs)
alle pflanzlichen Öle zugeordnet, die nicht nur im Winter wertvolle
Nahrungsmittel sind. Öl diente frĂŒher zur Salbung großer Könige, als
Opfergabe oder als Lichtquelle. Typisch Hirsch, der energetisch Schnelle,
gibt es zu pflanzlichen Ölen noch ein letztes Wort zu sagen, und er mag
hierbei beleuchten, dass z.B. unsere Muskelzellen schlechter auf Insulin
reagieren, wenn zu viele gesÀttigte FettsÀuren aus tierischen Produkten in
unseren Muskeln lagern, sodass sie in der Folge schlechter Zucker aus
dem Blut aufnehmen können. Lagern sich die tierischen Fettstoffe auch
noch in der BauchspeicheldrĂŒse an, bildet sie weniger Insulin.
Zur "Verfeinerung der feurigen Energie" eignet sich am besten Rapsöl,
denn das besitzt im richtigen VerhÀltnis 2 :1 Omega-6 zu Omega-3
FettsĂ€uren. "Gut sind auch noch Leinöl und Wallnussöl", fĂŒgt der Hirsch
hinzu.
"Jetzt genug vom sprechenden Hirschen, der Tod und Finsternis
ĂŒberwindet", trötet mein Pfau."Ganz schön helle, was dir so im dunklen
Kopf`rumgeistert. Ich zĂŒnde mir jetzt `ne Kerze an - zur Erleuchtung,
reinigend, klÀrend, DÀmonen abwehrend und als Zeichen der Freude -,
brauche keine Gesellschaft und mach`s mir mal so richtig gemĂŒtlich
nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt
so nah?" In diesem Sinne...
LG sensmitter

http://www.biologie-schule.de/hirsch-steckbrief.php
http://selbstwaerts.de/heilstein/sodalith
http://lebensmittel-warenkunde.de/leben ... -oele.html
http://naturkosmetik-selbstgemacht.de/z ... zenoel.htm
http://www.smarticular.net/duftende-pfl ... bglaesern/
http://www.kerzenmacher.info/html/facke ... achen.html



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