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Verfasst: 09.06.2017, 09:21
von Bani
Der Wunsch von Pupi war es, innere Ruhe zu finden. Ich halte diesen Wunsch für sehr nachvollziehbar.

Meditation im weitesten Sinne ist übrigens eine sehr gute Idee. (Ich spreche aus Erfahrung.)

Da unser Kulturkreis praktisch nur Konsum und materiellen Erfolg als "Heilmittel" anzubieten hat, ist es nur konsequent in Richtung Osten zu schauen. Niemand hatte vor den Lebensstil der Inder zu kopieren.

"Träumt eure Träume", schreibst Du. Pupis Traum ist es innere Ruhe zu finden. Und nicht etwa irgendwelchen idiotischen Zielen unserer Gesellschaft nach zu hecheln.

Was gibt es daran nicht zu verstehen…

Verfasst: 04.08.2017, 21:49
von Meditation24org
Hey,
Ich stimme Badi zu. Was immer du ankämpst oder versuchst wegzudrücken wird stärker. Das ist mit den Gedanken und Emotionen so wie auch mit allem anderen. Deswegen scheitert auch der Kampf gegen Drogen oder der Kampf gegen Kriminalität usw.

Wie Eckhart Tolle sagt: "Was immer du bekämpfst, das stärkst du, und wogegen
du dich sträubst, das hat Bestand."


Die Kunst um deinen Verstand zu beruhigen liegt also darin deine Gedanken einfach zu zulassen. Leiste keinen Widerstand und versuche nicht krampfhaft "still" zu sein. Wie erwähnt macht es das nur noch schlimmer. Beobachte die Gedanken lediglich, sei widerstandlos und akzeptiere alles was aufkommt. Der Verstand wird sich beruhigen und dann nimmst du die Stille ganz von selbst wahr.

Wenn du das auch im Alltag praktizierst und du immer wieder zum gegenwärtigen Moment zurückkommst dauert es nicht lange bis du erkennst, dass dein wahres Selbst der Beobachter, der Zeuge der Gedanken ist und nicht die Gedanken oder Emotionen selbst. Dies nennt man dann Erleuchtung oder zumindest eine der ersten Stufen.

Wenn du Lust hast kannst du hier eine kleine Geschichte von Buddha lesen, wo er dieses Thema bildlich mit einem See voller Schlamm darstellt, der wieder klar wird nachdem man ihn eine Weile hat ruhen lassen: Buddha und das schmutzige Wasser aus dem See

Freundliche Grüsse

Verfasst: 09.08.2017, 09:29
von Weltenspringer
lange Rede kurzer Sinn!

Wenn dem so ist, dass du da eigenes Gedankengut zu verarbeiten hast und nicht nur das Pech hast, wie es einigen Begabten passiert, die Emotionen anderer einzufangen, dann ist nichts was du abschalten müsstest. Laß die Dinge fließen. Halt deine Gedanken im Fluß.
Es spielt nicht mal eine Rolle ob es gute oder schlechte Gedanken sind. Tatsache ist, da wird etwas bewegt.
Da findet ein Reifeprozess statt.
Wir alle müssen da auf die eine oder andere Art und Weise durch.
Für manche ist das kein großer Akt, Andere machen ein Drame draus.
Auf jeden Fall ist das nicht nur dein Problem.

Wie Medi ganz richti erkannt hat. Wenn du da was abblockst oder auszublenden versuchts wird alles noch schlimmer.
Meditation kann richtig angewandt durchaus hilfreich sein.
Seh da kein Allheilmittel drin.
Das ist nur einer von vielen Wegen.

Da gibt es die ulkigsten Abwandlungen herkömmlicher Wege. Im Moment ist glaub ich immer noch Lach-Yoga angesagt.
Es ist schön wenn man über solche Dinge lachen lernt.

Wie eigentlich immer, du musst du dir den Weg suchen der zu dir passt.
Für den ollen Budha war das der Weg der Mitte.
Der hat allerdings ziemlich lange gebraucht ehe er darauf kam.

Verfasst: 16.08.2017, 14:41
von joe989
Ich bin ein Mensch, der sehr viel über viele Dinge nachdenkt. Also wirklich viel. Mein Hirn hört einfach nicht damit auf. Das ist echt anstrengend. Ich möchte gerne mal abschalten und an nichts denken können. Ich hab es schon so oft versucht, vor allem wenn ich im Bett lieg und einfach friedlich einschlafen will. Doch an nichts denken ist so schwer, denn sofort schießt schon wieder der nächste Gedanke in den Kopf der mich 2 Stunden nicht loslässt. Auch wenns Probleme privat oder im Beruf gibt, es gibt keine Sekunde, in der ich einmal nicht daran denke.



Das klingt echt mies.
Ich habe es auch ab und an aber zum glück nicht jeden Tag.
Mir hat geholfen zu meditieren bzw es ist danach besser wirklich

Verfasst: 16.08.2017, 17:11
von Horus
Doch an nichts denken ist so schwer, denn sofort schießt schon wieder der nächste Gedanke in den Kopf
Hallo,
Wo könnte da in solcher Situation die Lösung liegen?... :?

Man kann aus allen Kleinigkeiten ein Drama machen.
Oder schwätzen bis Du nicht mehr kannst!....

Osho hat für solche Fälle die "Gibberisch-Meditation" erschaffen!....
Guckst Du....

Viel Erfolg dabei!....

Gruß Horus :P .....

Verfasst: 24.08.2017, 01:01
von elias111
Hallo, wenn das Hirn nicht anschaltet ist das super. Sonst würdest du jetzt nicht mehr unter uns weilen ;)

Sich anzustrengen nicht zu denken funktioniert nicht. Da du dir aber bewußt bist was du denkst ... beobachte deine Gedanken.
Streng dich nicht an sie zu unterdrücken. Setz dich hin ... entspanne dich ... fühle deinen Körper ... und dann schau einfach was du denkst. Wertfrei!
So als ob du Radio hörst oder einen Film schaust.
Du wirst nach einiger Zeit merken das sich etwas verändert.

LG
Elias

PS: Bei mir funktioniert Gehmeditation am besten, Zuerst nur den Körper fühlen und dann auf jede Bewegung achten. Wenn du das kannst öffne dich und nehme einfach deine Umgebung wahr. Nicht ein einzelnes Ding. Sondern den Raum als Ganzes.

Verfasst: 16.09.2017, 11:19
von Sannavedayitanirodha
Guten Tag :)

Es ist völlig normal dass der Verstand dauernd Gedankensalven feuert. Das ziel bei der Meditation ist es nicht den Verstand sofort auszuschalten sondern alles was erscheint einfach zu BEOBACHTEN. Seien es nun Gedanken und Gefühle. Beobachte sie nur. Gib dich nicht mit ihnen ab. Je mehr du Beobachtest, desto transparenter und leichter wird alles. Irgendwann einmal werden alle Gedanken, Identifikationen, Gefühle und alle innerseelischen Vorgänge zum erliegen gekommen sein und du erfährst das Höchste.

Nur weiter Meditieren. Nur weider Beobachten. Gib nicht auf. Gib nicht auf. Gib nicht auf.

OM :sunny: