01.06. - 11.06. Elster 17 Terralogie

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sensmitter
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01.06. - 11.06. Elster 17 Terralogie

Beitrag von sensmitter » 31.05.2017, 11:16

01.06. - 11.06. Elster 17 Terralogie
Schwellenzeit 10.40 h - 11.20 h

Wärmer und immer noch länger werden die 11 Tage des Spirits Elster,
doch die kurzen Nächte sind kalt. Wenn der Brachet beginnt, wie der
Juni fr√ľher genannt wurde, und die brach liegenden Felder gepfl√ľgt
werden, bl√ľhen die Gr√§ser und die Wiesen funkeln am Morgen vom
Tau. Libellen, Bienen und Schmetterlinge bevölkern die Luft, und
abends werden die Schwalben auf ihrer Jagd von den Fledermäusen
abgelöst. Dunkler werden die Wälder, und die Strahlen der Sonne
glitzern durch die dichten Laubdächer der Bäume, wenn uns der
magische Spirit der Elster allerlei Schattenseiten vor Augen f√ľhrt,
doch gleichzeitig ein starkes Bed√ľrfnis nach gr√∂√üerer Entfaltung der
eigenen Möglichkeiten weckt. Durch gegensätzliche Reize auf allen
Ebenen weckt er scharfes, kritisches Denken, erhöht die Handlungs-
bereitschaft und befreit von Zwängen. Sein Gesang ist meckerndes
Geschwätz, das uns verwirrt, erschreckt und in stillen Stunden Selbst-
zweifel und √Ąngste weckt, doch uns tats√§chlich einiges entlockt, was
schon immer mal gesagt werden musste. Wir sagen, was wir denken,
sind kritischer und mutiger als sonst, aber können tatsächlich auch mal
zugeben, dass wir uns bestimmten Anforderungen nicht gewachsen
f√ľhlen. Wir meckern √ľber dieses und jenes, haben keine Lust mehr, die
Erwartungen der anderen zu erf√ľllen, erliegen aber dem sch√∂nen Schein.
Glänzendes, Blinkendes wirkt immer noch anziehend, stammt es doch
von der nomadischen Urerfahrung glitzernden Wassers in der Ferne,
das die Strahlen der Sonne reflektiert.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt, und die Naturerscheinung des
Spirits Elster ist die Fata Morgana, die Luftspiegelung, die uns nicht
vorhandene Dinge vorgaukelt. Narren- oder Katzengold nennt man
so auch den Pyrit, den Heilstein des Spirits Elster. Pyrit glänzt wie ein
eckiger Goldklumpen, altert aber im Laufe der Jahre. Im Gegensatz
zum immerwährend beständigen, echten und reinen Gold zerfällt Pyrit
mit der Zeit unter Sulfatausbl√ľhungen, denn er ist in Wahrheit eine
Eisen-Schwefelverbindung. In der Antike wurde Pyrit als Feuerstein
zum Funkenschlagen benutzt.
Der "schöne Schein" mag uns manchmal blenden, aber der Spirit der
Elster spiegelt die tiefer liegenden Wahrheiten wider. So deckt der
goldschimmernde Pyrit bösartige Heimlichkeiten, verborgene Bewusst-
seinsinhalte und sogar Krankheitsursachen auf. Vor allem spiegelt er
das Verborgene Ich wider, wie Luftspiegelungen entfernte Orte zeigen.
Als Stein der Fee Morgaine setzt er transformierende Kräfte frei, und
man sagt, er stehe mit einem √ľbergeordneten Energiefeld in Verbindung.
Körperlich stimmuliert Pyrit das Nervengewebe entlang der Wirbelsäule
und stärkt das zentrale Nervensystem. Geistig aktiviert und intensiviert
Pyrit die Erkenntniskraft, selbst wenn er nur in der Nähe, z.B. auf dem
Schreibtisch, liegt. Seelisch stärkt Pyrit das Selbstbewusstsein, fördert
die Selbsterkenntnis, indem er auch mit Schattenseiten konfrontiert, und
wirkt √Ąngsten, Depressionen und Pr√ľfungs√§ngsten entgegen. Zudem ist
der wie Gold anmutende, spiegelnde Pyrit der ideale Heilstein zur
Regeneration nach langer Krankheit.

