Dringende Frage zum Thema Seele und Wiedergeburt

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Anuszka
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Dringende Frage zum Thema Seele und Wiedergeburt

Beitrag von Anuszka » 20.02.2017, 15:11

Hallo, ich beschÀftige mich aus einer Lebenskrise heraus seit ein paar Monaten massiv mit dem Thema Aura, Seele, bzw unsterbliche Seele bzw Wiedergeburt, Kontakt zu Seelen von Verstorbenen aufnehmen usw.
Angesichts der GrĂ¶ĂŸe des Themas ist das eine relativ kurze Zeitspanne. Jedoch bin ich seit jeher fasziniert von dem Gedanken eines einstofflichen Körpers und bin auch ĂŒberzeugt davon, bereits einmal Kontakt zu meiner verstorbenen Großmutter gehabt zu haben. Sie rettete mich durch ein „Spring!“ in meinem Kopf ( mit Omas Stimme!) davor, von einem mir nichts dir nichts vorbeirasenden, das Ampelrot missachtenden Wagen erfasst zu werden. Ferner ist meine Mutter ĂŒberzeugt davon, dass wĂ€hrend ihrer schwere Herz OP ihre beiden verstorbenen Eltern neben ihrem Bet gestnadne haben. Sie berichtete sp plastisch, dass es keinen Grund gibt, dies anzuzweifeln.
Das heißt, dass ich von meiner Grundeinstellung an derlei Jenseits-Kontakte glaube, mich bloß bisher nicht detailliert damit auseinandergesetzt habe. Nun aber habe ich einiges gelesen und an Dokus angeschaut und dabei haben sich einige Fragen in mir aufgetan.
Zur INFO: Wichtige Grundbausteine bei meiner Herangehensweise an das Thema waren „Das Gesetz der Resonanz“ von Pierre Franckh( um mehr ĂŒber unsere Energien zuerfahren und welchen Einfluss wir bzw unsere Gedanken nehmen können) , Interview bzw life Seance mit dem Medium Rita Pahl (auf youtube), mehrere Artikel und Videos ĂŒber den russischen Wissenschaftler Dr. Konstantin Korotkov, der die Seele verstorbener fotografierte per Spezialkamera ( ich habe es allerdings so verstanden, dass er lediglich die Lebensenergie an ihren Fingerspitzen bildlich dargestellt hat?! Und das mit einer Kamera, die die Aura sichtbar macht). Ich habe dies so verstanden, dass die Aura ein Energiefeld ist, das uns umgibt, und dass unsere GefĂŒhle Einfluss auf unsere Aura nehmen, sprich, diese (farblich und somit auch energetisch betrachtet) verĂ€ndern. Und dass man die „Aura“ lesen könne: somit gĂ€be die Aura Aufschluss ĂŒber einen Menschen. Die Seele hingegen sei der unsterbliche Teil eines Menschen , körperlos, bilde aber zu Lebzeiten mit dem Körper eine Einheit. (Korrigiert mich bitte, wenn ich falsch liege!!) Die Seele sei alles Denken, FĂŒhlen und Empfinden eines Menschen.
Nun alle meine Fragen:
Somit stehen Aura und Seele in permanenter Wechselwirkung?
Sowie ich bisher dachte, steuern Erinnerungen, Erfahrungen und HORMONE unser Verhalten und sind quasi an vorherrschenden Stimmungslagen und der AusprĂ€gung unseres Charakters ( was alles irgendwie wiederum in unserem Verhalten resultiert) beteiligt. Ob wir ein Choleriker sind oder eher ein „sanftes GemĂŒt“ haben
