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Mein Hirn schaltet einfach nicht ab

Verfasst: 19.05.2017, 01:29
von Pupi
Hallo und guten Abend,

ich hab mich hier im Forum mal umgesehen, da ich Rat suche. Ich denke, dass ich hier richtig bin und hab mich mal eingeloggt. Na dann komm ich mal gleich zur Sache:

Ich bin ein Mensch, der sehr viel über viele Dinge nachdenkt. Also wirklich viel. Mein Hirn hört einfach nicht damit auf. Das ist echt anstrengend. Ich möchte gerne mal abschalten und an nichts denken können. Ich hab es schon so oft versucht, vor allem wenn ich im Bett lieg und einfach friedlich einschlafen will. Doch an nichts denken ist so schwer, denn sofort schießt schon wieder der nächste Gedanke in den Kopf der mich 2 Stunden nicht loslässt. Auch wenns Probleme privat oder im Beruf gibt, es gibt keine Sekunde, in der ich einmal nicht daran denke.

Habt ihr Tips für mich, wie ich einmal zur inneren Ruhe finde? Beim Meditieren sollte man doch seinen Kopf frei kriegen, aber wie schon gesagt, das Hirn hört einfach nicht auf. Ich habs mal probiert, das sollte man sich nur auf das atmen konzentrieren...2 Minuten hat es geklappt, dann ging das Kopfkino auch schon wieder los. Ich bin echt um jeden Rat dankbar.

Verfasst: 19.05.2017, 19:41
von Weltenspringer
Hm - brauche mehr Infos.
Beispielsweise: Was sind das für Gedanken bzw. in welche Richtungen denkst du nach, bzw. was hält dich so lange an einzelnen Gedanken fest?
Ich kann nur vermuten, dass mal Sinn für dich machen könnte, dich mal mit den Threads über Abschirmung in diesem forum zu beschäftigen.
Was Meditaion betrifft bewirkt sie in deinem Fall jedenfall eher negatives.
Meditaion ist ein Mittel seinen Geist auf etwas bestimmtes zu fokussieren.
Wenn ich dich richtig verstanden hab, ist das jedoch genau das, was du ja nicht willst?

Verfasst: 20.05.2017, 11:00
von Bani
Hallo Pupi!

Das die Gedanken im Kopf dazu neigen wie Affen im Käfig herumzuspringen ist vollkommen normal. Die meisten Leute nehmen das einfach so hin. Versucht man jedoch bewusst den Kopf "leer" zu bekommen, verdichtet sich nur noch das Problem.

Will heißen:
Den Kopf einfach leer zu bekommen indem man versucht an nichts zu denken ist keine probate Methode.
(Daran scheitern auch viele die Meditation versuchen.)

Weltenspringer scheint heute Meditation etwas mit Kontemplation zu vermischen. Letztere ist eine sehr zu empfehlenden Methode.

Bei der Kontemplation lässt man seinen Verstand ganz entspannt (kein krampfhaftes Fokussiere), um ein angenehmes Thema kreisen. Inzwischen gelingt mir das nahezu spielerisch. Außerdem ist es viel besser als TV. Nämlich spätestens dann, wenn du in den Traum übergehst und dein tolles Programm weiter läuft.
Kannst du damit etwas anfangen? Oder hast du schon kleinere Einwände?

Sicher hast du das inzwischen schon einmal probiert, oder?
Bist du hier überhaupt noch am Start? ;)

Verfasst: 20.05.2017, 22:13
von Weltenspringer
Ah... sorry. ich muss immer viel und schnell schreiben wenn ich schon mal on bin.
dabei vermisch ich leider schonmal an wen ich schreibe und in welchem Kontext.

Was ich meinte war, dass Meditation eine gute Trainingsmethode ist um besser Fokussieren zu können.
Das gilt natürlich nicht für Alle und Jeden sondern bezieht sich nur auf Leute mit entsprechenden Begabungen, die das zur persönlichen Entwicklung ihres Energiehaushaltes und Energieeinsatzes nutzbar machen können.
Hier in diesem Zusammenhang dürfte Banis Erläuterung natürlich die verständlichere
für Esos sein.
Also dieser Ansatz der aus dem Yoga stammt, die Birne von allem frei zu machen, an nichts zu denken,...tranzendentales zu erreichen ... und so.

Verfasst: 24.05.2017, 00:36
von Pupi
Hallo Weltenspringer,

genauere Gedanken? Es hängt immer vom Tag ab, wenn ich gute Tage habe, denke ich viel über meine Beziehung nach, mal mir aus was ich noch erleben will, wie eventuell meine Hochzeit aussehen wird, wie cool es doch wäre, mit Tieren sprechen zu können, schwälge in der Vergangenheit...hatte ich einen schlechten Tag und bin wütend, male ich mir Szenarien aus z.B. was wäre wenn mich mein Freund betrügt, welche Kraft von den X-men würde ich gerne besitzen um die dumme Menschheit endlich zur Vernunft zu bringen, habe oft Weltuntergangsszenarien (Deswegen, da ich mich sehr für Astronomie und die Entstehung der Erde und ihre Evolution interessiere und einfach schon zu viele Dokus über Asteroideneinschläge, Gammastrahlen, Sonnenwinde usw. angesehen habe), oder denk daran, wie cool es doch wäre, die Erde in einer Blase zu verlassen um durchs Weltall zu reisen, weit weg von allen.
Also wie schon gesagt, das Ding im Kopf hört einfach nicht auf mich zu unterhalten. Es ist so ein Gefühl, als ob dich eine Person zutextet und du einfach nur willst, dass sie die Klappe hält.