Wahre Nothelfer sind auch die terralogischen Elstern, die astrologischen
Zwillinge der 2. Dekade, weil sie durch rasches √úberlegen und geistes-
gegenw√§rtiges Handeln ihre √Ąngste (und die √Ąngste anderer) besiegen
und schnell Ideen und Pläne in die Tat umsetzen. Obwohl sie zeitweise
von au√üen betrachtet f√ľr jede vern√ľnftige Einsicht blind erscheinen oder
auch durch allzu vorschnelles Urteilen Fehler begehen, glänzen sie mit
gro√üer geistiger Beweglichkeit und √ľberaus gutem Einsichtsverm√∂gen in
f√ľr andere verworrene Zust√§nde und Situationen. Scharfes kritisches
Denken und strategisches K√∂nnen ist typisch f√ľr die "Elstern", und die
Verteidigung der eigenen Meinung anderen gegen√ľber stimuliert sie.
Ihre Vorliebe f√ľr Debatten und intellektuelle Auseinandersetzungen ist
Freunden, Verwandten und Kollegen nur allzu bekannt. Die "Hätz"
nennt der Volksmund den "lästernden Vogel" und machte ihn zum
Sinnbild f√ľr die sarkastische Debatte. Die kluge Elster/Eggster gab aber
auch den s.g."Extern"-Steinen den Namen, bei denen die Götter um Rat
gefragt wurden. So haben auch die Findigkeit und der Einfallsreichtum
terralogischer Elstern schon manchen vor Schaden bewahrt. Sie reden
gerne und viel und erscheinen einigen zu Unrecht als oberflächlich, denn
sie besitzen ein tiefes, z√§rtliches Gesp√ľr f√ľr die verwundbare Seele und
sind wirklich aufmerksame Zuhörer.

Nichts entgeht Pica-Pica, der h√ľbschen schwarz-wei√üen Elster, die als
tierischer Spirit plötzlich auftaucht, schnarrt und meckert und als Omen
warnt, wenn Plagiate und Fälschungen im Umlauf sind, geistiges Gut in
Gefahr ist oder wir dabei sind, dem schönen Schein zu erliegen und uns
täuschen lassen; oder gerade belogen oder bestohlen werden. Damit
kennt sich der Vogel aus, stiehlt er doch selbst sogar Ringe und anderen
glitzernden Schmuck und fällt auch auf wertloses Silberpapier herein,
das er in seinem kunstvollen, kugeligen Nest sammelt, welches einen
trickreichen Schein-Eingang hat, um andere Diebe in die Irre zu f√ľhren.
Zu Unrecht gelten die monogamen V√∂gel als streits√ľchtig und ungesellig,
versammeln sie sich doch abends mit bis zu hundert Artgenossen in
Schlafb√§umen und sind √ľberaus z√§rtlich miteinander. Leicht wehm√ľtig
erinnere ich mich an die Zeit, als ich eine junge verletzte Elster pflegte,
und sie gerne auf meiner Schulter saß und kuschelte, mir leise ins Ohr
t√ľddelte und unaufh√∂rlich allerlei Zeug brabbelte, bis sie dann einschlief.

"Ich bin, der ich bin.", denkt die Elster-Persönlichkeit und lässt sich nur
schlecht von anderen umstimmen und formen, es sei denn, sie hat den
von au√üen kommenden Gedanken schon selbst gehabt. Je mehr √Ąhn-
lichkeit ein Elster-Typus in einem anderen Menschen sieht, umso größer
ist das Vertrauen in ihn, und am liebsten wäre ihm, sich im anderen
Menschen gespiegelt zu sehen. Da plappert die Elster: "Zwei Elstern
sind in China Symbol f√ľr eheliche Liebesfreuden und werden besonders
auf Hochzeitsw√ľnschen gerne dargestellt. Ein Text aus dem 5. Jh.n.Chr.
erz√§hlt, dass in alter Zeit Mann und Frau bei einer vor√ľbergehenden
Trennung einen Spiegel in zwei Teile brachen. Bei Ehebruch verwandelte
sich das Spiegelst√ľck des Ehebrechers in eine Elster, die dem betrogenen
Partner den Fehltritt verriet. Daher wurden schon Bronzespiegel mit
eingeritzten Bildern von Elstern....".- "Basta!" tönt mein Pfau.