 ist das nun Sache unserer Hormone, unseres Charakters oder unserer Seele?? Wie unterscheiden wir Geist von Charakter und Charakter bzw Geist von Seele
Wenn die Seele ewig existiert und wenn diese in einem anderen Körper wiedergeboren wird, dann sind wir kein „unbeschriebenes Blatt“, dann nehmen wir irgendwie Erfahrungen usw mit. Haben wir dann mit einem neuen physischen Körper eine Ă€hnliche Aura wie bei dem „alten“ physischen Körper? Denn wird nicht die Aura eher von der Seele bestimmt und umgekehrt als von dem jeweiligen fleischlichen Körper?
Und nun die grĂ¶ĂŸte aller meiner Fragen: Was war zuerst, die Seele oder der Körper? Ich denke da an die starken Schwankungen hinsichtlich der Anzahl der Weltbevölkerung. Es gab erst nur wenige Menschen. Gab es da auch nur wenige Seelen? Und ab welchem Entwicklungsstadium war der Mensch „beseelt“? Wenn alles Wesen dem Ozean entsprang, so muss theoretisch schon jeder Mehrzeller beseelt sein, da sich daraus schritt fĂŒr Schritt menschliches Leben entwickelte. Sind Pflanzen auch beseelt? Ich glaube eigentlich schon (sowohl dass Tiere als auch Planzen beseelt sind. ) Aber wie ist das? Was glaubt ihr? Wird dieselbe Seele sie einmal einem Tier oder einem Baum innewohnte, eines Tages einem Menschen innewohnen?
Was ist mit einer körperlosen Seele , die bis dato noch nie einem Körper innegewohnt hatte, sondern sich noch im Wartezustand auf eine Erdengeburt befindet? Nenne man diese bereits „Seele“ oder eher „Lebensenergie“ und spricht erst dann von einer „Seele“, sowie dieses Energie mindestens einmal initial einen Körper „bewohnt“ hat?
Irgendwann, ganz zu Beginn der Entstehung des irdischen Lebens, muss ja irgendwann einen allerersten lebenden Organismus gegeben haben: Spricht man also erst von „Seele“, als dieser Organismus genau zum Zeitpunkt seines frisch entstandenen „Lebens“ sich mit diesem Feinstofflichen, dieser Lebensenergie verband?
Nun haben wir große Schwankungen in der Menschheitsgeschichte: Die Pest oder große Kriege haben von jetzt auf eben die Zahl der Menschen drastisch reduziert. Was ist mit all den freigesetzten Seelen? Warten diese als feinstoffliche „Individuen“ auf ihre Wiedergeburt, oder ballen sie sich (körperlos und wartend) zu einer Art „Kollektiv-Intelligenz“ zusammen und bilden den großen „Weltgeist“? Fragen ĂŒber Fragen! Ich habe auf vielen Foren viele Threads gelesen in den letzten Wochen, dennoch fand ich die Fragen, die ich hier stelle, nicht wirklich beantwortet.
Verzeiht bitte, falls ich Offensichtliches ĂŒbersehen habe, aber ich bin in letzter Zeit ziemlich durcheinander. Meine ganze Welt , mein ganzes Leben ist vor wenigen Monaten aus allen Fugen gebrochen und ich habe eine innere Stimme die mir sagt, dass ich nur weiter atmen kann, wenn ich die Art des Seins und Werdens besser verstehe ( soweit man das als Mensch ĂŒberhaupt verstehen kann.)
FĂŒr Antworten bin ich sehr dankbar.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 21.02.2017, 20:26

