Schluß mit Schule! Das Menschrecht, sich frei zu bilden

Franz Josef Neffe
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Schluß mit Schule! Das Menschrecht, sich frei zu bilden

Beitrag von Franz Josef Neffe » 12.01.2007, 13:42

In der Schule wendet der Lehrer die gelernte PĂ€dagogik auf die Kinder an. Das klappt - ganz besonders im Problemfall - nicht. Jahr fĂŒr Jahr und Jahrzehnt fĂŒr Jahrzehnt versuchen Generationen von Lehrern, es immer besser zu machen und es wird immer schlechter? Da wird es doch interessant, einmal der Frage nachzugehen, ob nicht DIE SCHULE AN SICH DAS PROBLEM ist.
Der Philosoph Bertrand Stern ist seit 30 Jahren an dieser Frage dran und vor kurzem ist im tologo-Verlag sein Buch "Schluß mit Schule! Das Menschenrecht, sich frei zu bilden", 224 S., 16,90 €, erschienen.
Es ist ja keineswegs ĂŒberall so wie in Deutschland, wo man von der Vorstellung nicht loskommt, LERNEN könne man nur in der und durch die Schule. In anderen europĂ€ischen LĂ€ndern gibt es nicht die Schulpflicht sondern "nur" die Bildungspflicht. Da darf man tatsĂ€chlich "im Leben" gescheiter werden. In Deutschland bringt einen im Zweifelsfall die Polizei in die Schule, weil man sich da ein Lernen ohne diesen Hintergrund nicht vorstellen will. Was lernt man dabei eigentlich?
Gehen wir in der Schule mit Menschen nicht in vieler Hinsicht noch um wie zu Zeiten von Frondienst und Leibeigenschaft? VertrĂ€gt sich das mit den Menschenrechten und werden die fĂŒr Kinder ausgeklammert? B.Stern deckt vieles auf, was wir gewöhnlich ĂŒbersehen, und zeigt das HintergrĂŒndige, was uns auf der Suche nach Sinn helfen kann.
Franz Josef Neffe

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Phygranimus
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Beitrag von Phygranimus » 13.01.2007, 10:41

Hallo Franz Josef,

die Lobby des Schulsytems ist leider noch zu krÀftig;
die Lehrer lassen sich nichts sagen, reagieren agressiv,
auch gegen die SchĂŒler.
Wenn sie nicht weiterwissen, ist die Drohung mit Schulverweis sehr beliebt.
Man muß irgendwie die Wurzeln des Übels ausreißen.
Es ist ja nicht nur die Schulkultur in den Gesellschaften falsch !
Viele Kinder sind unzufrieden mit der Lernkultur;
das interessiert den Lehrkörper ĂŒberhaupt nicht,
bis auf ein paar "Exoten" unter den Lehrern, aber das ist einer von Tausend.
Wohlwollende Bereitschaft zur VerÀnderung ( meistens auch nur temporÀr ) wird oft nur vorgetÀuscht,
im Schulalltag setzt sich der Trott der Unvollkommenheit dann doch immer durch.
Wo können wir ĂŒberzeugen, wenn doch in der Politik die menschliche Dummheit als Essenz und Machtfaktor,
weiterhin als Heiligtum verwaltet wird.
Eigentlich brauchen wir dringendst die Hilfe aus den höheren Dimensionen,
aber außer Channeln kommt da noch nicht viel ĂŒber.

Aber ich bedanke mich, daß das Thema wieder aufgegriffen wurde,
weil es zu den primÀren Schwierigkeiten unserer Welt zÀhlt.

Herzliche GrĂŒĂŸe von Klaus
Erst, wenn alle Wesen im Kosmos das Zusammenspiel von Kunst und Liebe begriffen
haben, hat der Kreisel der Existenz eine Umdrehung vollzogen und definiert damit
das Wirken Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit !

