Bardo

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HerrSein
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Bardo

Beitrag von HerrSein » 10.12.2015, 14:16

Meine Einstiegsfrage ist, ob mit Bestimmheit zu sagen ist, dass es nach dem Tod dieses gruselige "Bardo" gibt?!

Habe gestern per Zufall ein Video ĂŒber das "Tibetanische Totenbuch" gesehen und da wurde von den eigenen geistigen Projektionen erzĂ€hlt, die so real sind, dass sie quasi zur "Hölle" werden können.

Ich frage mich eben auch warum dem erst im Jenseits so sein soll und warum wir dieses Bardo nicht schon jetzt erleben, z.B. im Traum ... in dem wir doch unter anderem auch unsere Gedankenwelten in Erlebniswelten projezieren. Es gibt zwar AlptrÀume, aber aus denen können wir immer wieder durch aufwachen entfliehen. Geht das nicht auch im Jenseits?

Dieser Gedanke an dieses Bardo macht mich irgendwie nicht so glĂŒcklich :shock: :D


PS: Hab hier nach "Bardo" gesucht, aber da kommt nix (also, falls es doch schon mal vorkam)
GrĂŒĂŸle vom Herrn Sein

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 10.12.2015, 15:59

Hallo HerrSein,

in der westlichen Esoterik nennt sich das "der HĂŒter der Schwelle". DarĂŒber kannst du im Internet besonders ausfĂŒhrlich beim Anthroposophen Rudolf Steiner nachlesen. Dort ist es nicht gar so erschröcklich.

Ich bin kein Anthroposoph, kann dir aber mitteilen, dass die Anthroposophie (siehe Wikipedia) innerhalb der Esoterik einen geradezu elitĂ€ren Platz einnimmt. Unser frĂŒherer Bundesminister Otto Schily kommt aus anthroposophischem Hause und hat erst vor ein paar Tagen im Fernsehen wieder einmal nebenbei ein paar lobende Worte ĂŒber die vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten der Anthroposophie geĂ€ußert. Diese haben sogar vor Jahrzehnten die Schweizer Bahn veranlasst, einen Intercity "Rudolf Steiner" auf ihre Gleise zu stellen.

LG Sullivan

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 10.12.2015, 18:50

Hallo,
HerrSein hat geschrieben:den eigenen geistigen Projektionen erzÀhlt, die so real sind, dass sie quasi zur "Hölle" werden können.
...
warum wir dieses Bardo nicht schon jetzt erleben
Wir erleben das auch wÀhrend diesem Leben:
Alles was uns begegnet haben wir selbst erschaffen (=sind unsere Projektionen).
Wir können ja so wie so gar nichts anderes wahrnehmen, als unsere Projektionen.
Darum kann es auch gar nicht anders sein.

Der Unterschied besteht vielmehr darin, dass im Jenseits unsere Projektionen, also unsere Gedanken 7 mal schneller Wirklichkeit werden als zu Lebzeiten. Darum wird das fĂŒr jemand mit viel negativen Gedanken natĂŒrlich schnell zur Hölle.

Diese Zahl 7 stammt dabei, so viel ich weiß in der Tat von Rudolf Steiner. Sie ist aber eigentlich gar nicht im zeitlichen Sinne zu verstehen (weil es im Jenseits diese Zeitdimension gar nicht so gibt), sondern die 7 bezieht sich darauf, dass die gesamte materielle "Chakraoktave" wegfĂ€llt. Darum wird 7 mal weniger Energie benötigt zur "Manifestierung" = 7 x schneller..



lg von Andreas
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HerrSein
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Beitrag von HerrSein » 11.12.2015, 09:04

@ Sullivan ... Danke fĂŒr den Tip! ... das war sehr aufschlussreich und jetzt sieht die Sache schon etwas anders aus. :cool: Hab allerdings nur ein relativ kurzes Video ĂŒber den "HĂŒter der Schwelle" angesehen, dieses ganze Drama (PDF) war mir dann doch zu lang ... und auch etwas unverstĂ€ndlich in der Ausdrucksweise.

Hab heute Nacht sogar von getrĂ€umt und im RĂŒckblick ist mir recht deutlich geworden, dass es dabei vorallem um das Bleiben in der PrĂ€senz geht geht, so wie auch hier zu Lebzeiten und darum, diese inneren DĂ€monen als Reflexionen des Unterbewussten zu erkennen und einfach "nur" (also das schwierigste eigentlich :ee: ) anzuschauen. NatĂŒrlich wird dann bezĂŒglich der IntensitĂ€t schon noch ein ziemlicher Unterschied sein, weil diese Flucht ins sinnliche Erleben nicht mehr möglich ist.
GrĂŒĂŸle vom Herrn Sein

HerrSein
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Beitrag von HerrSein » 11.12.2015, 09:34

Hi @Andreas ... danke auch fĂŒr deine Antwort ... nur ist mir wirklich nicht bewusst, dass ich mir alles selber erschaffen habe, dem ich begegne. Dass ich es in meiner Art und Weise interpretiere allerdings schon. Wenn du dazu vielleicht noch was sagen könntest?