Hallo Anuszka,

einiges in deinen Fragen wird sowohl in der Esoterik als auch in der Wissenschaft recht kontrovers diskutiert. Die Meinungen gehen darĂŒber weit auseinander. Vielleicht nĂŒtzt es dir, wenn du bei Wikipedia den ausgezeichneten Eintrag "Esoterik" aufrufst. Dort erhĂ€ltst du eine umfassende Übersicht des Gesamtgebiets, selbstverstĂ€ndlich ohne Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit. Eine große Zahl von Links fĂŒhrt dich dort zu speziellen Themen, so dass du zumindest einiges von dem behandelt findest, wonach du fragst.

Möglicherwseise ist es fĂŒr dich aber noch hilfreicher, wenn du gleich hier im Forum in der oberen linken Ecke "Wissen" anklickst. Dann kommst du zur großen Überschrift "Die spirituelle Artikelbase". Darunter findest du mehrere hundert esoterische BeitrĂ€ge unseres Administrators. Es sind konzentrierte Artikel aus Eigenerfahrung, mit der Zielrichtung praktische Lebenshilfe.

Spannende LektĂŒre wĂŒnscht
Sullivan

martina1966
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Beitrag von martina1966 » 22.02.2017, 18:29

Hallo Anuzka,
nach meiner Überzeugung - und auch der der Quantenphysiker sind wir ENERGIEWESEN, die stĂ€ndig in Schwingung sind im energetischen Austausch mit unserem Umfeld ĂŒber Energiewellen; Materie an sich ist nicht existent; (sogar ein Stein ist in Schwingungen). Buddhisten sagen es so: "Der physische Körper ist eine Illusion." Unsere Sinne sind begrenzt und können die wahre Natur nicht voll erfassen. Wir bestehen aus Licht und Klang. Lichtphotonen in unserem Körper sind auch nachgewiesen worden (Fritz Popp-Institut).
Gibt es Einzelseelen? Ja und nein... im Grunde sind wir alle EINE Energie, die verschiedene Formen angenommen hat. Form ist verĂ€nderbar, vergĂ€nglich. "Alles Innere wie Äußere ist seiner Form nach bedingt, zusammengesetzt, vergĂ€nglich, in stĂ€ndiger VerĂ€nderung begriffen und OHNE EIGENNATUR." (Nagarjuna) Das gilt fĂŒr Raum, Zeit und Materie.

Lieber Gruß!
StörgefĂŒhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 23.02.2017, 20:03

Hallo Anuszka,

auf alle deine Fragen die richtige Antwort zu finden, wird wohl niemand auf Erden in der Lage sein.
Es gibt fĂŒr die verschiedenen Bereiche, die du ansprichst, gute BĂŒcher, doch das wichtigste, bei allem was du liest, ist dein Herz zu prĂŒfen, was du selbst als wahr empfindest.

Ich nehme mal das Aura sehen. Nur sehr wenige Menschen sind dazu fÀhig.
Es ist nicht unbedingt empfehlenswert die Aura bei anderen zu sehen. Ich wollte das niemals, hab mich lieber auf meine GefĂŒhle verlassen. Als ich mich vor vielen Jahren mal intensiv mit Farbtherapie beschĂ€ftigt habe, wurde mir klar, dass auch GefĂŒhle eine Farbe erkennen können.
Die Aura von Menschen verĂ€ndert sich stĂ€ndig, sie ist emotionsgesteuert und setzt sich aus verschiedenen Farben zusammen. Menschen sind nur dann ĂŒberwiegend einfarbig, wenn bestimmte Emotionen ĂŒberwiegen. Große Menschenmassen habe ich schon in Grautönen wahrgenommen, einfach nur abgestumpft.

Mona
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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 23.02.2017, 20:24

Hallo Anuszka,

zu deiner nÀchsten Frage.

Die Anzahl der Seelen ist und war gezÀhlt. Die Seelen waren und sind ewig. Keine Sorge wegen der steigenden Weltbevölkerung.
Ob alles beseelt ist? Pflanzen, Tiere und Mineralien? In diesen Dingen lebt das kosmische Bewußtsein. Eine menschliche Inkarnation derer schließe ich allerdings aus.
Wie sich das menschliche Leben entwickelt hat, darauf möchte ich lieber nicht eingehen. ;-)

Seelen, die sich im Wartezustand auf eine irdische Inkarnation befinden? Meinst du neue Seelen? seelen die reproduziert werden?
Manche Seelen warten sehr lange auf ihre nÀchste Inkarnation.

Du meinst mit Weltgeist sicher die Akasha-Chronik.
Der lebende Geist unserer Geschichte, derer Seelen die das Universum halten. Der Zugriff ist nur mit Àhnlichem Energiemuster möglich. Erreichbar ist dein nÀchsthöheres Level und alles was darunter liegt, das kannst du empfangen.

Mona
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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 23.02.2017, 22:27

@ Yogini

Mona schreibt realistisch: "Auf alle Fragen die richtige Antwort zu finden, wird wohl niemand auf Erden in der Lage sein." Gemeint sind natĂŒrlich verkörperte Menschen, keine Geistwesen.

Da widersprichst du ihr mit typisch pubertĂ€rem Übermut: "Deine Fragen zu beantworten ist fĂŒr eine Person mit spirituellem Bewusstsein keine große Sache."

Die Leserschaft soll anscheinend glauben, dass auch du zu diesem erlauchten Kreis gehörst. Selbst bedeutende Esoteriker wie Rudolf Steiner oder Helena Blavatsky, denen durchaus Einblicke in die Akasha-Chronik zuzutrauen sind, konnten sich dort nicht unbeschrÀnkt, sondern nur teilweise bedienen.

Immerhin hast du heute die Höflichkeitsregeln eingehalten. Da sieht man dir diese Großsprecherei gerne nach. Heute ist ja auch Karneval.

