Das Sein und das Ich

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Sullivan
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Das Sein und das Ich

Beitrag von Sullivan » 19.02.2017, 16:29

Hallo Ramalon,

im Thread "Die Christen und Juden vernichten alles Leben" kam man weit vom Thema ab. Auch wir beide haben dort BeitrÀge geschrieben, die nicht zum Thema gehören. Dort kamst du heute auch auf die Begriffe des Seins und des Ich, die in der Esoterik und Philosophie unterschiedlich aufgefasst werden. Esoterik und Philosophie sind zwar formal getrennte Gebiete, haben aber auch gemeinsame Themen.

Viel ausfĂŒhrlicher wurde im Thread "Der große spirituelle Irrtum: ..." ĂŒber das Sein und das Ich diskutiert. Dieser Thread ist aber eigentlich nur fĂŒr Ayleens spezielle Erleuchtungslehre vorgesehen. Deshalb habe ich hier einen neuen Thread aufgemacht. Ich möchte hier keinesfalls ĂŒber Philosophen referieren, die zur Sache geschrieben haben, sondern dir nur einige VerstĂ€ndnisfragen stellen. ZunĂ€chst aber dazu noch einige Vorbemerkungen.

In Ayleens Thread wurde ein Meister (Erwachter) zitiert, der sich auf den glitschigen Boden philosophischen Diskurses begab, den Weisheitslehrer lieber nur dann betreten sollten, wenn sie die betreffenden Philosophen nicht nur aus ein paar Sentenzen kennen, und daraus voreilige SchlĂŒsse ziehen. Die Zitate dieses Meisters lassen es zwar nicht unmöglich erscheinen, dass er auch fundierte philosophische Kenntnisse hat, es schien aber nicht so. Typisch war dort die Reaktion einer AnhĂ€ngerin des Meisters, als jemand widersprach: "Wenn du erleuchtet wĂ€rst wie dieser Meister, brĂ€uchten wir die ganze Diskussion nicht zu fĂŒhren." So wie in der Esoterik immer wieder von der bedingungslosen Liebe die Rede ist, erlebt man in der Esoszene auch immer wieder den gleichen Glauben an die Unfehlbarkeit eines Meisters, auch auf Gebieten außerhalb seiner Kompetenz.

Der Grundirrtum dieser AnhĂ€nger besteht darin, dass sie glauben, alle erleuchteten Meister mĂŒssten untereinander immer gleicher Meinung sein. Das Gegenteil wurde in Berlin schon mehrmals in öffentlichen Veranstaltungen demonstriert, als solche Meister auf dem Podium kontrovers diskutierten. Es waren nur solche Meister geladen, die Publikationen und eine AnhĂ€ngerschaft vorzuweisen hatten. Dabei ging es teilweise so chaotisch zu wie auf politischen Veranstaltungen. FĂŒr die AnhĂ€nger ist das dennoch kein Problem: "Mein Meister ist erleuchtet, die anderen sind es nicht."

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Nun zu meinen VerstĂ€ndnisfragen an dich. Ich kenne deine BeitrĂ€ge seit Jahren besonders gut, da ich mich im Forum nur deshalb angemeldet hatte, weil mich einiges bei dir besonders interessierte. Wir sind beide weder auf einen Meister noch auf eine Ideologie fixiert und haben deshalb - wie könnte es anders sein - sowohl gleiche als auch unterschiedliche Überzeugungen.

Mir ist nicht klar, wie du dir das Bewusstsein nach dem Tod vorstellst. Astralaustritte sind dir wohlbekannt. Sie sind, wie der amtierende Philosophieprofessor Thomas Metzinger schreibt, der sie schon in seiner Jugend ganz unbeabsichtigt erleben musste, zunĂ€chst "verstörende Erlebnisse", bis man sich an sie gewöhnt hat. Wie du weißt, verliert man dabei keineswegs sein Ichbewusstsein. Beim Tod verlĂ€sst dieses Bewusstsein ebenfalls den Körper mit dem Unterschied, dass eine RĂŒckkehr nicht mehr möglich ist. Nach materialistischer Auffassung kann es nach dem Tod ĂŒberhaupt kein Bewusstsein mehr geben, weil die Gehirnfunktionen erloschen sind. Wer sich aber schon außerhalb des Körpers erlebte, denkt darĂŒber anders.

