24.10. - 02.11. Dachs, 31. Spirit der Terralogie

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sensmitter
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24.10. - 02.11. Dachs, 31. Spirit der Terralogie

Beitrag von sensmitter » 23.10.2017, 15:22

24.10. - 02.11. Dachs, 31. Spirit der Terralogie
Schwellenzeit 20.00 h - 20.40 h

Der Spirit Dachs macht uns "fertig", was ursprĂŒnglich "zur Fahrt oder
Reise bereit" bedeutete, und reizt mit KĂ€lte, NĂ€sse und starken Begier-
den zum Ende des Sommerhalbjahres, auf dass wir uns ein dickeres
Fell fĂŒr die "Winterreise" zulegen. Ratzfatz reißt der Ratz das restliche
Laub von den BĂ€umen und bedeckt die Erde mit einem schĂŒtzenden
Dach; denn viel Wasser fĂ€llt, und endgĂŒltig vorbei ist die WĂ€rme des
Sommers. Wer noch "Sommerzeit" auf seinen Uhren hat, stellt sie nun
wieder eine Stunde zurĂŒck.

"EnttĂ€uschung" heißt die Tarot-Karte dieses Spirits, der durch feurige
Winde alles zerfetzt. Wie alle FĂŒnfer - die immer im Tarot eine alles
umfassende Störung des im Gleichgewicht befindlichen, stabilisierten
Systems symbolisieren - spricht die FĂŒnf der Kelche vom Anfang der
Zerstörung und von Niedergeschlagenheit, dass etwas zuvor Schönes
nun verdorben ist. Sie sagt aber auch, dass - nachdem leidvolle GefĂŒhle
lange genug gegoren haben - sich Humus bilden wird, der Nahrung und
Basis sein wird, aus der eine neue erfreuliche Entwicklung hervorgeht.
"Laub als Fell der Welt, als Winterspeck und Vorstufe guter Substanz",
sagt der Dachs und trĂ€umt ein bisschen vom nĂ€chsten FrĂŒhling.
Aber jetzt wird es erst einmal dunkler und kÀlter und unsere Sinneswahr-
nehmungen verstÀrken sich. GerÀusche werden stÀrker wahrgenommen,
kratzen wie trockene BlĂ€tter am NervenkostĂŒm und beeintrĂ€chtigen
konzentriertes Arbeiten. Geduld scheint ein Fremdwort zu sein; Toleranz
auch. Fremd und abstoßend wirken auch unbekannte DĂŒfte, die wie alle
GerĂŒche intensiver als sonst wahrgenommen werden. Appetit anregende
Aromen hingegen lösen regelrechten Heißhunger auf Fettiges aus, und
gerne greifen wir auch zu SĂŒĂŸigkeiten und nennen es Nervennahrung.

Überhaupt scheint uns in der Dachs-Zeit jede Kleinigkeit ĂŒbermĂ€ĂŸig zu
reizen. Jede noch so kleine VerÀnderung irritiert uns und wirft uns aus
der Bahn. WĂ€hrend wir innerlich immer angriffslustiger werden, legen wir
uns Ă€ußerlich still und heimlich schĂŒtzenden Winterspeck zu. Wie echte
Dachse, können auch wir nicht unsere Körpertemperatur absenken, um
ausgiebig Winterschlaf zu halten. Dachse sind keine WinterschlÀfer,
sondern Winterruher, die ab und zu aus tiefem Schlaf erwachen und
dann nach Nahrung suchen. "So, wie Sie nachts an den KĂŒhlschrank
gehen", sagt der Frechdachs, "als Sieg der Materie ĂŒber den Geist, steht
im Buch Thot." Ha, ha, damit hat Crowley aber etwas anderes gemeint,
Herr Grimbart...Lesen Sie mal die Kabbalah!
Mal kurz zurĂŒck zu Ihrer Tarot-Karte, der FĂŒnf der Kelche, wo von der
"FĂ€ulnis bringenden Kraft des Wassers" die Rede ist = dem Verrotten des
Laubes am Boden, und "kein Wasser fließt (mehr) in die Kelche", womit
gemeint ist, dass nach der Abszission, dem Abriss der BlÀtter, die BÀume
allmÀhlich aufhören Wasser aufzunehmen. Tatsache ist, dass die BÀume
sich nicht nur ihrer Schlackstoffe beim Laubabfall entledigen. Sie werfen
zudem vorsorglich alles Laub ab, um nicht im Winter zu vertrocknen, da
nĂ€mlich sonst das Wasser auf den BlĂ€ttern verdunsten wĂŒrde. Je kĂ€lter es
wird, desto weniger Wasser nehmen sie auf; bei Temperaturen um den
Gefrierpunkt hören sie ganz mit der Wasseraufnahme auf.

