Was sind Kristall/Indigokinder ?

Indigo- und Kristallkinderforum
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WaldgeistAlex
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Was sind Kristall/Indigokinder ?

Beitrag von WaldgeistAlex » 04.01.2012, 18:29

Frage steht oben! :-o

Dreizehn

Beitrag von Dreizehn » 04.01.2012, 23:06

:smile14: :smile14: :smile14:
Absolut das kann ich nur unterschreiben.

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Schwester
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Beitrag von Schwester » 05.01.2012, 08:14

:smile14: Toll geschrieben.

Also angeblich sollen Kristall- bzw. Indigokinder (das ist nicht das selbe) besondere FĂ€higkeiten besitzen. Nun ja, besitzt nicht jeder Mensch irgendwelche besonderen FĂ€higkeiten?

Also meine Tochter gilt aus medizinischer Sicht als "schwerbehindert", hat aber auch besondere FĂ€higkeiten. Geht man nach den "Kriterien fĂŒr Kristallkinder" wĂ€re sie ein "Kristallkind". Was ist nun richtig?

Ich denke, das kommt auf die Sichtweise an. Man kann sie auf ihre Behinderung reduzieren, genauso wie auf ihre besonderen FĂ€higkeiten oder sonst was. FĂŒr mich ist sie so wie sie ist perfekt. Ihre Behinderung ist fĂŒr mich keine wirkliche. Es ist fĂŒr mich vielmehr so, dass ihr Umfeld sich nicht "passend" verhĂ€lt. In einem Naturvolk hĂ€tte man in ihr wohl eine Schamanin oder sowas gesehen und ĂŒberhaupt nicht an eine "Behinderung" gedacht, sondern sie eher verehrt.

Letztendlich ist es doch wurscht, ob jemand Kristall oder Indigo oder sonst was ist. Das ist doch nur ein Bezeichnung. Das ist fĂŒr Leute, die gerne Titel mögen, um sich damit selbst darzustellen. Sie wĂŒrden sich womöglich auch noch einen Orden an die Brust heften, weil der sie noch "großartiger" macht. Wichtig ist, wie man ist. Und wenn man xyz genannt wird, ist das auch egal.
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Dreizehn

Beitrag von Dreizehn » 05.01.2012, 08:51

Wow das ist besser erklÀrt als Klingone und ich das tun konnten. hehehe
Frauen sind da doch etwas Sprachgewandter.
Ich meinte die ErklÀrung ist wirklich perfekt und so kann man das auch im Raum stehen lassen. Darf man Fragen was deine Tochter hat?
Also warum sie aus medizinischer Sicht als "schwerbehindert" gilt?

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sunrise
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Beitrag von sunrise » 05.01.2012, 10:07

Klingone hat geschrieben:In der Regel völlig normale Kinder - mit total bescheuerten Eltern.

PS: Leider ist zu 90% die Mutter das Problem...
das ist ein Irrglaube. Kinder haben das Erbgut von je zur HÀlfte von Papa und Mama, und was da drin steht, das merkt man erst spÀter. Und was meinst du, bei wessen Geschlecht es verpönter ist empfindsam zu sein? (Obwohl sich das andere Geschlecht heute ja sehr gut angepasst hat.)

@Schwester,
ich hÀtte nicht gedacht, dass es noch mehr Menschen gibt, die so denken. Ich bin erstaunt. (im positiven Sinne)
Was nĂŒtzt einem Kind als Kristall-oder Indigokind hingestellt zu werden, wenn keiner der Erwachsenen fĂ€hig ist diese sensiblen FĂ€higkeiten zu fördern und zu unterstĂŒtzen???? Ich habe so einen Enkel und wie der "zurechtgebogen" wird, das ist grausam. Als ob es nicht reichen wĂŒrde, wenn sein Vater und seine Familie ihn deswegen verspottet, nein, im Kindergarten wissen die Kinder ganz genau, wie ein Junge oder ein MĂ€dchen zu sein hat und wer da anders ist, wird auch wieder ausgelacht. So ist das Leben.

Eigentlich wollen nur Eltern diese besonderen Kinder haben und wenn sie sie haben, dann können sie nichts mit ihnen anfangen.

sunrise :sunny:

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Schwester
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Beitrag von Schwester » 05.01.2012, 12:09

@ 13 : Meine Tochter hat das Asperger Syndrom, eine "leichte Form" von Autismus. Aber ganz ehrlich, fĂŒr mich ist ihr "autistisches Verhalten" nur eine Reaktion auf diese UNNORMALE Welt. Ist doch eigentlich seltsam, dass sie sich hier zu Hause bei uns (wo sie so sein darf wie sie ist) so normal verhĂ€lt wie jedes andere Kind auch. Aber auch darin sehen Autismus-Fachleute "autistisches Verhalten". VerrĂŒckte Welt. Etwas positives hat der "Stempel" Autismus allerdings schon - niemand erwartet "normales Verhalten". ;)
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Dreizehn

Beitrag von Dreizehn » 05.01.2012, 23:35

Danke ..Schwester,...wenn ich da jetzt noch weiter Fragen darf..
Also ich habe das mal Gegoogelt. Als ErklĂ€rung steht grob zusammen gefasst drinnen: Es sind Kinder die normal zur Schule gehen können und eigentlich auch normal bis ĂŒberdurchschnittlich und Insel Intelligent sein können. Auch sprechen und so sei normal. Nur sie kommunizieren anders und nehmen die Umwelt anders wahr. Sie können sich in einer Gemeinschaft nicht anpassen. Wie soll man sich das vorstellen?
Warum ist sie dann behindert?
Was fĂŒr eine VerĂ€nderung im Gehirn bewirkt dieses Syndrom?


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Schwester
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Beitrag von Schwester » 06.01.2012, 08:03

Um die VerĂ€nderungen im Gehirn zu verstehen, muss man sich mit den sogenannten Spiegelneuronen auseinandersetzen. Diese Gehirnzellen bewirken, dass wir voneinander lernen - durch abschauen. Und sie bewirken auch, dass wir uns in andere gefĂŒhlsmĂ€ĂŸig hineinversetzen können. Die Spiegelneuronen arbeiten bei Autisten entweder gar nicht oder nur eingeschrĂ€nkt bzw. sind gar nicht oder nur minimal vorhanden. Das wurde erst vor wenigen Jahren heraus gefunden.

In der Praxis sieht es so aus, dass jeder Kontakt mit anderen Menschen gelernt werden muss wie eine Fremdsprache. Da Autismus eine Spektrums-Störung ist, gibt ist auch unter Asperger-Autisten sehr viele verschiedene. Es gibt solche die ganz normal zur Schule gegangen sind, eine Ausbildung gemacht haben (meistens mit vielen AnlĂ€ufen), geheiratet haben und eine Familie haben. Es gibt aber auch solche, die nicht normal zur Schule gehen konnten, nicht arbeitsfĂ€hig sind und als Single in einer Einrichtung leben. Dazwischen ist alles möglich. In meiner Familie sieht es so aus, dass wahrscheinlich mein Schwiegervater Asperger hat und es auf seinen Sohn (meinen Mann) vererbt hat. Mein Mann hat inzwischen eine Diagnose. Mein Mann hat es auf seine Tochter vererbt. Trotzdem ist es nicht immer so, dass es so direkt vererbt wird. Auch da gibt es viele Möglichkeiten. Übrigens, wenn wir VOR der Geburt unserer Tochter gewusst hĂ€tten, dass mein Mann Autist ist und es vererbt werden kann, dann hĂ€tten wir sie trotzdem bekommen.

Aber noch mal zurĂŒck zu den Kontakten. Das grĂ¶ĂŸte Problem ist das Umfeld, was Asperger-Autisten mit Nicht-autistischen MaßstĂ€ben misst. Kinder wollen miteinander spielen und interagieren, also wollen Asperger-Autisten das natĂŒrlich auch, sie wissen nur nicht, wie sie das anstellen sollen - so die Theorie. Das ist aber nicht ganz richtig so. Nicht-Autisten können es sich ganz schwer vorstellen, dass Autisten alleine durchaus glĂŒcklich sind. Meine Tochter hat im Kindergarten großen Spaß daran gehabt, den anderen Kindern nur zu zu schauen. Sie brauchte nicht mitspielen, um Freude an dem Spiel zu haben. Das Zuschauen war fĂŒr sie so, als ob sie selbst mitgespielt hĂ€tte. Aber da bei "normalen" Kindern das nicht so ist, glauben Nicht-Autisten, dass es bei autistischen Kindern auch nicht so sein kann.

Mit diesen Problemen kĂ€mpfe ich fast jeden Tag. Ich bin stĂ€ndig auf der Suche nach dem, was meine Tochter WIRKLICH will und was ihr eingeredet wird was sie will. Ich versuche ihr jeden Tag klar zu machen, dass ihre eigene Meinung und ihre Ansichten NICHT falsch sind. Sie sind lediglich anders. WĂ€ren unsere Umgebung und unsere Mitmenschen nicht so uneinsichtig und wĂŒrden sie einfach so sein wie sie ist, dann hĂ€tte ich tausendmal weniger Stress, denn nicht sie verursacht Probleme, sondern die anderen.