mercuria

Schule

Beitrag von mercuria » 16.01.2007, 11:10

Tja Schule ist in unseren Breiten doch in erster Linie der Ort, wo man Kinder zu Marionetten erzieht. Zum einen ist es völlig unmöglich fĂŒr das Individuum das zu leben was es ist, zum andern sind die Inhalte des Unterrichts fĂŒr mich völlig abstrus.
Wie wir aus der Astrologie ganz klar ableiten können, hat jeder Mensch bestimmte Anlagen, Interessen und FĂ€higkeiten. Jeder Versuch einen Menschen dazu zu zwingen das zu sein, was er nicht ist, muß in Konfilkten, Aggression oder Krankheit enden.
Der Lehrstoff ist zum großen Teil sinnlos. NatĂŒrlich sollte jeder Mensch schreiben und rechnen lernen, in dem fĂŒr ihn geeigneten Formen und außerdem das was ihn interessiert.
Höhere Mathematik, Physik, Chemie, eine völlig verblödete einseitige, verfĂ€lschte Geschichte u.v.m. können die wenigsten jemals sinnvoll verwenden. Wissenschaften, die ich grundsĂ€tzlich in Frage stelle, weil sie den Urgrund des Seines doch noch nicht mal im Ansatz begriffen haben, richten mit ihrem linearen Denken und ihrer MachtmentalitĂ€t mehr schaden an, als sie gutes tun. Kein Mensch lernt in der Schule, wie er seine Probleme löst, wie er sie definiert, wie er das beste aus seinem Leben macht, weil dies politisch ja auch gar nicht erwĂŒnscht ist. Die Politik braucht unselbstĂ€ndige angepaßte MitlĂ€ufer, die nicht auf die Idee kommen das herrschende System in Frage zu stellen. Die Ideologie von Geld, Macht, Dominanz und Ausbeutung soll als GehirnwĂ€sche durch Schule verabreicht werden. All dies ist mit dem richtigen Leben unvereinbar und kann sich deshalb nur destruktiv auswirken.

Denn wo kĂ€men wir denn hin, wenn da jeder sich selbst leben wĂŒrde in Einklang mit dem Leben?

Antwort: Wir hĂ€tten eine glĂŒckliche zufriedene Welt.

Liebe GrĂŒĂŸe

mercuria
(Karin)

Franz Josef Neffe
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Stell Dir vor, es ist Dummheit und keiner geht hin!

Beitrag von Franz Josef Neffe » 16.01.2007, 12:20

Von einer Kraft der Lobby des Schulsystems kann ich nichts bemerken; ihre "Kraft" besteht im Wesentlichen in dem Einfluss, den man ihr unbesehen zuschreibt.
Dass sich die Lehrer nichts sagen lassen, kann ich auch ĂŒberhaupt nicht bestĂ€tigen. Wir machen nur den Fehler, uns ausschließlich an ihr beschrĂ€nktes, eitles und reglementiertes BEWUSSTSEIN zu wenden und das im Misserfolgsfall auch noch zu forcieren. Ja, das funktioniert auch in der Gegenrichtung nicht. Aber wenn ich das UNBEWUSSTE des Lehrers anspreche, versteht mich jeder ganz ausgezeichnet. Unser Problem ist nur, dass keiner lernt, mit dem Unbewussten zu sprechen.
Drohung und Schulverweis etc. sind nur vordergrĂŒndig ein Zeichen der Macht, realiter sind sie Zeichen der OHNMACHT.
Brauchen wir denn den "Lehrkörper", um zu lernen? Jeder kann das doch alleine viel, viel besser. MĂŒssen also fortwĂ€hrend alle ihre gesamte Energie darin binden, gegen einen dummen Lehrkörper zu sein?
MĂŒssen wir alle in allem immer mitmachen, indem wir unsere KrĂ€fte gegen Dummheit verplempern? WĂ€re es nicht schon ein ganz passabler Anfang, wenn jeder Betroffene schon einmal die Klugkeit auf seiner Seite FÜR SICH etwas vermehrte?
Ist es nicht etwas merkwĂŒrdig, wenn die INDIVIDUEN - das bedeutet: die UNTEILBAREN - sich selber dauernd fĂŒr alles zerreißen?
In unserer Schule lernt man wirklich ganz ausgezeichnet, seine Probleme NICHT zu lösen. Gerade der hoch neurotischen Perfektion, mit der man dort alles Verkehrte immer noch richtiger macht, hat mir z.B. die neue Ich-kann-Schule entdeckt: die Schule, die jeder Mensch IN SICH zur völlig freien VerfĂŒgung fĂŒr alles, was man lernen kann, hat. WĂ€re die Dummheit heute praktizierter PĂ€dagogik nur halb so groß, ich hĂ€tte die HĂ€lfte all der realsatirischen Entdeckungen, ĂŒber die man so herzhaft lachen kann, noch gar nicht gemacht! Im Grunde ist doch keiner gezwungen, Dummheit mitzumachen oder sich gegen sie zu verausgaben; man kann ja auch fĂŒr sich was NĂŒtzliches daraus ziehen und sie sich selbst ĂŒberlassen. Stell Dir vor, es ist Dummheit und keiner geht hin!
Ich grĂŒĂŸe herzlich.
Franz Josef Neffe

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Phygranimus
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Beitrag von Phygranimus » 16.01.2007, 17:35

Naja, ich schĂ€tze jeder hat von seinem Blickwinkel in Anteilen recht und mit den Belangen, was fĂŒr
Menschen einem begegnen, welche auch Meinungen erzeugen, verschiedenes Gedankengut.
Nur haben wir auch eine Staatsgewalt, die die Dummheit schĂŒtzt, so einfach
ist das alles nicht zu bereinigen.
Es mĂŒssen sich schon reichlich Individuen zusammen schließen, um das
Unbewußte anzusprechen und gegen Ohnmacht und Dummheit zu sprechen oder diese ganz liegen zu lassen.

