21.05. - 31.05. WaschbÀr 16 Terralogie

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sensmitter
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21.05. - 31.05. WaschbÀr 16 Terralogie

Beitrag von sensmitter » 20.05.2017, 13:12

21.05. - 31.05. WaschbÀr 16 Terralogie
Schwellenzeit 10.00 h - 10.40 h

Neue Welten gilt es zu entdecken, und immer viel los am WaschbÀren-
himmel, wenn Schwalben und Wolken ziehen und Insekten mit Pollen
und Samen tanzen. In bunter Mischung fliegt allerlei durch die Luft,
wenn der neugierige Spirit des WaschbÀren hemmungslos ins Haus
einbricht, verstaubte Hirn-Speicher durchwĂŒhlt und mit Leichtigkeit ein
paar ĂŒberholte Denkmuster aus dem Fenster schmeißt. Sogar in den
TrĂ€umen schnĂŒffelt er herum und wĂ€scht alte Klamotten durch, von
denen wir glaubten, sie seien lĂ€ngst vergessen. Überall mischt er sich
ein, macht ruhelos und ungewohnt neugierig. Und unbewusst bringen
uns lang gehegte WĂŒnsche wieder in Bewegung; selbst, wenn wir
vielleicht von "der Welt da draußen" nichts mehr wissen wollen.
"Was du schon lange machen wolltest", sagt der putzig pummelige
Beutegreifer, "solltest du jetzt endlich mal tun!"

Leicht gesagt vom Meister der Leichtigkeit, dem lebhaften Schnell-
denker, dem Guru spielerischer Selbstverwirklichung mit dem dicken
Fell. Wer glaubt, die vernichtende KĂ€lte und Einmischung der "Eis-
heiligen" ĂŒberstanden zu haben, befĂŒrchtet zu Recht weitere Schein-
heilige, SchÀdlinge und Konkurrenten, die jeden Neubeginn zu einem
mĂŒhsamen Prozess machen.
Fehlt es einem zarten PflÀnzchen auf kargem Boden an NÀhrstoffen
oder kĂ€mpft es auf guter Erde mit weitaus grĂ¶ĂŸeren GewĂ€chsen ums
Licht, gleicht es dem Menschen, der sich durch Ă€ußere Verbote und
innere Hemmungen nur schwerlich in seiner Entwicklung entfalten kann
und sich nur mĂŒhsam fĂŒr Neues öffnet. "Doch die Neugier ist bei mir
meist grĂ¶ĂŸer als die Angst", sagt der Spirit des WaschbĂ€ren, Vater aller
Explorer, König der Spione, der mit schwarzer Maske ĂŒberall herum-
schnĂŒffelt, wo sein Verstand Nahrung findet.

Immer vielseitig interessiert an neuen Entwicklungen, an Neuigkeiten
und geistigen Erkenntnissen - und einfach von Natur aus neugierig -
öffnen sich auch die astrologischen Zwillinge erster Dekade, die
terralogischen WaschbÀren, allem Neuen; so sehr, dass sie immer
wieder von "Zeitdieben" ausgenutzt werden und keine Zeit mehr fĂŒr
ihre eigenen BeschĂ€ftigungen finden. Meistens erfĂŒllen sie zuerst die
fremden AnsprĂŒche und verlieren sich dann in der Thematik des
Anderen, Fremden und Neuen."WaschbÀren" begeistern sich voller
Entdeckerfreude fĂŒr jedes neue Interessengebiet, sind visionĂ€r und
idealistisch. Sie sehnen sich nach Entwicklung und Wachstum, lassen
sich aber leicht ablenken und sind oft in eigener Sache nicht beharrlich
genug. Schon in der Kindheit bereitet es ihnen Schwierigkeiten, die
elterlichen Forderungen und das Wachstum ihrer eigenen Persönlichkeit
in Einklang zu bringen. Da "WaschbĂ€ren" sehr mitfĂŒhlend, stets hilfs-
bereit und geradezu harmoniesĂŒchtig sind, geraten sie ĂŒber elterliche
Sorge in Verzweiflung. Auch spÀter in Beziehungen und Partnerschaften
fĂŒhlen sie sich ratlos und niedergeschlagen, wenn Unstimmigkeiten ĂŒber
gemeinsame Ziele entstehen. Um dann den Frieden aufrecht zu erhalten,
lassen sie zu, dass andere ihre Denk- und Entscheidungsprozesse stark
beeinflussen, wobei dann die BedĂŒrfnisse des "WaschbĂ€ren" oft auf der
Strecke bleiben.