Auch unser Stoffwechsel verlangsamt sich im Herbst, und sommerliche
AktivitĂ€ten im Freien finden ihr natĂŒrliches Ende. Fehlende Sonne – und
Damit fehlendes Vitamin D - besorgen wir uns unbewusst durch fette
Speisen. Besser wÀre es jetzt, sich mindestens eine halbe Stunde im
Tageslicht aufzuhalten, um selbst Vitamin D herzustellen zu können.
Der Heißhunger auf SĂŒĂŸes entsteht durch Mangel an frischen, saftigen
FrĂŒchten. MĂŒssen wir wegen der Zeitumstellung in der Dachsdekade
auch noch eine Stunde abziehen, gerÀt der tÀgliche Rhythmus vollends
durcheinander, und die gewohnte Kraft scheint zu schwinden; das Immun-
system macht schlapp.

Nun ist die Naturerscheinung dieses Spirits aber - Dachs sei Dank -
nicht der Laub-, sondern der Wasserfall. Und wenn wir bereits glauben,
am tiefsten energetischen Punkt angekommen zu sein, rauscht der Spirit
Dachs herbei, weckt Widerstandskraft und setzt neue, ungeahnte Ener-
gien in uns frei. Diese fĂŒhren zwar zu heftigem Stimmungswechsel und
können - wie alles Unbekannte - auch Àngstigen, da uns die bis dato
verdeckten Aspekte unserer Persönlichkeit verborgen waren, lassen aber
vor allem unsere wahre Struktur und seelische Beschaffenheit erkennen.
Und wie die sich lösenden BlĂ€tter der BĂ€ume bald endgĂŒltig den Stamm
und die nackten Zweige freigeben, durchschauen wir uns selbst und
sehen, wie sehr wir uns doch oft selbst betrĂŒgen und tĂ€uschen. Doch
jetzt ist die TÀuschung vorbei. "Daher Ent-tÀuschung", sagt der Dachs.
"Ratzekahl, ratzeputz radikal."

Und wenn dann eine dicke Laubschicht die Erde bedeckt, dass sie im
Winter nicht frieren möge, wĂ€rmt uns die Erkenntnis ĂŒber unsere Einzig-
artigkeit das Herz und erneuert die Liebe zu uns selbst. Diese Eigenliebe
wiederum aktiviert unsere SelbstheilungskrÀfte und lÀsst uns auch so
manchen seelischen Winter ohne Schaden ĂŒberstehen. Auf allen Ebenen
macht der Spirit Dachs grundlegende Umwandlungsprozesse sichtbar
und schenkt gleichzeitig den Mut, die LebensqualitÀt zu verbessern.

Wer in dieser Zeit geboren ist, ist sich sehr wohl seiner großen Willens-
stÀrke und seiner ausgeprÀgten emotionalen Antriebe bewusst, die ihn
am Leben halten. Am Bild eines tosenden Wasserfalls erkennt man die
mitreißende Energie und die starke seelische Strömung terralogischer
Dachse, der astrologischen Skorpione der 1. Dekade. Es ist fĂŒr sie in
allen Belangen wichtig, von Anfang an mit aller Kraft den fĂŒr sie rich-
tigen Weg einzuschlagen, von dem sie dann, wie ihre tierischen Ver-
wandten, auch selten wieder abweichen. Unbeirrt bahnen sie sich ihren
eigenen Weg und entwickeln fĂŒr alles eine eigene Technik. Sie sind die
im Verborgenen schaffenden Baumeister, die kreativen Architekten des
Lebens. Jeder "Dachs" (kommt von keltisch "Zimmermann") ist ein hart
arbeitender Profi, der in allen Dingen bis ins kleinste Detail perfekt sein
will und nicht gerne die Axt aus der Hand gibt.
Er tut sich vor allem schwer, Verantwortung abzugeben.