Aus der Perspektive, die mir diese Kultur bietet, sind da noch viele Hindernisse.

Aber es sind ja schon Menschen auf dem Sprung gegen die ersten HĂŒrden,
wie Karin (mercuria) u.a.

Liebe GrĂŒĂŸe von Klaus
Erst, wenn alle Wesen im Kosmos das Zusammenspiel von Kunst und Liebe begriffen
haben, hat der Kreisel der Existenz eine Umdrehung vollzogen und definiert damit
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Lichtarbeiter!
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Beitrag von Lichtarbeiter! » 18.01.2007, 21:47

Hallo an alle,

ich hörte von einer Insel die sich "ananda island" nennt. da wird ein schulsystem verwendet das dem "schĂŒler" dann die dinge lehrt wenn er dafĂŒr am empfĂ€nglichsten ist.

wie ich finde ist es so besser zu lernen! da man in keinen zwang hineingesteckt wird.

lg Tommy

sturmwind
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Beitrag von sturmwind » 15.03.2009, 16:57

Kraft der Lobby des Schulsystems
Doch die gibt es! Es ist schon erstaunlich, dass hier so wenig SensibilitĂ€t bei den Eltern herrscht. es sind ganz merkwĂŒrdige Machtstrukturen. Diese wirken sich aus auf die Lehrerausbildung, die Konzepte der SchulfĂŒhrung, pĂ€dagogische Studien und vor allem den BĂŒrokratismus.
Leute, es gibt einige fĂ€hige Leute in den SchulĂ€mtern und sonstigen mit Bildung beschĂ€ftigten Gremien, Verwaltungen, Kommissionen....lasst uns diese unterstĂŒtzen, die kĂ€mpfen oft allein auf weiter Flur, dass sich was tut in unseren LĂ€ndern. :roll:

Liebe GrĂŒĂŸe
Man erkennt den Irrtum daran, das alle Welt ihn teilt.
Giraudoux

: iloveyou :

Liliane02
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Beitrag von Liliane02 » 15.03.2009, 19:58

Oh - doch die Lobby des Schulsystems gibt es ... und wehe ein Lehrer wagt es aus der Norm auszubrechen und den Kindern die (ĂŒbrigens streng vorgegebenen) Inhalte auf etwas andere Art und Weise nĂ€herzubringen bzw diese Vorgaben auf etwas andere Art und Weise zu interpretieren.. Solche FĂ€lle kenne ich. Ich kann mich dem was Mercuria schreibt vollkommen anschließen.Es wird von der Politik nicht gewollt, dass die Kinder sich frei entwickeln und entfalten können. Sie werden in irgendeinen Plan reingequetscht und dĂŒrfen dort zum Großteil völlig abstrakte und sinnlose Dinge lernen. Pisa ist ĂŒbrigens (momentan) die Spitze durch Pisa kann noch mehr Druck auf die Lehrer ausgeĂŒbt werden - es wurde in den letzten Jahren sehr viel durch diese stĂ€ndigen Studien zerstört.

Auch die Lehrer sind unzufrieden - bzw es kommen immer mehr PĂ€dagogen in die Klassen, die das Kind als Individuum sehen.
Nur wenn ein Kind aus der Schule kommt und weiß was es will, deshalb auch seinen eigenen Weg geht ... könnte die Wirtschaft, Werbung, ... diese Menschen nur noch sehr schwer beeinflussen. Zum momentanen Zeitpunkt ist es leider noch nicht gewollt. :-o
Liebe GrĂŒĂŸe

Liliane

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Phygranimus
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Beitrag von Phygranimus » 04.04.2009, 17:24

Es gibt weitrÀumige Bereiche des Schulsystems, wo die Schule Angst erzeugt.
Das ist Angst, welche sich stark in vieler Kinder Bewußtsein einfrĂ€st
und dort ein ganzes Leben wirkt.
Angst schĂŒren ist von Politik und Kultur immer noch gewollt,
man will ja von einer Marktwirtschaftsgesellschaft,
mit vielen Sklaven, welche kaum merken, daß sie welche sind
nicht so schnell ablassen.
Die hochbegabten Kinder stehen da etwas drĂŒber,
aber die haben das Problem von Langeweile in der Schule.

