Vom B√ľcherwurm zur schreibenden Zunft?

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caracol
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Vom B√ľcherwurm zur schreibenden Zunft?

Beitrag von caracol » 02.03.2017, 17:28

Im Winter ziehe ich mich immer gerne ein bisschen zur√ľck und nehme mir Zeit, um mich ganz auf mich selbst zu besinnen. W√§hrenddessen verschlinge ich √ľblicherweise Unmengen von B√ľchern. Im Fr√ľhling, wie er jetzt vor der T√ľre steht, zieht es mich wieder mehr in die Natur. Und wie auch die jungen Pflanzen aufkeimen, keimt in mir der Gedanke selbst ein Buch zu schreiben.

Hier im Forum gibt es sicher auch kreative Geister, hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Schreiben? √úber einen Austausch mit Gleichgesinnten w√ľrde ich mich riesig freuen!

Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 02.03.2017, 22:05

Hey Caracol,

tolle Idee :sunny:
Tu es doch einfach!
Ich selbst habe bisher nur sehr wenig Erfahrung mit dem Schreiben - fr√ľher schrieb ich ab und an Gedichte.
Allerdings hege ich denselben Gedanken wie Du. Nur bei mir ist die Zeit noch nicht reif. Ich habe zwar fr√ľher auch sehr viel gelesen, was sich aber mittlerweile ge√§ndert hat. Erfahrung ist mir wichtiger. Und ich m√∂chte noch einige Erfahrungen sammeln, bis es vielleicht eines Tages soweit ist.
Anregungen findet man ja genug und √ľberall - allein dieses Forum bietet genug Stoff f√ľr eine Romanvorlage ;).
Paulo Coelho, der weltber√ľhmte Schriftsteller, schrieb seinen ersten Roman erst mit 40 - nachdem er den Jakobsweg entlanggepilgert war. Vorher hatte er sich das Schreiben noch nicht zugetraut.
Es gibt zu dem Thema auch ein tolles Buch von Julia Cameron: "Der Weg des K√ľnstlers". Das kann der √úberwindung von kreativen Blockaden dienlich sein.
√úber welches Thema w√ľrdest Du gern schreiben? Welches sind Deine bevorzugten B√ľcher?
Ich denke, hier tummeln sich einige kreative Geister und ich hoffe, dass sich in diesem Thread noch jemand meldet, der selbst viel Erfahrung mit dem Schreiben und eventuell sogar schon etwas veröffentlicht hat!
Das w√ľrde mich n√§mlich auch brennend interessieren :smile08:.

Liebe Gr√ľ√üe!

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hexalita
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Beitrag von hexalita » 05.03.2017, 13:55

Das klingt sehr gut! Schreibe selbst schon seit l√§ngerem aber nur hin und wieder. Meistens kleine Gedichte und Anekdoten. Mir hilft das Schreiben einfach, meine Gedanken auszukristallisieren zu lassen und einen besseren Umgang mit den vagen "Ideen" die da herumschwirren zu finden. Wor√ľber schreibst du denn so? Alles Liebe
Schau dorthin wo ES sich verborgen hält!

caracol
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Beitrag von caracol » 08.03.2017, 19:41

Paulo Coelho, der weltber√ľhmte Schriftsteller, schrieb seinen ersten Roman erst mit 40 - nachdem er den Jakobsweg entlanggepilgert war. Vorher hatte er sich das Schreiben noch nicht zugetraut.
Das Buch habe ich sogar bei mir im B√ľcherregal stehen, in Santiago war ich auch schon selbst. Allerdings bin ich nicht gepilgert, wobei das auch noch einer meiner Tr√§ume ist!

Ansonsten lese ich fast alles, was ich in die Finger kriege. Einer meiner Lieblingsautoren ist Umberto Eco, aber auch mit den Werken von Michael Ende kann ich immer wieder viel anfangen.
Ich selbst habe bisher nur sehr wenig Erfahrung mit dem Schreiben - fr√ľher schrieb ich ab und an Gedichte.
Allerdings hege ich denselben Gedanken wie Du. Nur bei mir ist die Zeit noch nicht reif. Ich habe zwar fr√ľher auch sehr viel gelesen, was sich aber mittlerweile ge√§ndert hat. Erfahrung ist mir wichtiger. Und ich m√∂chte noch einige Erfahrungen sammeln, bis es vielleicht eines Tages soweit ist.
Das denke ich auch, wenn man einen guten Draht zu sich selbst hat, merkt man es ganz von alleine, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Was f√ľr Gedichte hast du denn geschrieben?