Ihre Tarot-Karte Acht der Schwerter heißt bei Crowley "Einmischung",
und er schreibt: "Mangel an Ausdauer in Angelegenheiten des Intellekts
und des Kampfes. Ein glĂŒckliches Geschick begleitet jedoch auch diese
von SchwÀche gekennzeichneten Anstrengungen, obgleich der Wille
unentwegt durch zufÀllige Einmischungen durchkreuzt wird. GenialitÀt
und Optimismus reichen hier nicht aus. Es ist einfach nur der Fehler,
gutmĂŒtig zu sein, wenn GutmĂŒtigkeit zum Unheil fĂŒhrt."
Im Rider-Tarot sehen wir eine von Schwertern eingezÀumte Frau, die
gefesselt und mit verbundenen Augen gedemĂŒtigt im Schlamm steht.
Im Hintergrund eine Burg, die AutoritÀt symbolisiert. Die Menschen,
die sie gefesselt haben, sind lÀngst verschwunden, und sie könnte sich
jetzt befreien, denn die Schwerter sperren sie nicht wirklich ein. Auch
sind die Stricke nicht um ihre Beine gebunden, und im Grunde hindert
sie nichts daran, einfach fortzugehen. Doch die Verschleierung ihrer
SelbststĂ€ndigkeit und die UnterdrĂŒckung ihrer eigenen FĂ€higkeiten
haben bereits in der Vergangenheit begonnen, als ihr von anderen
ihre eigene Hilflosigkeit und UnfÀhigkeit eingeredet wurde.
"DAS waren die schei...n..heiligen Eisheiligen!" schreit mein Pfau.
"Da kann man nichts machen", sagt der "gut verzogene" WaschbÀr,
der sich aus Harmoniesucht nicht wehrt. Selbst wenn Altmeister
Crowley im Buch Thot schreibt: "Wenn man ĂŒberhaupt zuschlagen
muss, ist ein knock-out Schlag am besten", ziehen "WaschbÀren" es
eher vor, sich selbst zu betÀuben."Ja, Bombe d`rauf!" sagt mein Pfau.
"Doch knapp daneben ist auch vorbei."

Leider bremst ungefragte Kritik - als Einmischung von außen - nicht
nur den Gedanken- und Ideenfluss des terralogischen WaschbÀren
(und bringt ihn "aus dem Konzept"), sondern vereitelt im schlimmsten
Fall im Handumdrehen die Realisierung seiner Ideen, weil ihm die Lust
zu agieren vergangen ist. Richtig gut geht es ihm nur im Kreise Gleich-
gesinnter, die seine Entdeckerfreude teilen und der Erweiterung seines
Horizonts dienen. Tierische WaschbĂ€ren-Rollkommandos ĂŒberfallen
dann auch gerne in Horden stĂ€dtische MĂŒllcontainer. Mit schwarzen
Masken - wie Walt Disneys Panzerknacker - brechen sie gemeinsam
in HĂ€user ein, wobei sie alles abmontieren, was nicht niet- und nagelfest
ist. "Gesellschaftliche Kontakte dienen der Aufnahme von Impulsen fĂŒr
eigene schöpferische TÀtigkeiten", grinst der WaschbÀren-Spirit, "und
der Darstellung meiner geistigen und kreativen FĂ€higkeiten."
Doch "WaschbÀren" leben von der Intuition und benötigen deshalb
immer wieder RĂŒckzug, Einsamkeit und Ruhe, um sich im geistigen
Alleingang - ohne Einmischung von außen - konzentriert privaten
Studien zu widmen und eigenen Gedanken nachzuhÀngen. Symbolisch
stehen hierfĂŒr die Wolken am Himmel, die den Spirit des WaschbĂ€ren
in dieser wechselhaften Naturerscheinung darstellen. Ihr verbergender
und enthĂŒllender Charakter, ihre Doppelschichtigkeit, durch heftige
Winde zerrissen, mal tiefhÀngend, schwarz, schwer und verfinsternd
oder hoch oben unbeschwert leicht dahinschwebend, strahlend weiß
und leuchtend: Wolken werden getrieben oder lassen sich treiben,
entstehen mit Leichtigkeit wie aus dem Nichts und lösen sich dann
wieder darin auf, unfassbare Erfindungen des WaschbÀren-Spirits...