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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 26.02.2017, 19:39

Yogini hat geschrieben:Mit einer "Weltformel" erhofft man sich den zurzeit grĂ¶ĂŸte Widerspruch in der Physik zu lösen.
bestenfalls eine Weile als Theorie


Wie damit.
viewtopic.php?f=41&t=7063

Mit Seele und Wiedergeburt hat das nichts gemein. Das bringt uns nirgends hin.

Mona
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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 26.02.2017, 20:48

Hi Schneeflocke,

Einstein war nicht tief glĂ€ubig, wie du meinst, sondern schrieb: "Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott. Falls es in mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine unbegrenzte Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere Wissnschaft enthĂŒllen kann." Das Alte Testament nannte Einstein eine Sammlung ehrwĂŒrdiger, aber teils recht primitiver Legenden. Immer wieder zitiert man den Ausruf Einsteins nach einem Konzert des 13-jĂ€hrigen Wunderkindes Yehudi Menuhin, als er ihn mit trĂ€nenden Augen umarmte: "Jetzt weiß ich, dass es einen Gott im Himmel gibt." Der Junge hatte die drei großen Violinkonzerte von Bach, Beethoven und Brahms an einem Abend hintereinander (!) vor einem fassungslos staunenden Publikum wie ein Gott gespielt. Auch G.B. Shaw schrieb danach verblĂŒfft: "Yehudi kann sogar einen Atheisten zum Glauben bekehren." Solche enthusiastischen Äußerungen darf man natĂŒrlich nicht missverstehen.

Yogini schreibt zutreffend, dass eine Weltformel nur eine Weile als Theorie dienen könnte, auf die ein StĂŒck weit Verlass wĂ€re. Kein Physiker wĂŒrde behaupten, dass damit auch die außerphysikalischen WeltrĂ€tsel gelöst seien.

Wenn von Erleuchtung die Rede ist, muss klar sein, dass damit recht Unterschiedliches gemeint sein kann. Jeder darf bei seiner Definition bleiben. Subjektive GefĂŒhle allein, wie es mit der Erleuchtung irgendeines Autors bestellt ist, haben allein schon deshalb keine Beweiskraft, weil sie so oft widersprĂŒchlich ausfallen. In solchen FĂ€llen passt genau der Satz "Ich weiß, dass ich nichts weiß" des Weisheitslehrers Sokrates.

Suchen wir die Weisheit, aber glauben wir nicht, dass wir sie gepachtet hÀtten,
meint Sullivan

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 26.02.2017, 22:51

Schneeflocke,

du hast wörtlich geschrieben, dass Einstein "tief glĂ€ubig" war. Lies es nach. Genau dem, und nichts anderem (!) habe ich widersprochen. Deine und meine Zitate von Einstein sind alle echt und widersprechen sich nicht im mindesten. Lies auch im Internet nach, was es mit dem Gott Spinozas auf sich hat. Es ist kein persönlicher Gott. Spinoza wurde aus seiner jĂŒdischen Gemeinde ausgeschlossen, weil er, wie Einstein, nicht an einen pesönlichen Gott glaubte, sondern unter anderem von Descartes beeinflusst wurde.

Immanuel Kant, der Alleszermalmer unter den Philosophen, hat sĂ€mtliche Gottesbeweise seiner Zeit zu Schrott gemacht. Dennoch war er kein Atheist, sondern befand sich auf der gleichen Linie wie Spinoza, Descartes, Goethe oder Einstein. Kant schrieb: "Zwei Dinge erfĂŒllen das GemĂŒt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschĂ€ftigt: Der gestirnte Himmel ĂŒber mir und das moralische Gesetz in mir."

Wie lĂ€cherlich ist es, wenn manche Autoren der Esoszene sich ĂŒber die bedeutendsten Philosophen erheben, und sie als Verstandesmenschen bezeichnen, die keiner Erleuchtung fĂ€hig seien. Dass auch der Verstand erleuchtet werden kann, begreifen sie nicht. Es gibt sehr wohl verschiedene Stufen der Erleuchtung. Sie enden nicht etwa schon mit dem ersten ekstatischen Erlebnis,

weiß Sullivan
Zuletzt geÀndert von Sullivan am 26.02.2017, 23:17, insgesamt 1-mal geÀndert.

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Beitrag von Sullivan » 26.02.2017, 23:32

Schneeflocke,

wenn man unterschiedliche Bedeutungen von Begriffen gebraucht, kommt es natĂŒrlich zum Dissens. - Manche Esos glauben unverdrossen, den Erleuchtungsgrad anderer wissen zu können, wundert sich

Sullivan
Zuletzt geÀndert von Sullivan am 26.02.2017, 23:42, insgesamt 1-mal geÀndert.