Das mit der Zahl 7 ist mir auch bekannt, nur habe ich das bisher auf unsere feinstofflichen Körper bezogen, aber da sagt jeder was anders, was die Anzahl betrifft. Einleuchtender erscheinnt mir daher das Wegfallen deiner genannten 7 Chakren. Allerdings dachte ich bisher, dass die feinstofflich sind, also nicht grobstofflich, wie die Materie? Auf jeden Fall klingt es trotzdem einleuchtend, dass dieser Umsetzungsfaktor fĂŒr die Manifestierung unserer Gedanken und GefĂŒhle durch unser Körpersystem zeitlich und energetisch beeinflusst wird ... sofern ich das jetzt richtig verstanden habe.
GrĂŒĂŸle vom Herrn Sein

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DieTrixie
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Beitrag von DieTrixie » 13.12.2015, 09:46

Andreas hat geschrieben:Hallo,
HerrSein hat geschrieben:den eigenen geistigen Projektionen erzÀhlt, die so real sind, dass sie quasi zur "Hölle" werden können.
...
warum wir dieses Bardo nicht schon jetzt erleben
Wir erleben das auch wÀhrend diesem Leben:
Alles was uns begegnet haben wir selbst erschaffen (=sind unsere Projektionen).
Wir können ja so wie so gar nichts anderes wahrnehmen, als unsere Projektionen.
Darum kann es auch gar nicht anders sein.

Der Unterschied besteht vielmehr darin, dass im Jenseits unsere Projektionen, also unsere Gedanken 7 mal schneller Wirklichkeit werden als zu Lebzeiten. Darum wird das fĂŒr jemand mit viel negativen Gedanken natĂŒrlich schnell zur Hölle.

Diese Zahl 7 stammt dabei, so viel ich weiß in der Tat von Rudolf Steiner. Sie ist aber eigentlich gar nicht im zeitlichen Sinne zu verstehen (weil es im Jenseits diese Zeitdimension gar nicht so gibt), sondern die 7 bezieht sich darauf, dass die gesamte materielle "Chakraoktave" wegfĂ€llt. Darum wird 7 mal weniger Energie benötigt zur "Manifestierung" = 7 x schneller..



lg von Andreas
"Na toll", dann sterbe ich lieber nicht. Wenn ich mir vorstelle, dass im Jenseits meine negativen Dinge, die mir anlasten noch schlimmer werden, obwohl sie schon jetzt meist unertrĂ€glich sind, dann weiß ich nicht, wie das werden soll. Womöglich verschmore ich dann umgehend....
Gruß
DieTrixie

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Beitrag von DieTrixie » 13.12.2015, 09:49

Das mit der Projektion verstehe ich auch nicht wirklich, jedenfalls nicht in dem absoluten Ausmaß, dass es IMMER so ein soll.
Was ist mit den schlimmen Dingen, die einem ohne eigenes Zutun angetan wurden und man sie nicht mehr loswird?
Wo hat man da selbst die Sache vermasselt? WÀre schön das zu wissen, um aus solchen Dingen wieder herauskommen zu können.
Gruß
DieTrixie

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Beitrag von Andreas » 13.12.2015, 13:40

Hallo,
..feinstofflich sind, also nicht grobstofflich, wie die Materie?
ja, aber auf der Materie existiert auch eine solche Oktave. das ist tdie Ebene, wo die Farben sind, die wir sehen.
Das mit der Projektion verstehe ich auch nicht wirklich, jedenfalls nicht in dem absoluten Ausmaß, dass es IMMER so ein soll.
Der Mensch ist aufgrund der Beschaffenheit seines Geistes nicht in der Lage etwas anderes wahrzunehmen, als seine Projektionen:
Wann immer du eine Wahrnehmung hast, vergleicht dein Bewusstsein diese Wahrnehmung immer sofort mit deinen Erfahrungen - und das Resultat des Vergleiches ist dann IMMER eine Projektion. Denn sie orientiert sich an deinen vergangenen Erfahrungen.

Was ist mit den schlimmen Dingen, die einem ohne eigenes Zutun angetan wurden und man sie nicht mehr loswird?
Wo hat man da selbst die Sache vermasselt? WÀre schön das zu wissen, um aus solchen Dingen wieder herauskommen zu können.
Dem Mensch ist zwar nur etwa 1 Promille seiner Gedanken bewusst, das ist natĂŒrlich zu wenig um alles begreifen zu können, wie man es erschaffen hat. Aber durch Meditation kannst du dieses eine Promille deutlich erhöhen, dann kannst du auch mehr erkennen.