In vielerlei Hinsicht ist die Dachs-Devise "Alles oder nichts", und im
Stillen unterteilen terralogische Dachse ihre Mitmenschen in Freunde
und Feinde. Mit "Dachsen" Kompromisse zu schließen, ist relativ
schwierig, zudem auch Diplomatie nicht gerade ihre StÀrke ist, und
sie in Verhandlungen kein Blatt vor den Mund nehmen. In allen
Lebensbereichen entwickeln sie ungeheure Energien bei der Durch-
setzung ihrer Vorhaben und begegnen Schwierigkeiten mit enormer
Widerstandskraft und außergewöhnlichem Mut. GerĂ€t jemand offen-
sichtlich in Not, sind sie oft die Ersten, die helfend eingreifen und sich
ohne Angst ĂŒber alle Hindernisse hinwegsetzen. Man sagt ihnen nach,
nicht einmal den Tod wĂŒrden sie fĂŒrchten. Auch ihre heilerischen und
hellsichtigen FĂ€higkeiten seien außergewöhnlich, da sie mit höheren
MĂ€chten in Verbindung stehen und den Mut einfach im Blut haben.

Der "Blutstein" genannte, metallisch silbern glÀnzende HÀmatit ist der
Heilstein der "Dachse". TatsÀchlich wird das Schleifwasser bei der
HĂ€matitbearbeitung durch Eisenoxid blutrot. Andererseits wurde der
krÀftigende Heilstein seit Jahrtausenden zur Wundbehandlung und
Blutstillung eingesetzt. HÀmatit löst Blockaden, entkrampft und reinigt,
erfrischt energetisch, vitalisiert und lenkt die Energien in die richtigen
Bahnen. Kein Wunder, dass sich viele Heilsteine in seiner NĂ€he wieder
aufladen. Wie alle Oxide wirkt auch der Dachsstein umwandelnd.
HÀmatit fördert WillensstÀrke und Durchhaltevermögen, schenkt
Ausdauer, Kraft, Kampfgeist und Mut.

Thymian, die wĂŒrzig duftende Heilpflanze des Dachs, erhielt ihren
Namen vom griechischen "thymos" = Geist, Mut, Sinn, und bedeutete
ursprĂŒnglich "Rauch/Hauch/Geist", verwandt mit dem lateinischen
"fumus"(Rauch), daher auch das Wort ParfĂŒm. Als RĂ€ucherwerk löst
Thymian seelische Blockaden. Als GewĂŒrzpflanze macht das krĂ€ftige
Aroma GemĂŒse, fettes Fleisch und Suppen bekömmlicher. Ätherische
Öle des Thymian helfen bei ErkĂ€ltung und Husten. Thymian-Tee wirkt
schleimlösend, entkrampfend und wachstumshemmend fĂŒr Bakterien,
also ideal fĂŒr kĂ€ltere Tage. Vorbeugend - typisch Dachs - wirkt ein
Thymian-Vollbad gegen ErkĂ€ltung. "Anschließend warm einpacken und
eine Stunde ruhen", gÀhnt der Dachs.
Vielleicht rÀuchern Sie auch mit Thymian an den letzten drei Tagen des
Sommerhalbjahres und lassen sich vom Bodyguard Dachs ĂŒber die
Schwellen fĂŒhren. "Ich kann dich auch tragen", sagt Meister Grimbart.
NÀ, ich hab Angst, du lÀsst mich fallen...hab` schon zu viel genascht.
Starke, sĂŒĂŸe Dachszeit!
LG sensmitter

http://www.jahreskreis.info/files/samhain.html
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... 11730.html
http://www.ruebe-zahl.de/haematit.htm
http://www.praxisvita.de/thymian?gclid= ... tAoduwIAeA



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