Verfasst: 24.05.2017, 00:45
von Pupi
Hallo Bani,

ja das probier ich des Öfteren. Ich versuch an angenehme ruhige Orte zu denken, wo ich allein und frei sein kann, entspannen kann, aber es dauert keine 2 Minuten, schon sind wieder andere Gedanken da. Ich rede mir auch immer wieder ein, ruhig zu werden, zu entspannen...zack, wieder in Gedanken.

Also hab ich das so richtig verstanden, dass du an angenehme Dinge denkst und dann diese weiterträumst?
Träume sind bei mir auch wieder so eine Sache, die mich zum Denken bringen...

Verfasst: 24.05.2017, 10:49
von Andreas
Hallo,
Ich bin ein Mensch, der sehr viel über viele Dinge nachdenkt. Also wirklich viel. Mein Hirn hört einfach nicht damit auf. Das ist echt anstrengend. Ich möchte gerne mal abschalten und an nichts denken können. Ich hab es schon so oft versucht, vor allem wenn ich im Bett lieg und einfach friedlich einschlafen will
ja, anstrengend ist an sich nicht das Denken, weil, dass der Mensch denkt, das ist natürlich.
Das was dein Hirn überfordert ist, weil du NUR das Gehirn benutzt. Der Mensch hat zb im Bauch 10 mal so viele Denkzellen wie im Gehirn (Bauchgehirn). Wenn man das Bauchgehirn mitbenutzt geht es darum viel besser - und es findet keine Überforderung im Gehirn statt. Dein Problem ist also lediglich, dass du dein Bauchhirn und andere Körperteile zu wenig zum Denken benutzt. Die gute Nachricht ist aber, dass man dies recht einfach einüben kann, zb indem man Erdungsübungen macht. Im Prinzip wäre also jede Erdungsübung gut für dich, es gibt ja tausende.. zb einfach den Atem (Atemenergie) bis in die Füsse hinunter atmen als Übung.

lg von Andreas

Verfasst: 24.05.2017, 16:34
von Weltenspringer
Ich pflichte mal erstmal wieder Andreas bei.
Was so ganz normale Leutchen betrifft liegt der sehr oft ganz richtig.

Es gibt viele Dinge die nicht nur den menschlichen Gehirnbereich mit Denkprozessen belasten.

Mein erster Gedanke bei dir war der, dass du jemand der Art von Menschen sein könntest, die über empathische Aufnahmefähigkeit von andereren Menschen verfügen.
Deswegender Hinweis auf Abschirmmöglichkeiten. Sensitive dieser Kategorie erleben oder nehmen oft energetische Ströme war, die sie gar nicht selber veursacht haben.
Deiner Ergänzung nach zu urteilen ist dies wohl allerdings nicht dein Problem.
Ein weiteres Problem von Empathen ist das, dass ihre Kreativität nicht nur schwer zu bündeln, sondern auch schwer zu zügeln ist. Die Gedankenprozesse von Empathen spielen sich nicht nur zwischen den bekannten Knoten(Ballungszentren) über die normal genutzten Wegen (Synapsen) zwischen diesen Knoten ab, sondern auch in Gehirnbereichen, die von den meisten Menschen gar nicht genutzt werden.
Ich hab da schon mehrfach das Beispiel von diesem jungen deutschen Mathematiker erwähnt. über den so ca vor 2 Jahren in so einer dieser Wissenschaftssendungen im Fernseh berichtet wurde.
In jungen Jahren überhaupt nicht auffällig in der Schule, schiesst der plötzlich neue Formeln und mathematische Gesetzmässigkeiten nur so aus der Hüfte heraus.
Untersuchungen seines Gehirns, man kann da inzwischen schon eine ganze Menge beobachten ohne einen gleich sezieren zu müssen, zeigten dann, dass sein Logikzentrum nicht einmal warm wurde wenn er rechnete.
Mit anderen Worten es wurde gar nicht gebraucht. Der holte das Zeug irgendwie aus den besagten ansonsten ziemlich untätigen Gebieten des menschlichen Gehirns.
Wieso oder weshalb der so etwas plötzlich konnte, fand natürlich niemand heraus.
In solchen Fällen muss es nicht immer Mathematik sein, es geht da auch um andere kreative Talente, künstlerische, musische, Fantasie usw... aber ganz besonders um Träume
Über das Thema Träume habe ich mich schon öfters ausgelassen und werd das mit Sicherheit hier im Forum nie wieder tun.
Nur soviel, dass es meines Erachtens eines der markantesten Erkennungsmerkmale für "echte" Empathen ist, dass sie zum Einen extrem markante Träume haben und das sie zum Anderen diese mit der Zeit und mit Übung zu steuern in der Lage sind.
Die Mittel und Methoden, die einem erstmal helfen mit dem Wirrwarr im Kopf klar zu kommen sind vielfältiger Natur. Die reichen von Yoga bis hin zum schlichten Meditieren.
Auch hier kann man überall im Forum fündig werden und sich das raussuchen zu dem man die grösste Affinität verspürt.
Tut mir nur einen Gefallen, ... nehmt keine Engel!

