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Wie habt ihr euch in eurer Kindheit gefühlt?

Verfasst: 18.04.2012, 13:00
von Sahiba
Ich kann mich erinnern, dass ich sehr einsam war; ich wollte viel allein sein.
In meiner Kindheit herrschten in mir zwei Gefühle und Gedanken vor, die den Weg für mein Leben,
das ich bis vor Kurzem lebte, ebneten:
Ich fühlte mich, als sei ich fehl am Platz (in meiner Familie bzw. dort, wo ich war). Und ich fühlte mich, als würde ich zuviel Platz in der Welt einnehmen.
Meine (Fehl-)Interpretation dessen hieß, dass ich mich für zu dick hielt, und diese Interpretation
brannte sich so ein, dass ich mit 12 Jahren anfing, mich zu ritzen, und dann essgestört wurde (Bulimie).
Später begann ich noch, Partydrogen zu nehmen, und ab meinem 20. Lebensjahr war ich heroinabhängig.
All die schlimmen Erfahrungen, die ich dadurch gemacht habe, und all das Schlimme,
was ich mir und anderen an-getan habe (vor allem während der letzten Jahre der Abhängigkeit, wie Diebstähle, etc.)
mögen einem höheren Plan entsprungen sein, aber sie taten doch trotzdem ziemlich weh und ich bin noch nicht
so "hochentwickelt" (< bitte nicht als Ironie verstehen!), dass ich auf meine Vergangenheit mit absoluter,
bedingungsloser Liebe schauen könnte...

Ich bin bei Eltern aufgewachsen, die von Esoterik (= alle Themen, die in den Unterforen hier behandelt werden)
nichts halten. Weder Religion noch Spiritualität spiegelt sich in meinem Elternhaus wieder.
Ich habe mit ihnen in einem kleinen Dorf gewohnt... Diese Umgebung fühlt sich aus heutiger Sicht für mich an,
als sei dort eine Art Mikrokosmos - wer mit den "Ur"-Einwohnern nicht konform geht, verliert sich dort eben
bzw. passt dort einfach nicht in die Dorfgemeinschaft. Ich hege keinen Groll gegen meine Eltern, weil sie,
wie jeder Mensch, ihrem Entwicklungsstand entsprechend leben und es somit auch gut ist, wie es ist.
Es ist nur schade, dass ich ihnen nie erzählen konnte und vielleicht auch nie können werde, was ich sehe, höre, fühle, denke.

Als ich vor einigen Monaten (mit meinem Mann) in einem Yogakurs war, hat sich mein ganzes bisheriges
Leben komplett auf den Kopf gestellt. Der Yogalehrerin bin ich unendlich dankbar. Ich weiß nicht, wie es kam,
aber plötzlich saßen wir da und besprachen alles, was wir sonst selbst in unserer Beziehung miteinander
nie besprochen hatten (wir wussten, was Esoterisches im weiteren Sinn betrifft, voneinander nur von unserem
gemeinsamen Interesse für Yoga). Die Bilanz nach diesem Yogawochenende:
Ich wusste nun, dass ich keinen Tinnitus habe (während der Asanas/Körperstellungen hörte ich Töne,
die ich in ruhigem, meditativen Zustand immer höre, nur viel intensiver, als es je war), sondern Anahata-Klänge höre.
Mein Mann traute sich zu sagen, dass er Auras sehen kann und wusste nun, wie er seine Gabe verfeinern konnte.

