Schrei nach Aufmerksamkeit?

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Serene
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Schrei nach Aufmerksamkeit?

Beitrag von Serene » 12.01.2014, 18:03

Hallo!

In meinen TrĂ€umen fand sehr oft Folgendes statt: Aus irgendwelchen AnlĂ€ssen wurde ich ohnmĂ€chtig, sackte zusammen, war deprimiert oder blieb manchmal regungslos im Wasser liegen (drohte also quasi zu ertrinken) - und ich hoffte immer auf Hilfe, wurde aber stattdessen strikt ignoriert, weil ich angeblich bloss Aufmerksamkeit erhaschen wollte. Diese Behauptung scheint auch irgendwie zu stimmen, weil ich bei den WassertrĂ€umen oft selbst wieder "zu mir kam", da ich nicht wollte, dass sich jemand um mich Sorgen macht (was ja einen Widerspruch darstellt). Es war jedenfalls immer ein bitteres GefĂŒhl irgendwie...

Zum allerersten mal (seit Jahren!) hat sich diese Szene verÀndert und zwar im folgenden Traum:

Ich eile einer Gruppe von MĂ€nnern hinterher, die auf dem Weg sind, um meinen Bruder fĂŒr irgendeine Tat zu loben (es ging um Tapferkeit und Mut). Der Weg fĂŒhrt direkt an der MeereskĂŒste entlang. Ich kann nicht genau beschreiben warum (es war eine Mischung aus dem Wunsch nach Aufmerksamkeit und dem Wunsch beweisen zu wollen, dass ich auch mutig/tapfer war oder so), aber ich löse mich irgendwann von der Gruppe und springe ins Wasser. Da ich im Traum ein Kind bin und es an dieser Stelle schon tief ist (etwa 2-3 m), stellt die Situation durchaus eine Gefahr fĂŒr mich dar. Ich tauche unter Wasser und begutachte den Teppich aus roten Korallen, der den Meeresboden hier bedeckt. Irgendwann Ă€ndert sich der Teppich und besteht aus roten Anemonen mit brennenden Nesseln (dass sie brennen, erkenne ich, weil es zischt, wenn ich mit meinem PulloverĂ€rmel dagegendrĂŒcke). Ausserdem denke ich in dem Moment daran, dass ich mich in einem typischen Lebensraum fĂŒr Haie befinde. Ich tauche auf und merke, dass die MĂ€nner weitergegangen waren. Dummerweise herrscht auf diesem Meer (eigentlich eine Meeresenge, die mehr einem Fluss gleicht) eine starke Strömung. Von dieser werde ich erfasst. Ich schreie um Hilfe, aber es wird - wie soll es auch anders sein - nur blöd geguckt. Ich merke, dass mich die Strömung in Richtung eines Tunnels zieht (ein Ablaufkanal fĂŒr den Meeresfluss). Meine Lage wird immer bedrohlicher, denn natĂŒrlich bilden sich durch die Verengung starke Turbulenzen. Ich kann nicht mehr entfliehen. Ich bleibe aber ruhig und hochkonzentriert und rede mir gut zu: "An dieser Stelle ist es nicht so gefĂ€hrlich. Ganz ruhig. Ich schaff das schon." Auf diese Weise gelingt es mir, die hochrasante Wildwasserfahrt aus Strudeln und massigen Wellen zu ĂŒberstehen. Nach einer Weile im Tunnel wird das Wasser ruhiger. Am Rand entdecke ich sogar einen Steg (wie in einem Badehaus), ĂŒber welchen ich den Strom verlassen kann. Die Wellen laufen hier nur noch ganz sanft ein. Der Steg fĂŒhrt mich zu einer Duschkabine. Ich frage mich, was das soll und eine Stimme antwortet mir, dass das Meerwasser auch schmutzig sei und ich mich daher abspĂŒlen sollte. Das tue ich und wasche mir zudem grĂŒndlich die Haare. Danach verlasse ich die Duschkabine und finde mich in einer anderen Art Kabine wieder, nĂ€mlich die eines ZugfĂŒhrers. Der Zug steht aber und der ZugfĂŒhrer ist der "Wassermann" (die mythologische Gestalt). Ich kenne es aus MĂ€rchen, dass man das Reich des Wassermanns nicht wieder verlassen kann (weil man dann eigentlich ertrunken ist), es sei denn, man meistert irgendeine Aufgabe, wie der Held in diesen Sagen. Ich werde traurig und frage den Wassermann, ob er mich nicht gehen lassen könne. Zu meiner Überraschung ist er sofort damit einverstanden und ich trete nach draussen.

Dort ist wieder das Meer. Am Ufer steht ein rotes Auto und darin sitzen drei junge MĂ€nner. Sie schauen aufs Meer und ich weiss, dass sie nach mir Ausschau halten, weil ich ja im Wasser verschwunden bin. Seltsamerweise versuche ich aber nicht, ihre Aufmerksamkeit zu erlangen, indem ich in Ohnmacht falle, wie ich es sonst immer getan habe in diesen TrĂ€umen, sondern bleibe trotz Erschöpfung aus eigenen KrĂ€ften standhaft. Es ist, als hĂ€tte ich tatsĂ€chlich gelernt, dass in meinen TrĂ€umen ohnehin keiner zu Hilfe kommt und dass ich mir die Wiederholung dieser Tatsache ersparen konnte (ich hatte es schliesslich gerade zuvor erst wieder erlebt, als mir keiner aus dem Wasser geholfen hatte). Ich war inzwischen ĂŒbrigens kein Kind mehr, sondern erwachsen...
Auf einmal erblickt mich einer der Typen im Auto. Alle springen sofort aus dem Wagen und kommen auf mich zugerannt. Ich drehe mich um und will gehen (weil ich denke, dass es sowieso nur falsche Hoffnung ist und es gar nicht um mich geht). Als sie bei mir ankommen, zieht mich einer von ihnen heran und drĂŒckt mich an sich, als wĂ€re er ĂŒberglĂŒcklich, mich wieder zu haben. Im Traum weiss ich, dass er mein Freund ist - obwohl es keinen solchen in RealitĂ€t gibt. Er macht sich grosse Sorgen, fragt mich stĂ€ndig, wie es mir geht. Ich bin aber immer noch misstrauisch und bleibe erstmal stumm... Dann aber können mich meine Beine einfach nicht mehr halten vor Erschöpfung und ich sacke wieder einmal zusammen. Ich glaube schon zu wissen, was jetzt passiert, denn normalerweise wĂŒrden sich die anderen Traumfiguren jetzt wegdrehen und mich nicht weiter beachten. Aber dieses mal... werde ich nicht fallen gelassen, sondern diese Arme halten mich weiter fest.