"Na toll", dann sterbe ich lieber nicht. Wenn ich mir vorstelle, dass im Jenseits meine negativen Dinge, die mir anlasten noch schlimmer werden, obwohl sie schon jetzt meist unertrĂ€glich sind, dann weiß ich nicht, wie das werden soll. Womöglich verschmore ich dann umgehend....
das tust du doch auch jetzt schon. Die meisten fĂŒhlen sich auch im Jenseits in ihrer "Hölle" recht wohl (wohlig warm) und zwar, weil sie sich so sehr daran gewöhnt haben.
Dieser Gewöhnungseffekt ist ja auch das grĂ¶ĂŸte Hindernis um auszubrechen.
Selbst wenn die GefĂ€ngnistĂŒr offen steht, bleibt man lieber drin, weil da kennt man ja alles. es ist einem vertraut, usw.


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Beitrag von Sullivan » 13.12.2015, 16:12

Was der Administrator im letzten Beitrag schreibt, fĂŒhrt mitten in das hinein, was keine Theologie und Philosophie zu bieten hat, nĂ€mlich in esoterisches Erfahrungswissen. Wer den Text seines Links "Hölle" sorgfĂ€ltig liest, erhĂ€lt als Außenstehender ein ĂŒberraschend neues Menschenbild. Seine Darstellungen sind ganz unabhĂ€ngig von Rudolf Steiner geschrieben, der in seinem Buch "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten ?" auf dieses Thema im Kapitel "Der HĂŒter der Schwelle" kommt.

Dr.med. Friedrich Schwab (1878 - 1946) schreibt in seinem Buch "Geburt und Tod als Durchgangspforten des inwendigen Menschen" auf Seite 163: "Vor diesem HĂŒter, an dem die Sterbenden mit Grauen vorbei mĂŒssen, steht nun der GeistesschĂŒler schon bei Lebzeiten auf der Höhe seines Lebens. Der HĂŒter weicht, und es eröffnet sich der Blick in die geistigen ZusammenhĂ€nge aller Dinge." Unter "GeistesschĂŒler" versteht Schwab Menschen, die einen Erkenntnisweg im Sinne der Esoterik gehen.

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Beitrag von HerrSein » 15.12.2015, 15:03

@DieTrixie ... ich hatte auch mal angenommen, dass uns nach dem Tod die "negativen Dinge angelastet werden", aber wieso sollten sie uns erst nach dem Leben angelastet werden und nicht jetzt schon? ... und wer auch sollte sie uns anlasten, als wir selber? Das mit dieser "Hölle" ist nur Angstmacherei dieses Klerus und genau darum geht es ... es geht darum die Ursache dieser Ängste mal anzuschauen und auch seinem eigenen Inneren wieder zu vertrauen. Das wurde uns in den Jahrhunderten ausgetrieben, damit wir nur noch aus der Angst heraus agieren und uns damit selbst zu Sklaven dieser Obrigkeiten machen. Jeder macht Fehler, das ist normal ... aber wenn jemand negativ denkt, dann ist das kein Fehler, sondern das Resultat fehlenden Selbst- und Urvertrauens. Ich kenne das von mir auch und kenne aber auch die andere Seite und wenn ich auf der anderen Seite bin, dann sind alle Ängste und negativen Gedanken verschwunden, so als wĂ€ren sie nie dagewesen. Wie kann man also fĂŒr seine negativen Gedanken in einem spĂ€teren Jenseits "schmoren"? Es wird eher genau das Gegenteil sein ... wahrscheinlich wird "wer auch immer" vollstes VerstĂ€ndnis fĂŒr all das Negative in unserem Leben zeigen und uns wĂŒnschen, dass wir uns davon noch befreien können. Und wir selbst werden dann ebenfalls den Wunsch dazu verspĂŒren und es in einem neuen Lebens-Anlauf versuchen es diesmal anders zu machen.

Mich hatte halt gewundert, dass diese Beschreibungen der "Hölle" auch in diesem "Tibetanischen Totenbuch" stehen, aber sie stehen dort in einem ganz anderem Zusammenhang, wie ich ja nun erfahren habe. Und ich denke mittlerweile auch, dass wir nach dem Tod nicht mehr zu befĂŒrchten haben, als wir es jetzt schon erleben.
GrĂŒĂŸle vom Herrn Sein

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Beitrag von HerrSein » 15.12.2015, 15:04

Hallo @Andreas ... dann fÀllt also diese farbige materielle "Chakraoktave" als grobstoffliche Entsprechung zu den feinstofflichen Chakren weg ... so verstehe ich das dann. Vielleicht haben wir dann sogar noch nicht mal Chakren, da sie nur im irdischen Leben notwendig sind, na wir werden es ja dann merken ;)
GrĂŒĂŸle vom Herrn Sein

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