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Beitrag von Sullivan » 26.02.2017, 23:46

Auch wenn der Erleuchtungsgrad Tolles noch so hoch ist, kann er sich in Fragen außerhalb seiner Sachkompetenz irren. Wenn man dir einen solchen konkreten Fall (im anderen Thread) aufzeigt, ist das kein persönlicher Angriff.

Du kannst den allgemeinen Sprachgebrauch nicht dadurch Ă€ndern, dass du ihn als absurd bezeichnest: Auch der Verstand kann erleuchtet werden. BerĂŒhmtes Beispiel ist Archimedes. In der Badewanne fiel ihm plötzlich das nach ihm benannte Archimedische Gesetz ein. Er sprang heraus und rief laut "Heureka!" (Ich hab's gefunden!). Das war eine verstandesmĂ€ĂŸige Erleuchtung, keine spirituelle.

Wenn jemand von deiner Meinung abweicht, wirft er deshalb nicht gleich alles durcheinander. Es genĂŒgt in diesem Fall, dass du feststellst, anderer Ansicht zu sein.

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Beitrag von Sullivan » 27.02.2017, 12:04

Gewitzte Schneeflocke,

du gebrauchst eine Argumentationstaktik, die aus einem Ratgeber stammen könnte: Einfach den Spieß umkehren und das nachsprechen - Stichwort Echolalie - was der Andere gerade sagte. Das ist pfiffig und fĂŒr die Leser amĂŒsant, fĂŒhrt aber schnell zum Ende der Diskussion, was von dir wohl auch beabsichtigt ist. Zu sagen, mein Meister ist erleuchtet, aber du bist's nicht, ist ein Totschlagargument, das jeden Einwand bequem aus dem Wege rĂ€umt, aber niemandem nĂŒtzt.

Philosophische Texte lassen sich nicht mit ein paar Schlagworten erklĂ€ren, sondern bedĂŒrfen im Einzelfall genauen Studiums. Weder von Tolle noch von dir wird verlangt, sich dieser MĂŒhe zu unterziehen. Auch spirituelle Meister nehmen in den Neuauflagen ihrer BĂŒcher manchmal Änderungen vor, wenn Fachleute sie auf sachliche Fehler hinweisen.

In puncto Erleuchtung ist es nicht so, dass man eines Tages erwacht, und dann ist man plötzlich ein Erleuchteter auf Lebenszeit. Das erste große Erleuchtungserlebnis kann aber so intensiv sein, dass man gleich ein Buch darĂŒber schreibt und begeisterte SchĂŒler findet. Dann kommen unausweichliche Krisen, und vielleicht nach Jahren mit der nĂ€chsten Erleuchtung auch das nĂ€chste Buch. DarĂŒber gibt es ĂŒberaus eindrucksvolle Literatur. Esoterische und psychiatrische.

Nicht bei allen Meistern verlĂ€uft es mit den Erleuchtungen so. Es gibt deutliche individuelle Unterschiede. Jahrtausenderscheinungen wie Buddha und Jesus passen in ĂŒberhaupt kein Schema.

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Hallo Anuszka,

du hast diesen Thread eröffnet, weil du dich in einer Lebenskrise befindest. Mehrere User haben bereits geantwortet und unterhalten sich, wie in unserem Forum erlaubt, auch untereinander. Deine Aufforderung mit zwei Ausrufezeichen, wir möchten dich bitte korrigieren, wenn du falsch liegst, wird fĂŒr dich inzwischen nicht mehr aktuell sein. Wie du siehst, ist die Meinungsvielfalt in der Esoterik ebenso groß wie anderswo.

Was wir alle brauchen, sind nicht etwa nur hochgeistige Lehren, sondern auch die Erleuchtung fĂŒr unsere Alltagspflichten, in denen wir uns zu bewĂ€hren haben. Deshalb wurdest du auf die Spirituelle Artikelbase des Administrators hingewiesen, die einen Schwerpunkt auf praktische Lebenshilfe legt. Der Esoteriker Dieter Leuenberger sagt auf die Frage, womit die Esoteriker sich vordringlich beschĂ€ftigen sollten, so ĂŒberaus treffend: "Mit dem NĂ€chstliegenden."

Euch beide grĂŒĂŸt freundlich
Sullivan

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