Ich habe bislang nur ein paar märchenhafte Kurzgeschichten verfasst, die mir aber wirklich aus der Seele sprechen :smile:
Schreibe selbst schon seit längerem aber nur hin und wieder. Meistens kleine Gedichte und Anekdoten.
Klingt gut, kreativ zu sein ist eine sch√∂ne Form sich auszudr√ľcken. Dich scheint das Schreiben schon l√§nger zu begleiten, oder? Hast du schon mal etwas ver√∂ffentlicht?

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hexalita
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Beitrag von hexalita » 08.03.2017, 19:58

Also ver√∂ffentlicht habe ich bisher noch nichts, ganz √§hnlich wie Schneeflocke habe ich mich noch nicht wirklich bereit dazu gef√ľhlt. Aber auch mein Bruder ist recht begabt was das Verbale angeht und bei ihm durfte ich w√§hrend der Zeit als er zum ersten Mal ver√∂ffentlicht hat etwas mitfiebern :) Und m√§rchenhafte Kurzgeschichten klingt auf jeden Fall gut. In einer so technologischen Welt wie heute ist ein bisschen M√§rchen sicher nie verkehrt. Alles Liebe!
Schau dorthin wo ES sich verborgen hält!

Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 13.03.2017, 15:47

Das Buch habe ich sogar bei mir im B√ľcherregal stehen, in Santiago war ich auch schon selbst. Allerdings bin ich nicht gepilgert, wobei das auch noch einer meiner Tr√§ume ist!
Das Pilgern kann ich sehr empfehlen! Ich selbst bin schon den Jakobsweg in Nordspanien entlanggepilgert und das war eine wundervolle Erfahrung. Allerdings ist das bei mir jetzt auch schon wieder 12 Jahre her und ich weiß nicht, inwiefern sich der Weg inzwischen verändert hat...ich kann mir vorstellen, dass er inzwischen einiges mehr an Zulauf hat... .
Was f√ľr Gedichte hast du denn geschrieben?
Das, was mir in dem Moment auf der Seele lag, was spontan aus dem Innersten kam...
habe auch vor einigen Jahren einmal in Frankreich an einem Schreibatelier teilgenommen...das war eine tolle und auch herausfordernde Erfahrung in einer Fremdsprache zu schreiben...meistens wurde ein Wort, ein Satz oder auch ein Bild vorgegeben und dann hatte man ca. 10 Minuten Zeit, sich spontan einen kurzen Text einfallen zu lassen...leider sind fast all meine Aufzeichnungen aus der Zeit verschollen und ich trauere ihnen immer noch hinterher!
Ich habe bislang nur ein paar märchenhafte Kurzgeschichten verfasst, die mir aber wirklich aus der Seele sprechen :smile:
Klingt gut :-o . Wenn es Dich wirklich ber√ľhrt, dann kann es auch andere ber√ľhren!
Wie w√§re es, wenn Du hier eine Kurzgeschichte von Dir ver√∂ffentlichst? Mich w√ľrde es auf jeden Fall sehr freuen und interessieren!
Aber auch mein Bruder ist recht begabt was das Verbale angeht und bei ihm durfte ich während der Zeit als er zum ersten Mal veröffentlicht hat etwas mitfiebern :)
Toll! Was hat Dein Bruder denn veröffentlicht? Ist er bekannt?

Liebe Gr√ľ√üe an Euch!

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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 13.03.2017, 19:55

Hallo Hexalita,

erstmal
debwnxvv.gif
debwnxvv.gif (41.95 KiB) 4414 mal betrachtet
Wenn du dein Buch selbst finanzieren willst, d√ľrftest du kein Problem haben einen Verlag zu finden, der zum Druck bereit ist.

Vielleicht solltest du dich erst einmal dort versuchen, wo es einige Sachverst√§ndige gibt, die die Erg√ľsse deiner Feder beurteilen k√∂nnen, die dir gegebenenfalls Ratschl√§ge und Verbesserungsvorschl√§ge zu deinen Werken nennen k√∂nnen.

Ich schick dir den Link.

