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Verfasst: 15.02.2011, 10:52
von heilerin
Möge sie in Frieden ruhen.

Verfasst: 05.03.2011, 00:11
von nanabosho
Nun, die Sache mit Bärbel Mohr ist schon ein wenig heikel,

und zwar nur, weil sie eben die berühmten "Positiv"-Bücher geschrieben hat. Nicht um den Tod geht es, sondern um den Krebs, erst recht um Burnout, wenn das vorher kam, und das würde auch nur stimmig sein.
Wenn ich nämlich so ein Buch schreibe oder sogar mehrere, stelle ich mich selbst unter einen gewissen Druck. Denn das, was ich anderen predige, sollte ich selbst doch einigermaßen drauf haben.
Und nun stellen sich da ein paar Fragen, zumal diese Bücher - nicht nur das der Bärbel Mohr - nicht alles sagen, was zu dem Thema Wunscherfüllung hätte gesagt werden müssen. Vielleicht ist es Absicht, vielleicht wissen es die Autoren tatsächlich nicht besser und es genügt ihnen, wenn manches bei diesem oder jenem funktioniert, bei 90% der Leser und zuweilen bei den Autoren selbst aber nicht.
Es wurde hier schon geäußert, dass sich einer nicht willentlich auf eine andere Bewusstseinsebene katapultieren kann. Das bestätige ich schon mal. Man kann sich aber einbilden, eine andere Bewusstseinsebene erreicht zu haben! Diese Einbildung erzeugt eine mentale Anstrengung, ein Unbedingt-diesem-Bild-genügen-wollen. Keiner Wunder, wenn der Strick irgendwann reißt.
Jeder Mensch hat ein ihm zugemessenes Schritt- oder Wachstumstempo. Wenn er nicht an sich selbst zieht und zerrt, kommt er kontinuierlich gut voran. Wenn er aber - von der Suggestion gewisser Rezepte getrieben - versucht, es zu beschleunigen, geht das nicht in allen Fällen gut. Das, worauf es ankommt, ist schließlich nicht die Erfüllung bestimmter Wünsche, sondern das volle Erleben des HIER-UND-JETZT, das zuweilen schon durch den Tatbestand des Wünschens ausgehebelt wird.
Ein einfaches Vertrauen, das ich zu dem geführt werde, was mich glücklich macht, könnte weit entspannender wirken als dieser Universums-Bestell-Aktivismus.
Ich kenne eine ältere Frau, die keine Bücher geschrieben hat und bei der Diagnose Krebs zu fasten begann, 40 Tage lang unter Aufsicht eines Heilpraktikers. Danach war der Tumor verschwunden. Das ist nun gut 14 Jahre her und die Frau erfreut sich noch immer bester Gesundheit. Sie ist nicht der einzige Fall von Krebsheilung. Ich denke, der Mensch muss dann tun, was seine innere Stimme - nicht sein Verstand! - ihm rät, wenn er sie vernehmen kann. Eine Universums-Bestellung kann auch funktionieren, warum nicht? Aber eben nur, wenn sie zu eben dieser Person und deren Situation passt.

Vielleicht hat Bärbel Mohr all das tatsächlich nicht gewusst oder war sich darüber nicht klar. Ein wenig riskant war es - von dieser Sicht her - Ratgeber-Bücher zu schreiben. (Ich kenne leider schon eine ganze Menge Leute, deren Vertrauen in das "Universum" durch diese Bücher zerstört wurde, und ich weiß nicht, ob die Anzahl derer, die sich dadurch motiviert fühlten, größer ist.) Noch riskanter aber ist es, derartige Bücher zu lesen und sie für das Non-plus-ultra zu halten.
Bärbel Mohr hat einige Erkenntnisse gehabt und sie weitergeben wollen. Wenn sie damit den Menschen, die auf der gleichen Ebene waren, geholfen hat, mag das genügen.