Ändern kann man das nur, indem man versucht viele seiner NĂ€chsten
zu "erleuchten", daß endlich ein Verstehen beginnt,
daß unsere Kultur ( auch die meisten weltweiten )
antiqualifiziert sind fĂŒr die Vorbereitung auf ein Leben im WohlSein,
wie es auf so einem wunderbaren Planten sein sollte.

Man hat uns aus dem Paradies verjagt
und es ist lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llig dieses zurĂŒck zu fordern!

GrĂŒĂŸe von Klaus
Erst, wenn alle Wesen im Kosmos das Zusammenspiel von Kunst und Liebe begriffen
haben, hat der Kreisel der Existenz eine Umdrehung vollzogen und definiert damit
das Wirken Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit !

Franz Josef Neffe
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Wie wÀrŽs mal mit etwas praktischem Erfolg?

Beitrag von Franz Josef Neffe » 04.04.2009, 18:19

Da LERNEN letztlich nirgendwo anders aqls IM Menschen selbst stattfindet, hat jeder Mensch jederzeit nicht nur das Recht sondern auch die Möglichkeit und, ich möchte sagen: dem Leben gegenĂŒber sogar die Pflicht, FREI zu lernen. Was aber tut er? ER Ă€rgert SICH darĂŒber, dass es ihm die "Trainer", die ihm das Leben zugewiesen hat, nicht leicht sondern schwer machen.
Manchmal frage ich mich, ob wir noch zu retten sind. Viele verwenden ĂŒber 90 % ihrer Lebenskraft dafĂŒr, sich jede dumme Anrede zu merken, sich zu grĂ€men, zu jammern, zu klagen, sich zu Ă€rgern, zu verzweifeln, zu leiden, alles voll Wut in sich hineinzufressen, sich zu giften, ja, zu hassen, mit sich und Gott und der Welt zu hadern und noch viel mehr desgleichen. An allem sind die anderen schuld: ihre "Trainer".
Wenn ich die ĂŒbliche Ich-kann-Schule-Energiebilanz auf der Talenteseite ziehe, dann sehe ich, dass die entscheidenden KrĂ€fte von den verbleibenden 10 % Energie noch nicht mal 1 % abbekommen. 10 % wĂ€ren schon zu wenig! So gehen alle die mit Problemen um, deren Probleme nicht wachsen sondern schrumpfen. Da muss man sagen: Sie erarbeiten sich ihre Probleme mit grĂ¶ĂŸtem Aufwand.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer appelliere ich sinnvollerweise daran, endlich an die eigenen KrĂ€fte zu denken und mit ihnen umgehen zu lernen. Wenn die Steinzeitmenschen ihre Talente derart vernachlĂ€ssigt hĂ€tten, wie das bei uns heute ĂŒblich ist, dann gĂ€be es uns schlicht nicht. Also nochmals der Appell, die eigenen KrĂ€fte erkennen, verstehen, stĂ€rken und mit ihnen umgehen zu lernen. Wenn wir unsere Hausaufgaben gemacht haben, ist es sinnvoll, sich den KrĂ€ften anderer zuzuwenden. Wer nicht einmal mit seinen KrĂ€ften umgehen kann, den lachen fremde KrĂ€fte ja aus, wenn er sie beeinflussen will.
Es ist der helle Wahnsinn, wie gut wir alle in Theorie geworden sind, aber: Wo ist die Praxis? WĂ€re nicht spĂ€testens nach der 10.Theorie mal ein kleines praktisches Ergebnis fĂ€llig, wenn man uns noch ernst nehmen soll? Ich genieße es, wenn die 7jĂ€hrige Sabrina ihre Lehrerin verzaubert und die sich darfaufhin entwickelt. Ich tĂ€t gerne mal möglichst viele Erfolgsberichte von Euch allen lesen. Ich denke, Ihr könntet es zu ausgezeichneten Erfolgen bringen. Ich bin ganz neugierig, davon zu erfahren, wie Ihr immer geschickter mit den Talenten Eurer Kinder und Lehrer umgeht und wie diese dank Eurer Lebenshilfe ĂŒber sich hinauswachsen. Seid also herzlich gegrĂŒĂŸt!
Franz Josef Neffe

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Phygranimus
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Beitrag von Phygranimus » 04.04.2009, 21:57

Es gibt die Geschichte vom 14jĂ€hrigem Jan, der in knapp 2 Jahren großartig Gitarre spielen gelernt hat,
so das er das Spielen schon anderen beibringt,
aber daß fand kaum in der Schule statt, das eigentliche Lernen sucht er sich selbst.