LG Mona :oops:
:smil94 Gott ist die gewaltige universelle Kraft der Liebe.

caracol
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Beitrag von caracol » 18.03.2017, 19:05

habe auch vor einigen Jahren einmal in Frankreich an einem Schreibatelier teilgenommen...das war eine tolle und auch herausfordernde Erfahrung in einer Fremdsprache zu schreiben...meistens wurde ein Wort, ein Satz oder auch ein Bild vorgegeben und dann hatte man ca. 10 Minuten Zeit, sich spontan einen kurzen Text einfallen zu lassen...
In Fremdsprachen ist es auch, je nachdem wie verinnerlicht man die Sprache hat, nicht so einfach die richtigen Worte zu finden, wie in der Muttersprache, das geht mir auch so.

Zu Bilder geschrieben habe ich noch nie, aber ich habe vor einigen Jahren ein paar Bilder zu Gedichten gemalt :smile:
Wie w√§re es, wenn Du hier eine Kurzgeschichte von Dir ver√∂ffentlichst? Mich w√ľrde es auf jeden Fall sehr freuen und interessieren!
Das kann ich verstehen, aber ich muss sagen dass sich in mir innerlich ein bisschen etwas sträubt. Manchmal schätze ich im Internet auch die Anonymität sehr, wenn du weißt, was ich meine. Das meiste, was ich bislang geschrieben habe, ist doch sehr intim.
Aber auch mein Bruder ist recht begabt was das Verbale angeht und bei ihm durfte ich während der Zeit als er zum ersten Mal veröffentlicht hat etwas mitfiebern :)
Wie ist dein Bruder das mit dem Buch schreiben denn angegangen? Ich habe mich vor ein paar Tagen mal hingesetzt und angefangen eine Geschichte zu Papier zu bringen. Über den Kurzgeschichten-Umfang bin ich jetzt raus und jetzt hänge ich irgendwie ein bisschen. Vielleicht sollte ich auch an einem Schreibatelier oder so teilnehmen?

Musste dein Bruder sehr viele Verlage anschreiben, bis er untergekommen ist? Oder wie ist er die Veröffentlichung angegangen?
Wenn du dein Buch selbst finanzieren willst, d√ľrftest du kein Problem haben einen Verlag zu finden, der zum Druck bereit ist.
Wie kann ich mir das Vorstellen? Wie ein Mittelding zwischen klassischem Verlag und Selbstverlag?

Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 19.03.2017, 00:39

Verwirklichung: Warum verwirkliche ich meine Träume nicht?

Weil du ahnst, dass dieser Entschluss dein Leben aufwirbeln wird.
Er beschwört Kräfte herauf, die du nicht kontrollieren kannst.
Du könntest Dinge und Menschen verlieren, die dir scheinbar Halt geben, dich aber gleichzeitig hindern, deine Träume zu leben.
Kurz: Der Entschluss allein wird vieles √§ndern und davor f√ľrchtest du dich.
Daher triffst du diesen Entschluss nie wirklich.
Du entscheidest dich lieber, ein Leben im Mittelmaß zu leben.
Und genau diese Entscheidung wirst du am Ende deines Lebens bereuen.
Am Ende wirst du sagen: hätte ich mal.
Lass das nicht zu.
Entschließe dich, dein Leben wirklich zu leben.
Das ist nicht egoistisch. Das ist der einzige Weg, dein Leben lieben zu lernen.
Und wenn du dein Leben liebst, wirst du unendlich mal mehr Liebe schenken können.
Das ist nicht egoistisch. Das ist dein Geburtsrecht.
Lebe. Liebe. Total.

In Liebe
Anssi


Liebe Caracol,
ich dachte mir, dass dieser Text von Anssi, einem von mir sehr gesch√§tzten spirituellen Lehrer, gut hierher passt! Ja, es war damals eine gro√üe Herausforderung mir in franz√∂sisch spontan Texte einfallen zu lassen, aber ich denke, es war mir ganz gut gelungen, denn ich konnte die Leute mit meinen Worten ber√ľhren! Man hat immer einen gewissen Abstand, wenn man nicht in der eigenen Sprache schreibt, aber dieser Abstand hat meiner Meinung nach auch das Potential, einen gewissen Zauber entstehen zu lassen...
Ich verstehe auch, dass Du Dich davor sträubst, hier im Forum einen Deiner Texte zu posten. In so einem Forum menschelt es doch sehr und es ist eine Herausforderung, sich dem zu stellen. Allerdings scheinst Du mit dem Gedanken zu spielen, Texte von Dir in Buchform zu veröffentlichen. Wären diese dann weniger intim?
Falls nicht, w√§re dann eigentlich der einzige Unterschied, dass Du in Buchform nicht mit unmittelbaren Reaktionen konfrontiert wirst und sich dem zu stellen, sich zu zeigen, erfordert Mut! Also mich w√ľrde es immer noch interessieren, einen Deiner Texte zu Gesicht zu bekommen... ;)
Liebe Gr√ľ√üe!