Du bist von der Wiederverkörperung ĂŒberzeugt. In der nĂ€chsten Inkarnation bildet sich ein neues Bewusstsein, fast ausnahmslos ohne Erinnerung an frĂŒhere Leben. Wie stellst du dir nun das verĂ€nderte Bewusstsein zwischen den Inkarnationen vor? Wie lange erinnert sich die Person nach ihrem Tod an das abgelaufene Leben? - Ich beschrĂ€nke mich zunĂ€chst auf diese Frage. Die Jenseitsliteratur gibt keine einheitliche Antwort.

Es grĂŒĂŸt dich in alter Verbundenheit
Sullivan

ramalon
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Beitrag von ramalon » 19.02.2017, 18:58

Hallo Sullivan,

das was ich schreibe sind meine Erfahrungswerte. Nichts von Meistern etc.

Ich halte im Gegensatz zu Ayleen die Seele oder wie man das Ding auch bezeichnen will und das Ego fĂŒr zwei Einheiten.

Das eine Teil, die Seele ist mit allem Verbunden, das Ego ist eigentlich nur eine Steuereinheit.

Aus dem Astralen weiß ich, dass das Teil aus dem wir kommen und in dem wir einkehren schlichtweg neutral ist.
Alles was aus dem Ego kommt ist dort nicht vorhanden.
Auch die eigentliche Existenz ist dort nicht vorhanden. Man wird ein Teil von allem.
Die Erinnerungen liegen im universellen GedÀchtnis, aber eben alle Erinnerungen. Werte frei.
Heißt man kann zwar alles fĂŒhlen was gefĂŒhlt wurde, aber die Wertung macht das Ego.
Ängste aus solchen Begegnungen oder Verbindungen bekommen erst einen Wert, wenn sie ĂŒber das Ego laufen.

Wenn man jetzt Ego und die Verbindungen sauber hÀlt, also getrennt, so bekommt man eben nur reine Infos.

Wenn der Mensch stirbt, so kehrt er in diesen Ursprung zurĂŒck. Wird ein Teil von dem, von dem Sein.
Es ist das Teil mit dem Tropfen und dem Meer. Der Tropfen fÀllt ins Meer und verliert dadurch seine EigenstÀndigkeit. Er wird zu einem Teil des Meeres.
Alle Anhaftungen der EigenstÀndigkeit gehen damit verloren.
Wenn der Tropfen eine Ego hÀtte, damit eben das Ego. Es löst sich auf.

Mit der Inkarnation verhÀlt es sich wie mit dem Verdunsten. Das Wasser verdunstet, und bildet neue Tropfen.
Es bleibt aber nur solange wieder ein Individuum bis der Kreislauf von vorne beginnt.
Der Tropfen bleibt immer ein Teil des Ganzen.
Inkarnation ist, in was wir wieder reingeboren werden.
Aber nicht als Individuum sondern als ein Teil des Meeres.

Das Ganze mit dem Ich und dem Ego ist nur eine Illusion.
Das Ego alleine wÀre nicht ExistenzfÀhig.

Dann ĂŒberlege einmal wenn Du stirbst. Du liegt im Bett, hast eine weiße Decke an die du starrst.
Was bleibt Dir von Deinem Leben.
Im Endeffekt wirst du alles loslassen mĂŒssen.
Den Körper, das Haus, die Möbel usw. Alles Materielle und alles was du damit verbunden hast. Es löst sich auf. Teilweise schon, bevor du stirbst. Weil du weißt das du vieles Dinge nie wieder siehst, also loslassen musst.
Das einzige was dir bleibt ist das was Du ehrlich gefĂŒhlt hast.
Das war Wertefrei ist. Das verbindet sich mit dem universellen GedÀchtnis.
Der Rest ist fĂŒr die Tonne.
Alles Ego behaftete.

Gruß ramalon

ramalon
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Beitrag von ramalon » 19.02.2017, 19:07

Hallo Sullivan,

jetzt noch einmal zu dem Ego.
Versuche einmal zu ergrĂŒnden, was alles Egobehaftet ist.
Das was ich so gerne StörgefĂŒhle nenne.
Du wirst stauen was dabei raus kommt.