Aber die Zeit danach war noch intensiver. Etwas in mir öffnete sich. Jeden Tag (ehrlich) brachen Erkenntnisse
und Gedanken auf, die mir die Antworten auf Fragen zu meiner Vergangenheit im jetzigen Leben brachten.
Womit ich auch wieder bei meinen zwei Kindheitsgedanken s.o. ankam.
Heute würde ich meine damaligen Gefühle so interpretieren, dass ich als Kind mit der hohen Dichte in meinem
Körper, in meiner "Hülle" nicht zurecht kam. Heute wüsste ich, was ich meinen Kindern antworten könnte,
falls sie das Leben oder sich selbst so spüren sollten wie ich damals.
Heute würde ich, wenn mein Kind "Tinnitus" hätte, genauer nachfragen, denn Anahata-Klänge sind etwas Wunderschönes -
aber erst, seit ich sie als Geschenk empfinde, kann ich damit spielen, also auch meine auditiven Sinne verfeinern.
Inzwischen habe ich bemerkt, dass die Klänge sogar dann kommen, wenn ich gerade, was mein spirituelles Wachsen angeht,
auf dem richtigen Weg bin (meinem persönlich richtigen Weg).

Ich habe auch die Erkenntnis gewonnen, dass ein Spruch meines Mannes große Wahrheit beinhaltet:

Wenn man sich auf dem (eigenen) richtigen Weg befindet,
öffnen sich plötzlich alle Türen...


Dieser Satz muss stimmen, denn seit ich mich innerlich geöffnet habe bzw. da etwas aufgemacht wurde,
eröffnet sich mir eine Möglichkeit nach der anderen.
Ich habe die Chance, trotz meines geringen Einkommens (noch ALGII) eine Reiki-Ausbildung zu machen und
stehe kurz vor der Einweihung in den zweiten Grad (Usui Reiki).
Ich habe außerdem eine Frau gefunden, die mich zur Heilerin ausbildet - auch diese Ausbildung hätte ich mir
im finanziellen Sinn so nie leisten können. Für beides gilt, dass es mich quasi schon immer interessiert hat,
dass ich den Weg, den ich dazu brauchte, aber einfach nicht fand (hatte mich wohl gründlich verlaufen :roll: ).

Durch mein jetzt noch stärkeres Interesse für esoterische Themen kam ich natürlich auch auf die Sache mit den
neuen Kindern - Indigokinder, Kristallkinder, Regenbogenkinder, Kinder mit der neuen DNS sowie die Vorreiter aller "Gruppen" -,
aber jemanden zu suchen, um mich "testen" zu lassen, da fehlt mir dann doch der Mut.

Nachdem ich nun schon so viel geschrieben habe, seht ihr mir bestimmt nach, dass ich nicht alles, was ich
außersinnlich wahrnehme (außersinnlich - ein Begriff, der eigentlich völlig falsch ist!!), aufzählen möchte.
Aber die ganzen Energieerfahrungen und somit auch die ganzen Fragezeichen, die ich dann doch noch zu mir selbst habe,
die brachten mich dazu, dass ich mal eure Meinung hören wollte...

Wie war es bei euch in der Kindheit mit den Dingen, die man nicht mit dem Verstand erklären kann,
und wie ist es für euch heute?

Licht- und liebevolle Grüße,
Sananda

Verfasst: 19.04.2012, 06:11
von Angeleye
Hallo Sananda,
ich denk jeder von uns stolpert auf seinen Weg der Entwicklung wieder über seine Kindertage.
Das was du beschreibst kommt mir bekannt vor. Freunde hatte ich eigentlich nie, weder im Kindergarten noch in der Schule. Alle schienen zu spüren das ich anders war und nahmen Abstand, selbst die Erzieherinnen im Kindergarten und manche Lehrer. Mir war es recht. Ich konnte mit ihnen nichts anfangen, wollte lieber allein sein. Die Pflicht in den Kindergarten und in die Schule gehen zu müssen empfand ich als Last. Auch heute noch mag ich es nicht wenn Menschen mich berühren oder ich sie berühren muss (zbs Händeschütteln).
Ich fühlte mich immer fehl am platz, spürte das da niemand so war wie ich....dafür begann ich bereits im teenageralter Personen zu sehen die niemand sonst wahrnahm. Meine Verbindung zu "oben" wurde immer stärker je älter ich wurde. Bis sich später herausstellte das es engel waren die ich sah. Mein Vater spürte das etwas mit mir "nicht stimmte". Er beobachtete mich heimlich als ich mit einem der Engel sprach. Danach hat er sich mit Esotherik beschäftigt, das Pendeln und Tarot erlernt und mir beigebracht.
Er ließ mir freien Lauf in der Entwicklung und fing es ab wenn meine Mutter motzte das dies alles nur spinnereien wären.
Bis heute habe ich eine unheimlich starke energie entwickelt, die auch heilen kann, bin mit unzähligen Engeln in Kontakt und arbeite für den boss hier unten auf der erde, doch dafür war auch stets einsamkeit der preis......
LG Angeleye