Klara
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Beitrag von Klara » 19.03.2017, 12:23

Hallo zusammen,
das ist ein tolles Thema! Vor allem der Beitrag von Schneeflocke hat mir sehr gefallen!

Mir geht es √§hnlich. Eigentlich wollte ich immer Selbst√§ndig sein, seit ich denken kann. Was ist passiert? Ich habe immer auf "die Idee" gewartet. Erstmal studiert, dann erstmal den Job angenommen der ja ein gutes Einkommen generiert. Und gef√ľhlt wird es immer schwerer den Schritt zu wagen.

Deinen Traum vom Schreiben finde ich klasse! Vor allem gibt es ja heut zu Tage so viele M√∂glichkeiten durch das Internet. Ich denke wichtig ist, dass man einfach anf√§ngt, man muss ja nicht f√ľr immer bei dem einen Format (z.B. Blog) bleiben und schon gar nicht sofort am Anfang alles perfekt machen. Perfektion verhindert ja meistens schon den ersten Schritt. Also du k√∂nntest z.B. mit einem Blog anfangen und dort auch Kurzgeschichten und √§hnliches ver√∂ffentlichen. √úber Amazon kann ja mittlerweile jeder seine B√ľcher ohne gro√üe H√ľrden ver√∂ffentlichen, falls du Angst hast, sofort unter deinem eigenen Namen anzufangen, kannst du dir dort auch Pseudonym anlegen.

Liebe Gr√ľ√üe
Klara

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hexalita
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Beitrag von hexalita » 19.03.2017, 14:25

Unter Fremdsprachen zu schreiben hat allerdings oft den Vorteil, dass man den "Blick von au√üen", auf die Sprache hat, das hei√üt eventuell versteckte Konnotationen in W√∂rtern zu entdecken, die die Muttersprachler √ľbersehen. Die H√§nger sind absolut normal, manchmal gilt es dann einfach eine kleine Pause zu machen und die Gedanken etwas treiben zu lassen, gute B√ľcher zu lesen und irgendwann kommt dann schon die n√§chste Inspiration. Bei meinem Bruder war es so, dass er eher fixe Zeiten hatte und sich kontinuierlich hingesetzt hat zu schreiben. Allerdings hatte ich manchmal auch das Gef√ľhl, dass er sich damit selbst nichts Gutes tut, weil dann oft Sitzungen waren, wo er gar nichts produziert hat. Aber irgendwann hat er es dann eben doch fertig gebracht und nach dem Anschreiben von vielen Verl√§gen, ist sein Manuskript schlie√ülich beim Novum Verlag genommen worden. Mit dem B√ľcherschreiben hast du den Prozess der Manifestation halt sehr intensiv vor Augen, weil erst nur eine Idee in deinem Kopf da ist und irgendwann h√§ltst du sie eben in H√§nden! :)
Schau dorthin wo ES sich verborgen hält!

Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 19.03.2017, 20:42

@Klara
Vielen Dank, liebe Klara :-o.
Und ich danke wiederum dem wundervollen Anssi, dessen ber√ľhrende Worte ein wichtiger Teil meines Beitrags sind! Sch√∂n, wenn dadurch etwas in Dir bewegt wird! Das, was Du √ľber die Perfektion geschrieben hast, finde ich sehr weise! Sie kann ein gro√ües Hindernis im kreativen Prozess sein, auch wenn sie zur Ausbildung einer handwerklichen Basis durchaus n√ľtzlich ist. Wahrscheinlich liegt die Kunst darin, ein Gleichgewicht zwischen kreativem Ausdruck und Perfektion zu finden!

@Yogini
Hast Du denn selbst bereits Erfahrungen mit dem Schreiben gesammelt, Yogini?

@Hexalita
Bei mir bestand der Vorteil eher darin, dass ich vieles wortw√∂rtlich vom Deutschen ins Franz√∂sische √ľbersetzt habe.
Dadurch entstanden wahrscheinlich Formulierungen, die ein waschechter Franzose so nicht unbedingt verwenden w√ľrde, die aber dennoch g√ľltig waren und dem Ganzen einen poetischen Charakter verliehen.
Ich vergleiche es mit einem Farbenblinden, der Bilder malt. Dabei k√∂nnen die ungew√∂hnlichsten, √ľberraschendsten Farbkompositionen entstehen, die jedoch in der Welt des Farbenblinden v√∂llig normal erscheinen.
Der sicht- und auch unsichtbare Prozess der Manifestation ist tatsächlich etwas Wunderbares :smile08:.