Das hat mit dem Sein nichts zu tun. Davon ist dort nichts mehr vorhanden.

Ich erschrecke mich manchmal selber, wenn ich dort bin. Das Sein hat eine magische Anziehungskraft und ab und an versuche ich durchzugehen.
Ich habe noch Verpflichtungen und Verantwortungen gegenĂŒber anderen.
Aber auch das kommt aus dem Ego ist hat keine GĂŒltigkeit mehr.

Im Endeffekt ist mir alles egal, wenn ich dort bin. Ich will nur noch da sein.
Es ist mein zuhause, mein Ursprung in dem ich mich auflöse.


Gruß ramalon

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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 19.02.2017, 19:35

Lieber Sullivan, deine Energie erinnert mich an Johann WolfgangÂŽs :oops: ,

obwohl dein Thread an Ramalon gerichtet ist, wĂŒrde ich gerne ein paar Worte dazu schreiben.
Sullivan hat geschrieben: Der Grundirrtum dieser AnhĂ€nger besteht darin, dass sie glauben, alle erleuchteten Meister mĂŒssten untereinander immer gleicher Meinung sein.
Es handelt sich wirklich um einen Grundirrtum, denn sie sind bei weitem nicht alle gleich weit entwickelt.
Sullivan hat geschrieben: "Mein Meister ist erleuchtet, die anderen sind es nicht."
Das liegt an der Verschiedenheit der Charaktere, ihrer spirituellen Reife, denn jeder trifft genau den Lehrer, der ihm zu diesem Zeitpunkt am meisten geben kann um sich weiter zu entwickeln.
Sullivan hat geschrieben: Nach materialistischer Auffassung kann es nach dem Tod ĂŒberhaupt kein Bewusstsein mehr geben, weil die Gehirnfunktionen erloschen sind. Wer sich aber schon außerhalb des Körpers erlebte, denkt darĂŒber anders.
Auch Dr. Christian Hellweg ist von dem Quantenzustand des Geistes ĂŒberzeugt. Der Wissenschaftler hat sich nach dem Abschluss seines Physik- und Medizinstudiums am Max-Planck-Institut fĂŒr biophysikalische Chemie in Göttingen jahrelang mit der wissenschaftlichen Erforschung der Hirnfunktionen beschĂ€ftigt. Seine These bringt er wie folgt auf den Punkt:
“Unsere Gedanken, unser Wille, Bewusstsein und Empfindungen weisen Eigenschaften auf, die als Merkmale des Geistigen bezeichnet werden können. Geistiges lĂ€sst keine direkte Wechselwirkung mit den bekannten naturwissenschaftlichen GrundkrĂ€ften – wie Gravitation, elektromagnetischen KrĂ€ften etc. – erkennen. Auf der anderen Seite aber entsprechen diese Eigenschaften des Geistigen haargenau denjenigen Charakteristika, die die Ă€ußerst rĂ€tselhaften und wunderlichen Erscheinungen der Quantenwelt auszeichnen.”

Sullivan hat geschrieben:Wie lange erinnert sich die Person nach ihrem Tod an das abgelaufene Leben? -
Das ist sehr verschieden, wahrscheinlich nur bis zu seiner nÀchsten Inkarnation, falls er wieder verkörpert.

Mona
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Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 19.02.2017, 19:39

Hi Ramalon,

das Bild mit dem Tropfen und dem Meer finde ich besonders schön :-)
Ich stelle mir das so vor: Wenn das Meer das Sein oder auch das grenzenlose Bewusstsein ist, dann ist der Tropfen das Ego. Aber eigentlich existiert der Tropfen in Wirklichkeit nicht. Er ist eins mit dem Meer, er IST sozusagen das Meer, aber er sieht sich als Tropfen und weil er sich als Tropfen sieht ist er blind, weil er nicht erkennen kann, dass er in Wirklichkeit das Meer ist. Und wenn man stirbt löst sich diese Illusion auf und man ist das, was man schon immer war, nur nicht gesehen hat. Wenn jetzt unser eingebildetes Ich samt dem Körper den Tropfen darstellt, der schon immer Teil des Meeres, des grenzenlosen Bewusstseins ist, so könnte es doch auch sein, dass nicht die Seele den Körper verlÀsst, sondern der Körper die Seele verlÀsst. Also wenn wir in Wirklichkeit schon immer dieses Sein - das Meer - sind, dann können wir doch eigentlich in Wirklichkeit niemals geboren werden und niemals sterben. Wie könnte das Meer sterben? Und wie könnte das Meer den Tropfen verlassen?
Der Tropfen muss doch einfach nur begreifen, dass er in Wirklichkeit schon immer das Meer ist, dass diese Grenze nie existiert hat.
Dass selbst Geburt und Tod auf einer gewissen Ebene eine Illusion sind. Das Meer wurde nie geboren und wird nie sterben. Es ist. Aber es ist nicht in uns. Wir sind in ihm. Das Meer ist nicht im Tropfen. Der Tropfen ist im Meer.