Oh Mann, sorry fĂŒr diesen kitschigen Roman! xD
Normalerweise bin ich keineswegs jemand, der schwÀchelt oder Mitleid sucht. Aber in meinen TrÀumen, tja ... :-P

Ich komme selber nicht dahinter, was das alles zu bedeuten hat. Ich weiss nur, dass diese Szenen grosse Bedeutung fĂŒr mich haben, weil sie sich etliche male wiederholt haben und dass letzterer Traum sich geradezu wie eine Revolution angefĂŒhlt hat.

Ein wenig hatte sich der Traumverlauf schon zuvorgehend verĂ€ndert: Etwa zwei mal ist es passiert, dass ich aus der Opferrolle geschlĂŒpft bin und als neuerscheinende dritte Person (die immer ganz klar ich selbst war - also Ich-Perspektive) jemand anderen rette, der an meiner Stelle in Not ist. (Mir ist es dabei egal, ob es sich nur um Schauspielerei handelt oder Ernst ist. Ich finde es einfach wichtig zu helfen).

Jemand Lust seine Deutung zu Àussern?

Ich wĂŒrde mich freuen!

Liebe GrĂŒsse

Serene

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Beitrag von Andreas » 13.01.2014, 09:02

Hallo,
Hast du schon mal mit einer sogenannten Familienaufstellung gearbeitet ? - weil, solche TrÀume, in denen man energetisch so zusammensackt, das kann zb auf eine systemische Verstrickung mit einem toten ausgeklammerten Vorfahren/Opfer hinweisen.

lg von Andreas
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Beitrag von Serene » 13.01.2014, 10:30

Danke fĂŒr Deine Antwort, Andreas!

Von Familienaufstellung habe ich schon gehört, aber dieses Gebiet stellt fĂŒr mich völliges Neuland dar. Ich weiss nicht genau, wie ich mich dem Thema annĂ€hern soll... Über Tipps wĂ€re ich dankbar. Sonst mache ich mich selber mal ein bisschen schlau.

Auf subtile Weise brachte ich den Traum (vor allem den Mann am Ende) auch mit einer erst kĂŒrzlich verstorbenen Person in Verbindung... Es war nur so ein sehr unterschwelliges GefĂŒhl. Heute trĂ€umte ich noch mal eindeutig von genannter Person und sie glich dem Mann aus dem letzten Traum, was meine Ahnung noch verstĂ€rkt.
Wir standen uns allerdings nicht nahe, sondern kannten uns lediglich aus Kindertagen und hatten seither keinen Kontakt mehr. Es ist im ĂŒbrigen der erste von mir miterlebte Tod in meinem Umfeld, falls das eine Rolle spielen könnte.

Ich frage mich halt, warum gerade dieser Mensch jetzt eine eingefahrene Traumsituation dazu bringt, sich weiterzuentwicklen?

lg

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Beitrag von Andreas » 13.01.2014, 14:52

Hallo,
Ansonsten, welche Situationen/UmstĂ€nde in deinem Leben wĂŒrdest du als "gefĂ€hrliches Haigebiet" bezeichnen ?
lg von Andreas
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Beitrag von Serene » 13.01.2014, 15:54

Hallo,

Ich weiss es nicht genau... spontan wĂŒrde ich mein Studium nennen. Ich liebe mein Studium! Aber ich hatte einen schlechten Start und ich habe immer das GefĂŒhl, dass ĂŒberall eine Aufgabe lauert, die ich nicht zu bewĂ€ltigen fĂ€hig bin - das fĂŒhlt sich tatsĂ€chlich wie eine Bedrohung durch Haie an.
Jetzt wo ich darĂŒber nachdenke, ist es auch meine Strategie mir gut zuzureden, dass ich das schon schaffe und ruhig und konzentriert eine HĂŒrde nach der anderen zu meistern (wie angesichts des Wildwassers). In dem Fall wĂŒrde das auch erklĂ€ren, warum keiner hilft: Weil nĂ€mlich keiner helfen kann (so ist es zumindest in RealitĂ€t. Ich muss mir selber helfen - sei es auch nur, in dem ich mir Hilfe besorge.) Die momentanen Semesterferien könnten fĂŒr die beruhigte Lage am Ende des Tunnels stehen (auch symbolisch zu verstehen: "Das Licht am Ende des Tunnels").

Ist das so zu verstehen?
Obwohl es sehr genau auf diesen Bereich meines Lebens zutrifft, habe ich das GefĂŒhl, dass es sich auch auf etwas Allgemeineres bezieht (die OhnmachtstrĂ€ume kannte ich ja schon vor meinem Studium, wenn ich mich recht erinnere...)

glg

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