Das Sternenbild Mensch

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Golem
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Das Sternenbild Mensch

Beitrag von Golem » 31.03.2017, 16:05

Seht, da liegt das Sternenwesen,
MARS steht mitten im Gesicht:
An der Nase könnt ihr's lesen,
ob's ein Kämpfer oder nicht.

Wohlig-seliges Umfangen
wölbt der Lippen frohen Rist,
lächelnd möcht' es nach euch langen:
VENUS hat es wachgek√ľsst.

Doch ein Schatten fällt hernieder
von SATURN: das Kindchen greint.
Zähnlein schmerzen, Knochen, Glieder,
bis der Körperbau geeint.

Sinnend sitzt ein grauer dorten,
Redner von der Himmelsflur,
Horch, er lehrt und spasst mit Worten:
alles wissender MERKUR.

Aus des Zaubermantels Blau
tritt der Gott. Mit stillem Schmunzeln,
rundet JUPITER den Bau,
glättet, polstert alle Runzeln.

Und ein himmlisch Leuchten strahlt
wie von SONNE, wie von MOND:
In den Augensternen malt
sich, was hoch im √Ąther wohnt.

Wie im Ganzen, so in Teilen
ist der Mensch ein Sternenkind.
Sternenkräfte in uns weilen,
weil wir Sternenursprungs sind.

(Hans Beer)

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