Liebe GrĂŒĂŸe
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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 19.02.2017, 20:08

Hallo Ramalon,
ramalon hat geschrieben: Das eine Teil, die Seele ist mit allem Verbunden,
Das empfinde ich genau so, und doch ist sie individuell mit deiner Entwicklung verbunden.
ramalon hat geschrieben:Aus dem Astralen weiß ich, dass das Teil aus dem wir kommen und in dem wir einkehren schlichtweg neutral ist.
ramalon hat geschrieben:Alles was aus dem Ego kommt ist dort nicht vorhanden.

Genau, das letzte Hemd hat keine Taschen.
ramalon hat geschrieben:Auch die eigentliche Existenz ist dort nicht vorhanden. Man wird ein Teil von allem.
Das erlebe ich anders, habe andere Erfahrungen.
ramalon hat geschrieben:Heißt man kann zwar alles fĂŒhlen was gefĂŒhlt wurde, aber die Wertung macht das Ego.
Was hier auf der Erde einer Beurteilung unterliegt, hat dort keine Bedeutung. Doch gibt es eine Unterscheidung, allerdings ohne von Emotionen getragen zu sein.
ramalon hat geschrieben:Es ist das Teil mit dem Tropfen und dem Meer. Der Tropfen fÀllt ins Meer und verliert dadurch seine EigenstÀndigkeit. Er wird zu einem Teil des Meeres.
Der Satz erinnert mich an einen Film mit Sophia Loren und Gary Grant, der damals einen Witwer spielte, der seinem Sohn das Leben nach dem Tod erklÀrte.
Und doch steht uns alles frei.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 19.02.2017, 21:13

Hallo Ramalon,

meine Frage ging dahin, wie lange sich die Person an ihr abgelaufenes Leben erinnert. HĂ€ltst du es fĂŒr möglich, dass Verstorbene noch Jahre nach ihrem Tod mit ihren Verwandten ĂŒber Medien lange GesprĂ€che fĂŒhren können, wie es die internationale Jenseitsliteratur seit jeher behauptet ? Von vornherein ist klar, dass es sich dabei außerordentlich oft um Schwindel handelt. HĂ€ltst du aber auch echte FĂ€lle dieser Art fĂŒr möglich ?

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Liebe Mona,

deinen sĂ€mtlichen AusfĂŒhrungen stimme ich unbedingt zu. Man sollte die Menschheit nicht in erleuchtet und unerleuchtet aufteilen, sondern differenzieren. Die spirituelle Entwicklung kann bis zum Lebensende Überraschungen bringen. Bei Dr.jur. Alfred Strauß, dessen Buch ich dir letztes Jahr zuschickte, nahm sie noch in seinen letzten Lebensjahren eine dramatische Wende, wie ich seinem Nachlass entnehmen konnte. Dein Zitat von Hellweg ist besonders bedenkenswert.

Ich grĂŒĂŸe euch beide und Schneeflocke herzlich !
Sullivan

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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 19.02.2017, 22:17

Lieber Sullivan,

du fragtest zwar Ramalon, aber so viel ich bereits von Ramalon gelesen habe, beschÀftigt er sich nicht mit Jenseitskontakten.
Meiner Meinung nach gibt es zu wenig Medien, die zuverlĂ€ssig genug sind um lange GesprĂ€che mit Heimgegangenen zu fĂŒhren. Der Faden reißt zu schnell ab. Es sind eher kĂŒrzere Kontakte zu Verstorbenen, die sich im Geist des Mediums manifestieren und die Aussagen dann auch glaubhaft sind.
Lange Litaneien von Seiten diversen Mediens sind meist allgemein gehalten und auf viele zugeschnitten. Sobald Geld und Bezahlung im Spiel ist, sind die Aussagen fĂŒr mich schon eher fragwĂŒrdig.