Verfasst: 19.04.2012, 07:46
von Sahiba
Angeleye,

kannst du mich lehren, mit Engeln zu sprechen?

Verfasst: 19.04.2012, 12:38
von Angeleye
Wir können versuchen ob du auch einen "Draht" zu ihnen entwickeln kannst, das machen wir aber lieber per PN, ok?

Verfasst: 19.04.2012, 18:22
von Sahiba
Danke! PNs sind unterwegs :smile10:

Verfasst: 03.07.2013, 18:43
von wirallesindlicht
hi,
ich bin neu hier und hätte mal ne frage...
ich bin 15 und meine Mama sagte mir das ich als Kind (2-5 Jahre ) oft mit mir selbst geredet habe aber wenn sie mich fragte mit wem ich da rede , soll
ich gesagt haben, mit Engeln, Feen oder Gott.
Heute spüre ich zwar viel Liebe um mich herum, helfe gern und habe manchmal wie ein Kribbeln im ganzen Körper , ganz plötzlich.
Bilde ich mir das ein, hatte ich damals einen Draht zu etwas oder kann man so was verlernen wenn man älter wird?
LG ANNA :sunny:

Verfasst: 15.07.2013, 14:33
von Sahiba
Hallo Anna,

wenn wir als Kinder mit dem, was wir außerhalb unserer fünf physischen Sinne "sehen" (hören, fühlen),nicht ernst genommen werden oder das, was wir berichten, nicht auf positives Interesse seitens unseres Umfelds trifft, geraten diese Talente in Vergessenheit.
Sie sind aber nicht verloren, nur ziemlich tief vergraben, und sie können durchaus wieder hervorkommen. Entweder spontan, oder z.B. durch Bewusstseinstraining. Davon gibt es viele Arten - finde heraus, was für dich passt, wovon du dich angezogen fühlst.
Wenn du Hilfe möchtest, melde dich gern.

Licht und Liebe
Sahiba

Verfasst: 20.08.2013, 09:56
von wirallesindlicht
Liebe Sahiba,

danke für deine Antwort. Wie funktioniert den so ein Bewusstseinstraining?
Ich meditiere manchmal, hilft das ?
Hattest du als Kind auch schon einmal solche Erfahrungen gemacht?
Ich freu mich sehr das mir jemand geantwortet hat, ich konnte mich b9s jetzt noch nicht wirklich mit jemandem arüber austauschen...
LG Anna :flower:

Verfasst: 10.05.2014, 18:20
von Dine
Meine Kindheit war ähnlich der euren.
Ich möchte nicht weit ausholen. ..aber...ich wurde körperlich und seelisch misshandelt von meinen Eltern. Wie ich nun weiß, weil sie merkten, ich bin anders.
Freunde hatte und habe ich bisher sehr wenige. Ich habe mich immer fremd gefühlt und hatte sehr starkes Heimweh.
Ich werde ebenfalls von den meisten Menschen gemieden und sobald ich einen Raum betrete füllt er sich mit meiner Existenz. Ich kann tun und machen was ich will, Ich habe die Aufmerksamkeit. ...aber nicht positiv. Viele Menschen fühlen sich durch mich gestört, als würde ich in ihren privazraum eongreifen. Nur Menschen mit Feingefühl und höherer Schwingung nehmen Kontakt auf.
Allerdings suche ich schon immer sehr stark die nähe zu menschen.

Lg Dine