Ich bin kein Engel!

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 26.07.2017, 21:37

@ suli - dich selber verstecken, genau das ist es, woran ich mich stoße. Wenn bei deinen Zitaten wenigstens ein wenig durchschimmern wĂŒrde,
was du selber denkst oder meinst, wĂŒrden sie mich nur halb so sehr stören.

Man muss mir nicht sagen wie sich ein Nietzsche, Kant, Goethe oder wer auch immer seinen Problemen gestellt hat und wie er mit seinem Leben fertig wurde. Deren Antworten sind kein Maßstab fĂŒr uns.
Wer weiss schon wie die, ganz egal was sie mal fĂŒr GrĂ¶ĂŸen oder Hausnummern gewesen sein mögen, mit unseren heutigen Problemen, unserem heutigen Lebensstil, in unserer heutigen Zeit fertig geworden wĂ€ren, wenn ĂŒberhaupt.
Die wussten nichtmal was wir heute wissen denen hat beispielsweise nie jemand das Hirn mit Fernseh, Internet, Computerspielen, Pornografie, Werbung oder Sport weggeschossen.
Die hatten mehr Zeit als wir sich auch geistig zu beschĂ€ftigen ĂŒber Gott und die Welt, ĂŒber den Sinn des Lebens und dergleichen nachzudenkenund waren trotzdem oft nicht wirklich geistig gesund.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 26.07.2017, 22:19

Wissbegieriger Weltenspringer,

das Forum ist ein Freizeitspaß, wo jeder in behaglicher AnonymitĂ€t nur das mitzuteilen braucht, was er möchte. Privates kommt bei mir nicht öffentlich, sondern nur in vertrautem Kreis zur Sprache. Es stört mich aber ĂŒberhaupt nicht, wenn manche das anders praktizieren.

Die Fremdzitate dĂŒrften wohl nicht einmal 3 Prozent meiner Gesamttexte ausmachen. Es ist immer ersichtlich, ob ich etwas zustimmend oder ablehnend zitiere. Deshalb wundere ich mich, dass du ĂŒber meine Ansichten im Unklaren bist. Mich "verstecken" war scherzhaft gemeint.

Es grĂŒĂŸt dich
Sullivan

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 26.07.2017, 23:02

Nörgelnder Biba,

im Lauf der Jahre haben sich per PN schon eine ganze Reihe von Usern vor allem dafĂŒr bedankt, dass sie von mir Hinweise auf esoterische Literatur erhalten konnten. Manche bekamen von mir solche BĂŒcher auch kostenlos zugesandt, wenn ich sie mehrfach hatte. Zum Beispiel Mona, Golem und AStrauss.

BemĂŒhe dich um eine positivere Einstellung !

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 27.07.2017, 07:11

Dein GedÀchtnis habe ich unterschÀtzt. Eine solche "tolle matierielle Leistung", wie du sie nennst, kann bei einem Beschenkten den Beginn eines intensiven Studiums mit weitreichenden geistigen Folgen bedeuten. In speziellen FÀllen auch einen langjÀhrigen, fruchtbaren Gedanken- und Erfahrungsaustausch mit dem Geber.

ancientra
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Beitrag von ancientra » 31.07.2017, 22:15

Warum denn auch nicht, gerade oftmals sind es die DenkanstĂ¶ĂŸe anderer die uns im Leben weiterbringen und doch mehr auslösen als wir selbst denn vermutet haben und vielleicht ist es oft so, dass der Gebende ja auch unbewusst sich Menschen zum Beschenken sucht, bei welchen er spĂŒrt, dass diese dieses Geschenk annehmen und weiter vollfĂŒhren.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 01.08.2017, 09:34

Wer einen so schönen weißen Hund hat, und erwiesenermaßen besondere Computerkenntnisse, darf ruhig auch mal ein wenig wirr reden.

Allen Urlaubern, die jetzt auf Usedom und anderswo sich des Lebens freuen, sei von hier aus dem Engels-Thread ein Schutzengel geschickt !

Die Schweizer feiern heute ihren Nationalfeiertag. Da hört man vielerorts die romantische Nationalhymne, die ich als Deutscher schon so oft mitgesungen habe: "Trittst im Morgenrot daher, seh ich dich im Strahlenmeer, dich, du Hocherhabener, Herrlicher! Wenn der Alpen Firn sich rötet, betet, freie Schweizer, betet!" - Das ist nur der Beginn der Hymne.

Unser Administrator, der vehement gegen falsche Kirchenlehren Stellung bezieht, hat unter vielem anderen auch ein Beten-Ebook verfasst.

Einer der ganz großen und erfolgreichen Beter war Martin Luther, dessen 500. ReformationsjubilĂ€um in diesem Jahr mit großem Getöse gefeiert wird. Einmalig ist deshalb der Reformationstag 31. Oktober 2017 in allen 16 BundeslĂ€ndern gesetzlicher Feiertag. Mein Lieblingssatz von Luther: "Wenn ich nicht wĂŒsste, dass Gott Gebete erhört, so bete der Teufel an meiner statt."

Die Gottesvorstellungen Luthers und der Esoterik gehen allerdings weit auseinander. Auch innerhalb esoterischer Lehren sind die Unterschiede betrÀchtlich.

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Beitrag von Sullivan » 01.08.2017, 14:46

Es wÀre ein Leichtes, alles Wirre zu entwirren, doch ist es jetzt an der Zeit, Urlaubsstimmung zu verbreiten, nachdem sich mittlerweile die ganze BRD in den Schulferien befindet.