Tiefer Sympathieglaube findet sich auch rund um den Holunder, der
Heilpflanze des Spirits Elster. "Seine Rinde", sagt die Elster, "von oben
nach unten abgesch√§lt, wurde als Abf√ľhrmittel verwendet. Von unten
nach oben als Brechmittel. Logisch und allen Völkern der terralogischen
Zone bekannt. Sogar in Nordamerika..." - "Kscht!"
Bereits in prähistorischen Siedlungen fand man Samen des Holunders,
und seit der Antike kennen wir viele Rezepte von Hippokrates oder aus
Dioskurides` "Materia Medica". In mittelalterlichen Kr√§uterb√ľchern
wird der Holunder als "Universalmedizin" gelobt und ist noch heute ein
beliebtes Volksheilmittel. Heute weiß man, dass gewisse Inhaltsstoffe
der wei√üen Holunderbl√ľten die W√§rmeregulationszentren im Gehirn
anregen, wodurch ein Schwitztee heilsam bei beginnenden Erkältungs-
krankheiten ist. Die schwarzen Beeren färben Leder, Haut und Haare
und finden in der K√ľche vielseitige Verwendung als Marmelade, Saft
oder Wein. Auch kennen Sie sicher Sambucco oder "Hugo"...
"Oder Sie lassen sich von sensmitter besoffen labern", sagt die Elster.
"Oder Sie machen zu Holunder einen Google-Hupf", sagt mein Pfau.
Roh sind die Beeren bitter und sogar giftig, wenn man zu viel davon isst.

"Grausamkeit" heißt im Crowley-Tarot die Neun der Schwerter, die
Tarotkarte des Spirits Elster, die sowohl √ľbertriebene Anstrengung des
Geistes als auch Verzweiflung des Verstandes symbolisiert. Er schreibt:
"Hier wirkt der bittere Geschmack der Analyse; Aktivität ist dem Geist
(Denken) eingeboren. Das instinktive Bewusstsein, dass nichts irgendwo-
hin f√ľhrt, ist jedoch stets vorhanden. Die Schwerter repr√§sentieren nicht
länger das Prinzip des reinen Intellekts als vielmehr die automatischen
Regungen von herzlosen Leidenschaften. Das Bewusstsein ist in einen
von der Vernunft unerleuchteten Bereich herabgesunken. Dies ist die
Welt der unbewussten primitiven Instinkte...ein roher, gieriger Hunger,
der ohne jegliche Zur√ľckhaltung vorgeht."
"Echt gruselig", sagt mein Pfau, der Giftbekämpfer, "dass durch selbst-
zerst√∂rerische Sorgen das Bewusstsein im d√ľsteren Bereich primitiver
Affekte versinken kann. Konfrontiert mit den Schatten des Lebens gilt
es deshalb, den Geist durch das Laubdach blitzen zu lassen und sich
nicht auf Handlungen einzulassen, die wir später bereuen."
"Ganz schön banal!" meckert die Elster. "Na, und duuuu kannst nur
schwarz oder wei√ü", t√∂nt mein Pfau."Entweder √ľbertreiben, ausflippen,
Panik machen oder untertreiben, schönreden,"chillen" und nimmst nix
wirklich ernst." - "Alles Schwindel!" Entspannt euch, Ihr Vögel...
Die Zeit des Spirits Elster f√ľhrt uns durch √Ąngste und Sorgen zu
verborgenen Talenten und eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten.
LG sensmitter

http://www.ijon.de/elster/verhalt.html
http://heilkraeuter.de/lexikon/holunder.htm
http://www.zauber-pflanzen.de/sambucus.htm
http://www.edelsteine.net/pyrit/
http://www.physik.wissenstexte.de/halligen.htm#grau
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