An alle,
ich stimme Yogini durchaus darin zu, dass sich jedweder k√ľnstlerische Ausdruck deutlich von der Masse abheben m√ľsste, um Beachtung zu finden.
Allerdings sollte meiner Meinung nach das Streben nach Erfolg nicht das prim√§re Ziel sein! Die treibende Kraft sollte die Motivation des Herzens sein. Etwas gedeiht im Inneren und will Ausdruck finden. Dabei kann man klein anfangen und dann Schritt f√ľr Schritt immer weitergehen. Und wenn sich eines Tages dann auch noch Erfolg einstellt, so w√§re er ein angenehmes Nebenprodukt. Es muss ja auch nicht gleich ein Roman sein. Es kann mit kleinen Gedichten und Kurzgeschichten beginnen. Ich glaube auch nicht, dass man jegliche Literatur √ľber die Kunst des Schreibens verinnerlicht haben muss, um ein erfolgreiches Buch zu ver√∂ffentlichen. Entscheidend ist das, was man zu sagen hat und wie man es sagt. Das kann auch eine Autobiographie, eine Erfahrungsbericht etc. sein. Anssi wird beispielsweise demn√§chst ein Buch ver√∂ffentlichen und ich bin √ľberzeugt davon, dass er erfolgreich sein wird, da seine Worte jetzt schon so viele Menschen ansprechen und ber√ľhren! Ich glaube, ein wichtiges Merkmal, um aus der Masse hervorzustechen, besteht in der Radikalit√§t des Herzens!
Das kann radikale Ehrlichkeit sein oder das radikale Manifestieren einer Inspiration, koste es, was es wolle.
Ein Beispiel von mir:
Ich habe eine kunsthandwerkliche Ausbildung absolviert und hatte die Vision meines Abschlussst√ľcks getr√§umt.
Am Anfang stie√ü ich auf ziemlich viel Gegenwind. Man wollte mir das St√ľck komplett ausreden, jeder mischte sich mit seinem wenn und aber ein, st√ľlpte mir seine Meinung √ľber, die die urspr√ľngliche Version meines St√ľcks bis zur Unkenntlichkeit verzerrte...und ja - die Bedenken waren wahrscheinlich zum Teil sogar berechtigt, da meine Idee in ihrem freien, spontanen Ausdruck weder in den konventionellen Regelkanon der Abschlusspr√ľfungsordnung passte, noch hatte ich keinerlei Erfahrung mit einem √§hnlichen Gebilde in der von mir anvisierten Technik. Doch meine Vision war so kraftvoll und stark, dass sie alle anf√§nglichen Zweifel und Kritiker √ľberwog. Ich wusste, ich konnte nicht anders, als dieses St√ľck herzustellen und nahm es sogar in Kauf, deshalb eventuell meinen erfolgreichen Abschluss zu vermasseln, denn das Werk barg in der Herstellung einige Risiken in sich. Aber wie durch ein Wunder ging alles gut. Teilweise kam ich mir so vor, als w√ľrde nicht ich dieses St√ľck kreieren, sondern als w√§re ich wie von magischer Hand gef√ľhrt und ich erlebte w√§hrenddessen sogar meditative Flowzust√§nde. Auch auf meine Umgebung schien es eine starke Wirkung zu haben und selbst die sch√§rfsten Kritiker schienen pl√∂tzlich ihre Einw√§nde vergessen zu haben, ergaben sich dem Flow und fingen an zu tanzen ;-). Und ich empfand es als tiefe Erf√ľllung, meine Vision in die Tat umgesetzt zu haben. Und so sollte es meiner Meinung nach mit jeder kreativen Absicht sein. Sie mit Herzenskraft verfolgen, unerm√ľdlich kleine Samen s√§en, bis sie auf fruchtbaren Boden fallen, das erste Aufkeimen genie√üen, geduldig gie√üen, loslassen und schaun, was geschieht...und eines Tages...wer wei√ü... :-o
Liebe Gr√ľ√üe!
Zuletzt geändert von Schneeflocke am 26.03.2017, 21:05, insgesamt 1-mal geändert.

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