Viele Deutsche derjenigen 11 von 16 BundeslĂ€ndern, denen der 31. Oktober erstmals und letztmals in ihrem Leben als gesetzlicher Feiertag bevorsteht, wissen vermutlich noch gar nichts von ihrem GlĂŒck. Manchen dĂŒrfte der historische Grund dafĂŒr aber herzlich gleichgĂŒltig sein.

Wer sich als Urlaubsziel ein Waldgebiet erkoren hat, findet musikalisch bei YouTube eine wunderbare Einstimmung: Die King Singers prĂ€sentieren dort 6-stimmig exquisit klangvoll Mendelssohns "O TĂ€ler weit, o Höhen, o schöner grĂŒner Wald" (Text: Eichendorff). Da heißt es unter anderem: "So wird mein Herz nicht alt." Es erscheint sogar eine christliche Vision: "Da sollst du auferstehen in junger Herrlichkeit."

ventia
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Beitrag von ventia » 21.09.2017, 21:56

Ja, man ist kein Engel, und? Weiter...?
Wir belĂŒgen uns oft selbst, verkleiden Worte und legen sie Gott, Engeln, Teufeln und wem auch immer in den Mund. Wir suchten nach Liebe, Drogen und Ablenkung egal in welcher Form. Wir verstecken uns hinter jedem dĂŒnnen Baumstamm oder Schatten, den wir finden können. Wir werden aggressiv und gewalttĂ€tig, sobald etwas nicht nach unserem Willen lĂ€uft oder wir uns persönlich in unserem Ego verletzt fĂŒhlen. Wir gehen alle davon aus, dass es uns am schlechtesten von allen geht und und keiner mehr leidet als wir. Wir lieben die Bequemlichkeit und Faulheit. Wir gieren nicht nur nach Material, sondern auch nach Aufmerksamkeit. Wir verstecken uns hinter Worten, aber zu Taten sind wir nicht in der Lage. Wir hören nur das, was wir hören wollen und sehen nur das, was wir sehen wollen. Wir interessieren uns nicht fĂŒr das Leid anderer. Wir interessieren uns kaum fĂŒr diesen Planeten. Wir geben unseren körperlichen Instinkten in jeder Form nach. Wir sind weit weg davon perfekt zu sein.
Wir sind Menschen... keine Engel.

Wer Gott sucht, wird ihn nicht bei anderen finden, sondern bei sich selbst. Findet man dort auch nichts, ist der Weg noch viel zu weit. Man hĂ€ngt vielleicht fest oder ist in LĂŒgen gefangen, egal ob die eigenen oder von anderen. Von vorne anfangen. Neu starten. Das ist die Lösung. Nur so sieht man, wo man immer wieder hĂ€ngen bleibt um das Hindernis endlich zu ĂŒberwinden.

Göttliche StĂ€rke, die in jedem von uns innewohnt, wartet darauf, befreit zu werden. Doch dafĂŒr mĂŒssen wir akzeptieren, wer wir sind UND was wir werden wollen. Mit all unseren Fehlern. Wir werden uns vor dem Licht nicht mehr hinter irgendeinem Schatten verstecken können. Es wird ALLES entblĂ¶ĂŸen. Wer ein Engel ist, wird sich davor nicht fĂŒrchten und sich auch nicht schĂ€men. Ausreden, Schuldzuweisungen und Scham werden uns genauso weit bringen wie Adam und Eva.
Ich bin demnach auch kein Engel, ich habe aber welche an meiner Seite so wie jeder von euch. Jeder wÀchst unterschiedlich..., doch Engel werden immer geduldig an unserer Seite bleiben sowie Gott, bis wir eines Tages soweit sind.
Doch wir mĂŒssen auch mal aufstehen und kĂ€mpfen!
KĂ€mpfen gegen unsere Ängste, Instinkte, SĂŒchte und gegen alles, was unserem Herzen Widerworte gibt. Nicht mal andere ausschimpfen, sondern uns selbst.
Solange man kÀmpft, hat man sich selbst nicht aufgegeben und macht es sowohl Gott, als auch Engel leichter zu helfen.

Es ist nicht schlimm kein Engel zu sein, es ist schlimm die Augen vor der Wahrheit zu verschließen.

Ich entschuldige mich fĂŒr das lange Referat. Möglicherweise sind meine Worte nicht hilfreich, aber sie lagen mir auf dem Herzen. Umso mehr freue ich mich, wenn sie hilfreich gewesen sind. :smile06:

Mögen Gesundheit, Freude und GlĂŒck eure treuen Begleiter sein.

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 22.09.2017, 09:13

@ Ventia - mir gefÀllt sehr was du schreibst!

...und ja.... genauso sind wir Menschen.

Ich bin stolz darauf ein Mensch zu sein. Das ist weitaus mehr als ein Engel jemals sein wird oder kann.
Wir sind es die in der Nachfolge Gottes stehen!

Nicht unbedingt als Individium aber als Ganzes.
Deswegen mĂŒssen wir durch, durch dieses Menschsein.

Der Eine mehr der Andere weniger gebeutelt.
Das ist der Punkt wo man schonmal an göttlicher Gerechtigkeit zweifelt oder wo sie nicht nachvollziehbar ist.
Noch verstehen wir das nicht.

Wir haben es aber drauf zu Göttern zu werden.

Wer will denn da bloß Engel sein?
All dies was uns und die Welt ausmacht nicht erleben können oder dĂŒrfen?

TrĂ€ume, WĂŒnsche, Hoffnung

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