Ich bin kein Engel!

ventia
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Beitrag von ventia » 21.09.2017, 21:56

Ja, man ist kein Engel, und? Weiter...?
Wir bel√ľgen uns oft selbst, verkleiden Worte und legen sie Gott, Engeln, Teufeln und wem auch immer in den Mund. Wir suchten nach Liebe, Drogen und Ablenkung egal in welcher Form. Wir verstecken uns hinter jedem d√ľnnen Baumstamm oder Schatten, den wir finden k√∂nnen. Wir werden aggressiv und gewaltt√§tig, sobald etwas nicht nach unserem Willen l√§uft oder wir uns pers√∂nlich in unserem Ego verletzt f√ľhlen. Wir gehen alle davon aus, dass es uns am schlechtesten von allen geht und und keiner mehr leidet als wir. Wir lieben die Bequemlichkeit und Faulheit. Wir gieren nicht nur nach Material, sondern auch nach Aufmerksamkeit. Wir verstecken uns hinter Worten, aber zu Taten sind wir nicht in der Lage. Wir h√∂ren nur das, was wir h√∂ren wollen und sehen nur das, was wir sehen wollen. Wir interessieren uns nicht f√ľr das Leid anderer. Wir interessieren uns kaum f√ľr diesen Planeten. Wir geben unseren k√∂rperlichen Instinkten in jeder Form nach. Wir sind weit weg davon perfekt zu sein.
Wir sind Menschen... keine Engel.

Wer Gott sucht, wird ihn nicht bei anderen finden, sondern bei sich selbst. Findet man dort auch nichts, ist der Weg noch viel zu weit. Man h√§ngt vielleicht fest oder ist in L√ľgen gefangen, egal ob die eigenen oder von anderen. Von vorne anfangen. Neu starten. Das ist die L√∂sung. Nur so sieht man, wo man immer wieder h√§ngen bleibt um das Hindernis endlich zu √ľberwinden.

G√∂ttliche St√§rke, die in jedem von uns innewohnt, wartet darauf, befreit zu werden. Doch daf√ľr m√ľssen wir akzeptieren, wer wir sind UND was wir werden wollen. Mit all unseren Fehlern. Wir werden uns vor dem Licht nicht mehr hinter irgendeinem Schatten verstecken k√∂nnen. Es wird ALLES entbl√∂√üen. Wer ein Engel ist, wird sich davor nicht f√ľrchten und sich auch nicht sch√§men. Ausreden, Schuldzuweisungen und Scham werden uns genauso weit bringen wie Adam und Eva.
Ich bin demnach auch kein Engel, ich habe aber welche an meiner Seite so wie jeder von euch. Jeder wächst unterschiedlich..., doch Engel werden immer geduldig an unserer Seite bleiben sowie Gott, bis wir eines Tages soweit sind.
Doch wir m√ľssen auch mal aufstehen und k√§mpfen!
K√§mpfen gegen unsere √Ąngste, Instinkte, S√ľchte und gegen alles, was unserem Herzen Widerworte gibt. Nicht mal andere ausschimpfen, sondern uns selbst.
Solange man kämpft, hat man sich selbst nicht aufgegeben und macht es sowohl Gott, als auch Engel leichter zu helfen.

Es ist nicht schlimm kein Engel zu sein, es ist schlimm die Augen vor der Wahrheit zu verschließen.

Ich entschuldige mich f√ľr das lange Referat. M√∂glicherweise sind meine Worte nicht hilfreich, aber sie lagen mir auf dem Herzen. Umso mehr freue ich mich, wenn sie hilfreich gewesen sind. :smile06:

M√∂gen Gesundheit, Freude und Gl√ľck eure treuen Begleiter sein.

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Biba
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Beitrag von Biba » 22.09.2017, 01:12

Hallo Ventia,

von welcher Gruppe - oder wie auch immer schreibst du, wenn Alle und Wir erwähnt wird?
Solltest du die Menschheit meinen liegst du definitiv falsch mit so einer Verallgemeinerung, denn sie w√ľrde jeden, respektive mich einschlie√üen und das m√∂chte ich doch dementierenen. :baby:
doch Engel werden immer geduldig an unserer Seite bleiben sowie Gott, bis wir eines Tages soweit sind.
Nette Sichtweise ;)
Nur wirft es die Frage auf bis wir wie weit sind?


Biba
Zuletzt geändert von Biba am 22.09.2017, 09:41, insgesamt 1-mal geändert.
√Ąhej√§ asch√§r √§hej√§
(Ich bin, der ich bin und Ich werde sein, der ich sein werde.)

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 22.09.2017, 09:13

@ Ventia - mir gefällt sehr was du schreibst!

...und ja.... genauso sind wir Menschen.

Ich bin stolz darauf ein Mensch zu sein. Das ist weitaus mehr als ein Engel jemals sein wird oder kann.
Wir sind es die in der Nachfolge Gottes stehen!

Nicht unbedingt als Individium aber als Ganzes.
Deswegen m√ľssen wir durch, durch dieses Menschsein.

Der Eine mehr der Andere weniger gebeutelt.
Das ist der Punkt wo man schonmal an göttlicher Gerechtigkeit zweifelt oder wo sie nicht nachvollziehbar ist.
Noch verstehen wir das nicht.

Wir haben es aber drauf zu Göttern zu werden.

Wer will denn da bloß Engel sein?
All dies was uns und die Welt ausmacht nicht erleben k√∂nnen oder d√ľrfen?

Tr√§ume, W√ľnsche, Hoffnung

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