Ich kenne sehr viele erwachsene Autisten, die grĂ¶ĂŸtenteils fĂŒr mich meine Freunde geworden sind. Manchmal meine ich, dass Autisten die "besseren Menschen" sind. Durch ihre angeborene Entwicklungsverzögerung bleiben sie auch als Erwachsene ein StĂŒck weit "kindlich naiv". Das gefĂ€hrdet sie selbstverstĂ€ndlich, aber ermöglicht es ihnen auch, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Erwachsene Autisten spielen meistens eine (oder mehrere) Rolle, wenn sie zur Arbeit gehen, sich mit anderen Menschen treffen etc. Wie ein Schauspieler haben sie sich diese Rolle im Laufe ihres Lebens antrainiert bzw. von anderen Menschen kopiert. Das ist selbstverstĂ€ndlich nicht so, um andere zu tĂ€uschen. Sie wissen sich nur nicht anders zu helfen, in der Gemeinschaft der Menschen "zu funktionieren". Viele Autisten fĂŒhlen sich daher wie eine Art Roboter. Nur selten haben sie die Chance, sie selbst sein zu dĂŒrfen. Und weil das außerhalb der eigenen 4 WĂ€nde eben oft nicht geht, bleiben sie meistens allein und ziehen sich oft zurĂŒck, um sich zu regenerieren und wieder neue Kraft zu tanken fĂŒr das nĂ€chste Schauspiel was wir alle "Leben" nennen.
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BabaJaguar
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Beitrag von BabaJaguar » 06.01.2012, 08:28

13 hast du den film mit tom cruise und dustin hoffmann gesehen?wie hiess er? (irgendwas mit..man)
dustin spielte dort den autistischen bruder von tom cruise.........
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Schwester
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Beitrag von Schwester » 06.01.2012, 11:05

Oh bitte, bitte, bitte nicht Rain Man ansprechen, wenn es um das Verhalten von Autisten geht. Dustin Hoffman hat einen Savant gespielt (nach realem Vorbild, der hieß Kim Peek - siehe Wikipedia). Es gibt auf der Welt nur sehr wenige Savants aber sehr viele Autisten (im Vergleich dazu). Ein Autist kann auch ein Savant sein, MUSS es aber NICHT. Genauso gibt es Savants, die KEINE Autisten sind.

Das muss man sich ungefÀhr so vorstellen wie wenn jemand taub ist. Nicht jeder der taub ist, ist auch stumm. Und nicht jeder der stumm ist, ist auch taub. Es ist öfter beides zusammen vorhanden, muss aber nicht.

Es gibt eine Reihe von Filmen, die Autismus viel besser darstellen. Leider sind in diesen Filmen oftmals nicht so berĂŒhmte Schauspieler, weswegen diese wirklich guten Filme es selten in die großen Kinos schaffen. Besonders gute Filme sind z.B. Mozart und der Wal oder Ben-X. Wen das Thema noch weiter interessiert, der kann sich auch "Du gehst nicht allein" am 14.01. um 15:15 Uhr auf Arte ansehen. In dem Film geht es um das Leben von Temple Grandin, welche auch herausragende FĂ€higkeiten hat (sie lehrt ĂŒbrigens inzwischen als Professorin an einer amerikanischen Uni). Die Filme in denen es um Autisten geht und die nicht so sehr eine Hollywood-Inszenierung sind, sind sehr gefĂŒhlsintensiv, teilweise fĂŒr einen Nicht-Autisten möglicherweise sogar verstörend. Aber so verstörend wie es auf Nicht-Autisten wirkt, wirkt das ganze Leben auf Autisten.
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Beitrag von BabaJaguar » 06.01.2012, 14:17

durch rain man stellen sich viele autisten nun so extrem vor.
es gab noch einen amerikanischen film. mit sigourny weaver und eventuell susan sarandon........
die frau spielt eine autistin. deren tochter wird von einem autofahrer versehentlich tot gefahren wird. der mann besucht die mutter seines opfers und bemerkt, dass sie autistisch ist.
er lÀsst sich noch mit der nachbarin ein. eine prostituierte.

erst am ende des films zeigt sie gefĂŒhle wegen des todes der tochter.
die eltern von ihr und deren gefĂŒhle spielen ebenfalls in dem film eine rolle............

aber auch in diesem hollywood film wird ein extremer "autismus" gezeigt.... :smil94 :smil94 :smil94
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Beitrag von Schwester » 06.01.2012, 14:28

Ich schĂ€tze du meinst Snow Cake, in dem Sigourney Weaver die Mutter spielt. Über den Film habe ich schon eine Menge gehört, ihn aber selbst noch nicht gesehen, weil er (wenn er denn mal im Fernsehen lĂ€uft) meistens viel zu spĂ€t fĂŒr mich lĂ€uft.

Der prĂ€gnanteste Spruch aus dem Film ist: "Ich weiß Bescheid ĂŒber Autismus. Ich habe den Film gesehen." Genau solche Leute begegnen einem viel zu oft. Und leider sind das oftmals Leute, die auch noch was zu sagen haben. In unserem Fall ist es die Leiterin der offenen Ganztagsbetreuung, welche sich fĂŒr einen Spezialisten hĂ€lt, weil sie bereits ein Jahr einen Jungen mit Asperger Syndrom in der Gruppe hat (Asperger-Jungen verhalten sich meistens ganz anders als Asperger-MĂ€dchen) und sie bei mehreren VortrĂ€gen war. Trotzdem hat sie nichts begriffen, da sie noch immer Vergleiche anstellt und nicht verstehen will, dass anders eben anders ist und nicht einfach nur nicht richtig zurecht gebogen. Traurig sowas. :-(
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