Verfasst: 25.05.2017, 18:48
von Bani
Hallo Pupi,

oh la la. Okay, ich verstehe so langsam.
Deine Frage ist viel umfangreicher als das vielleicht spezielle Problem, welches beim Versuche zu "Meditieren" entstehen könnte.

Das alles hört sich für mich mehr nach dem heutzutage weit verbreiteten "Weltschmerz" an.
Der Betroffene projiziert alle mögliche Problem der Welt auf sich, bzw. in sein Dunstkreis.

Hauptsächlich wird dieses Phänomen durch die Medien hervorgerufen. Diese bündeln täglich was das Zeugt hält schlechte Nachrichten. Doku-Sender setzten dann noch mit Berichten über vermeintliche Bedrohungen aus dem All - und sonst woher - das I-Tüpfelchen drauf.

Und ja, dieser Dauerbeschuss macht vielen Menschen unbewusst oder bewusst ordentlich zu schaffen.
Denn dadurch entsteht ein komplett verzerrtes Bild der Realität.

Die Realität ist hingegen, dass mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, keines dieser Probleme jemals dein Leben tangieren wird.

Die Lösung ist ebenso einfach wie pragmatisch. Bestell die Zeitung ab. Verzichte auf Nachrichten und Katastrophendokus. So einfach ist der 1. Schritt. (Sich nicht mit Problemen anderer zu belasten.)

Die meisten Zeitgenossen haben auch vor diesem Schritt Manschetten. Sie entgegnen umgehend: "Ich könnte etwas Wichtiges verpassen!" Nur wie soll man sein eigenes Leben verpassen? Das geschieht doch nur, weil man sich mit allen möglichen Problemen dieser Welt beschäftigt die einem im Grunde nichts angehen.

Sieht Pupi sich irgendwo zwischen diesen Zeilen wieder? ;)

Verfasst: 26.05.2017, 16:34
von Horus
Hi, pupi....

Manchmal hilft da Holz hacken. :?
Oder Dauerlauf! ;) ....
Oder körperliche Arbeit bis zur Erschöpfung!... :shock:

Oder vielleicht auch die "No Mind Meditation"!.... :?

http://www.oshouta.de/de/meditation/6483

Grüßle, Horus :P

Verfasst: 08.06.2017, 12:42
von Farintula
Ich schätze da hilft nur Übung, Übung, Übung und Weitermachen, Weitermachen, Weitermachen. Selbst zwei Minuten an nichts zu denken ist schon mehr als viele können. Wenn mir beim Meditieren besonders viele Gedanken durch den Kopf gehen, dann sage ich mir immer "Mal sehen, welcher Gedanke als nächstes kommt" und warte darauf welcher Gedanke kommt. Der Trick dabei: In der Wartezeit auf den nächsten Gedanken denkst du an nichts:) Wenn du dann merkst, dass du irgendwann mit einem Gedanken mitgegangen bist, dann fang einfach wieder von vorne an.

Liebe Grüße,
Farintula

Verfasst: 08.06.2017, 14:55
von Weltenspringer
Naja ich versteh immer nicht wieso es für manche erstrebenswert ercheint ihr Gehirn abzuschalten anstatt es zu benutzen.
Was bitte soll das bringen?
Nichts zu denken?
Ihr könnt doch nicht ernsthaft glauben dieses fernöstliche Zeugs bringt euch weiter?

Lasst euch doch einfach nicht von der Dualen-Welt beeinflussen mit ihrem bit and nobit.

energie-keine energie
gut-böse
schwarz-weiss

Nutzt eure Energien doch, statt zu versuchen sie abzustellen.
Wer suchet der findet!
Niemand behauptet es sei einfach den eigenen Weg zu finden!

Gerade die Inder mit ihrem Yoga sind doch ein prima Beispiel dafür, dass eine ganze Kultur durch solches Ideengut (tranzendental usw) komplett ausgenocked wurde. Die hängen teilweise immer noch in ihrem Kastensystem fest, unfähig, sich aus den Zwängen früherer Leben oder sonstigen festgefügten (Zwangsgemeinschaften) Lebensumständen zu lösen oder zu befreien.

Fangt an die Welt nicht nur durch die rosarote Brillen irgedwelcher Gurus (Riede, Freude, Eierkuchen) zu betrachten sondern setzt eure Möglichkeiten richtig ein.
Träumt eure Träume und versucht sie vor allem zu verwirklichen, anstatt euch in blauen Dunst zu versenken wie so Opiumsüchtige.
Pickt euch nur das raus was euch brauchbar ist aus dem Zeug aber suhlt euch nicht drin rum.


p.s @ Horrus - Holzhacken wäre da definitiv besser