Herzliche Grüße
nanabosho

Verfasst: 05.03.2011, 20:59
von zadorra125
Helda Clark mit ihrer Leberreinigung gegen Krebs, mit ihren Kuren und Geräten, sie starb an Krebs!

Verfasst: 05.03.2011, 21:02
von nanabosho
Ist es eben nicht gerade auch so: Das, wogegen ich kämpfe, wogegen ich mich wehre, wird stärker?

Herzliche Grüße,
nanabosho

Verfasst: 27.04.2012, 22:01
von IansaBale
Oh je, das wußte ich ja gar nicht, ich hab mehrere Bücher von Bärbel Mohr gelesen und hab mich eine Zeit lang in ihrem Forum herumgetrieben. Habe mich da aber wieder distanziert, weil da zu viele fanatische und allwissende Leute waren.

Irgendwann hab ich auch die Begeisterung verloren, am Bestellen beim Universum, denn ich denke, dass man nicht die komplette Kontrolle über die Gestaltung seiner Umwelt haben kann...das ist einfach unmöglich. Gott hat die komplette Kontrolle, wir können zwar auch noch jede Menge gestalten, aber das letzte Wort hat Gott.
Er hat Bärbel Mohr zu sich gerufen, was schade ist, denn sie hat positives Denken gelehrt. Wer weiß, warum es bei ihr letztlich nicht geholfen hat. Aber wahrscheinlich ist das nur unsere Art, den Tod oder eine Krebserkrankung zu bewerten. Man fragt sich ja oft, warum ein Mensch zu früh stirbt, was für ein Sinn dahinter steht.
In meiner Familie gibt es ein Beispiel.
Meine Cousine hatte sich verlobt, mit einem wunderbaren Menschen. Er hatte gerade sein Medizinstudium mit Bravour abgeschlossen und überhaupt war er für seine Umwelt, wie ein Engel. Alle liebten ihn. Meine Cousine und er wollten heiraten. Doch bevor es dazu kam ist er durch einen Autounfall ums Leben gekommen! Da fragt man sich, warum? Bestimmt hatte er schon alles erreicht, und Gott hat ihn gebraucht und hat ihn deshalb zu sich gerufen.
Wer weiß, vielleicht war es bei Bärbel Mohr auch so...um wieviel mehr könnte sie von der geistigen Welt aus mit ihren positiven Gedanken die Welt gestalten...war nur so ein Gedanke!

Verfasst: 01.05.2012, 16:21
von gwen1
traumdeuterin, diese Gedanken sind mir auch durch den Kopf gegangen als ich von ihrem frühen Tod hörte.

Ich selbst habe inzwischen auch zum selbstbestimmenden Leben kraft unserer Wunschgedanken ein eher ambivalentes Verhältnis bekommen. Wir müssen akzeptieren, dass wir nicht Gott sind, sondern nur gottähnlich.
Die letzte Konsequenz ist immer der Schöpferwille. In unserer Gesellschaft hat sich "Tod" als etwas Negatives, sozusagen als Strafe etabliert. Wissen wir, ob Bärbel Mohrs Tod nicht eher sowas wie eine "Gnade Gottes" war oder vielleicht sogar eine "Beförderung"? Damals dachte ich auch, sie ist uns in den Aufstieg vorausgegangen, ist unsere Wegbereiterin geworden. Ich denke, so sieht es auch ihre Familie, nur so kann ich mir auch erklären, dass die Familie ihren Tod sehr schnell verkraften konnte.
Es ist allerdings schon was dran an dem so dahin gesagten Ausspruch "only the best die young". Entweder ist es die Erhebung des Verstorbenen sozusagen zum Heiligen; diese Glorifizierung, um mit dem frühen Tod eines Angehörigen überhaupt fertig werden zu können, oder es ist wie Du sagst, dass ihr Leben eben einfach karmische Erfahrungen im Turbogang absolviert hat.