Die Schule muß Lernen lassen und nicht Lernen fĂŒgen.

Die Kinder haben so ein seltsames Schulfach,
was sich "Lernen - lernen" nennt. Allzuviel mögen meine Kinder mir auch nicht darĂŒber erzĂ€hlen.
Aber das ist einigen sehr langweilig, wie mir berichtet wird.
Warum nicht "Freude - lernen" ?


Sonst gibt es die Geschichten kaum, die Praxis scheint wohl schwierig.

Und die schwierige Praxis ist von den Machthabern diktiert.
Hoffen wir mal, daß auch diese lernen,
daß freudige "Untertanen" die besseren Individuen fĂŒr wohle Welten sind,
als lerngeknechtete Arbeiterschaften.

GrĂŒĂŸe von Klaus
Erst, wenn alle Wesen im Kosmos das Zusammenspiel von Kunst und Liebe begriffen
haben, hat der Kreisel der Existenz eine Umdrehung vollzogen und definiert damit
das Wirken Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit !

Franz Josef Neffe
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Schule ist nur eine Art Überlebenstraining

Beitrag von Franz Josef Neffe » 04.04.2009, 22:56

Ja, prima! Jan soll unsere Sympathie haben fĂŒr das, was ihm Freude macht, dafĂŒr dass er seinen eigenen originalen Weg geht! Ich wĂŒrde als Ich-kann-Schule-Lehrer gleich als SchĂŒler bei ihm anfragen. Stell Dir das einmal vor: Eine ORIGINALE ENTWICKLUNG inmitten einer endlosen SchablonenwĂŒste! Wenn wir von Kindern wie Jan lernen, dann wird es lebendig in dieser sterilen Kopierlandschaft "Schule". Lernen + Lehrern bedeutet doch wörtlich: SPUREN DES LEBENS VERFOLGEN und dabei Erfahrungen Machen. Es ist doch nur natĂŒrlich, dass einer, der etwas entdeckt hat, vorausgeht (Lehrer) und die anderen ihm folgen (Lerner). NatĂŒrlich folgen auch Erwachsene Kindern! Überall im Leben nur allzu oft nicht im Kunstkonstrukt Schule.
Ich finde Deine Forderung aufgrund eigenen Erlebens wichtig: Lernen lassen und nicht fĂŒgen!
Mir ist vor Jahren an diesem Schwachpunkt der Schule aufgefallen: Die Unkunst des FĂŒgens bringt die Kunst des Unfugs hervor. Die Lausbuben sind sozusagen ein Rettungsversuch des Lebens bei verfehlter PĂ€dagogik.
Wirklich Lernen lernen kann man nur dadurch dass einem jemand ein Beispiel gibt und als Vorbild handelt. Unsere PĂ€dagogen haben das Lernenlernen selber ĂŒberhaupt nicht verstanden. Man kann das Lernen nicht als Unterrichtsvollzug durchfĂŒhren; natĂŒrlich lernen die SchĂŒler auch dabei was: wie unstimmig das ist und wie dumm die sein mĂŒssen, die ihre eigene Wahrnehmung dieser Unstimmigkeit verdrĂ€ngen um im Vollzug fortzufahren. Wenn Kindern da langweilig wird, dann funktioniert ihre Wahrnehmung noch und das bedeutet z.B. praktisch, dass sie wesentlich grĂ¶ĂŸere Überlebenschancen haben als ihr Lehrer.
Wie Du siehst, ist die LernqualitĂ€t auf der Seite der Kinder und nicht auf der Seite, die eigentlich LEHREN mĂŒsste und noch nicht einmal das Wort korrekt erklĂ€ren kann. Die Schule ist das mit Abstand teuerste Lernhindernis, das wir uns leisten. Es ist so eine Art Überlebenstraining fĂŒr das, was man vom Leben gelernt hat. Es ist ja ĂŒberhaupt nicht zu ĂŒbersehen, dass sie selbst nicht die Absicht hat, zu lernen. Sie ist nur der Ernstfall der ErnstfĂ€lle, an dem wir unsere ÜberlebensfĂ€higkeit erproben können. Mögen noch viele authentische Geschichten zeigen, dass bei jedem Talente da sind, die man stĂ€rken und mit denen man wachsen kann.
Alles Gute wĂŒnscht
Franz Josef Neffe

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