FĂŒr mich kommt es darauf an, welche Energien ich wahrnehme. Genau so wie ich die Energie von Ramalon oder dir wahrnehme, wenn ihr im Forum schreibt, nehme ich auch die Energien von Verstorbenen wahr, wenn sie in meinem Focus sind. Bei Verstorbenen geht es aber auch oft nur um Bilder, es ist verschieden.

Das wahrnehmen von Energien ist bei Lebenden wie eine Art von Skala, mehr wie Menschenkenntnis, eine Tonleiter, die angibt wie sie sind und wo sie stehen. Ist nicht leicht zu erklÀren.

Mona
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Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 19.02.2017, 23:33

Lieber Sullivan,

ich musste schmunzeln, als ich Deinen Text gelesen habe ;).
Allerdings muss ich Dich etwas korrigieren: ich habe nicht gesagt, dass Du erleuchtet wie dieser Meister sein solltest, um ihn nachvollziehen zu können, sondern dass dafĂŒr auch schon ein kurzer Einblick ins Sein ausreichen wĂŒrde.
Spannend finde ich auch das Gedankenspiel, wie sich wohl Buddha und Jesus miteinander verstanden hÀtten. ;)
Eins ist gewiss: Tolle sagt, dass man sich mit einem Erleuchteten nicht streiten kann. Das finde ich einleuchtend. Wo kein Ego ist, da ist auch kein Widerstand.

Ich grĂŒĂŸe Dich ebenfalls herzlich!

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 20.02.2017, 00:13

Liebe Schneeflocke,

du bist nicht die Doktorin Allwissend, weshalb es dir verborgen bleiben muss, wie weit jemand das Sein erfahren konnte. Auch fĂŒr Tolle gilt das Gleiche wie fĂŒr alle Menschenkinder: "O Unvollkommenheit, dein Name ist Mensch !",

weiß Sullivan
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Schneeflocke
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Beitrag von Schneeflocke » 20.02.2017, 00:32

Lieber Sullivan,

ĂŒbrigens: Tolles Buch ist in Indien ein Bestseller und in Hindi ĂŒbersetzt.
Aber ich mag das Wort AnhĂ€ngerin nicht. Ich wĂŒrde eher sagen, dass mich seine Worte tief berĂŒhren.
Als ich vor Jahren sein Buch zum ersten Mal las, ging es mir nicht so. Das hat sich erst im Lauf der "Zeit" verÀndert.
Ja - der Mensch ist ein Paradox. Unvollkommen und vollkommen zugleich. :smile08:

Liebe GrĂŒĂŸe

ramalon
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Beitrag von ramalon » 20.02.2017, 07:37

Hallo Sullivan

Nach meinen Erfahrungen ist keine Kommunikation mehr möglich.
Dazu braucht es ein Ego, eine Persönlichkeit. Mit dem Tot hört diese Seite der Existenz auf.

Es bestehen Verbindungen zum universellen GedÀchtnis, nur man kann es nicht als GesprÀch bezeichnen.
Man bekommt Infos wie im Google oder Wiki.
Dort liegen die Emotionen und die damit verbundenen Bilder oder AblÀufe.
Man könnte es, fĂŒr eine Kommunikation halten, wenn man daran glauben möchte.

GesprĂ€che ĂŒber Jahre mit Verstorbenen wĂŒrde ich eher fĂŒr ein Wunschdenken halten.
Das sind die Menschen, die nicht loslassen können.
Eine Egokiste. Wie du weißt liefert das Ego alles was man sucht.
Eben auch GesprÀche mit dem Jenseits.

Aber solange es den Menschen hilft und keiner kommt dabei zu Schaden, sollen sie daran glauben.
Was spricht dagegen.
Wie viele Menschen leben in einer selbstgestrickten Illusion?

Gruß ramalon

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