Leichtigkeit und spielerische Selbstverwirklichung vermittelt so auch
der Heilstein des WaschbĂ€ren. Es ist der milchig-blassgrĂŒne Nephrit,
der "Nierenstein", der dunkle Wolken, Gedanken und Schatten rasch
vertreibt, und durch den alles gelindert werden soll, das uns "an die
Nieren geht". Schon vor ĂŒber 2000 Jahren schnitzte man kultische
Figuren, Gottesbilder und mystische GegenstÀnde aus dem weichen,
aber starken Schutzstein, der bei TrÀgheit AktivitÀt vermittelt und bei
Überbelastung fĂŒr Ruhe sorgt. Nephrit erhöht die ReaktionsfĂ€higkeit
durch die Stimulation der Nerven und der Nebennieren. Er stÀrkt
Willen und Durchhaltevermögen und hilft bei Entscheidungsschwierig-
keiten und geistigen Angriffen, vor allem wenn man unter Druck
gesetzt wird. Nephrit hilft, die eigene IdentitÀt zu wahren und klÀrt
Körper, Seele und Geist. Direkt auf der Haut getragen, erhöht er
die Sinneswahrnehmungen und hilft, sich der Störfelder bewusst zu
werden, die den eigenen Willen beeinflussen. In vielen Bereichen,
typisch WaschbĂ€r, sorgt der Nephrit fĂŒr den nötigen Ausgleich.

Die Kraft der spielerischen Selbstverwirklichung und die Leichtigkeit
des Seins, sich prĂ€chtig zu entwickeln und reich zu blĂŒhen, finden wir
auch in der Pflanze des WaschbÀren, genauer gesagt Rhododendren
und Azaleen. Die Robustheit und Gesundheit dieser wundervollen
ZierstrĂ€ucher und die Schönheit und Vielzahl der zarten BlĂŒten kann
man selbst in GĂ€rten bewundern, die stark dem Wind oder dem
Frost ausgesetzt sind. Ihre Farbpalette reicht von Purpurrosa, Lila,
Weiß bis hin zu Rot, Gelb und Orange. Da Rhododendron zur Zeit
des WaschbĂ€ren auch in voller BlĂŒte verpflanzt werden kann und
ihm auch Sonne oder Schatten "egal" sind, können Gartenfreunde in
kurzer Zeit aus öder Steppe ein Paradies erschaffen. Alle Arten,
kleine wie große, blĂŒhen schon als junge Pflanzen reichlich und
ĂŒberstehen gelassen jedes schlechte und kalte Wetter. "Sie wollen
sogar in saurer Erde wachsen", sagt mein Pfau. Ja, sie lieben Torf.
Aber sie wollen auch beim Wechsel vom Topf ins freie GelÀnde
ein Loch gegraben haben, dass 2x so tief wie ihr Wurzelballen ist
und 3x so breit. Der Torf soll ĂŒbrigens das Wasser fest und den
Boden kĂŒhl halten.

WaschbĂ€r-Wetter ist "WaschkĂŒche" und milde "HandwĂ€sche", ein
Wischiwaschi in stÀndig wolkigem Wechsel zwischen neblig-diesig
und herrlich blauem Himmel mit bauschigen Wattewolken, die im
Mythos "das Angesicht Gottes verbergen". Scheint die Sonne, ist die
Luft erfĂŒllt von bunten StĂ€uben und winzigen Samen, die vom Wind
getragen, doch offensichtlich konsequent ihr Ziel verfolgen, ohne sich
von QuerschlÀgern beirren zu lassen.
Genießen auch Sie das pralle Leben des FrĂŒhlings und die Leichtig-
keit des Seins. Gönnen Sie sich geistige Ruhe in der Betrachtung
schöner Dinge. Und der WaschbÀr meint: "Dumme rennen, Kluge
warten... Weise gehen in den Garten."
LG sensmitter

http://www.dwd.de/pollenflug
http://www.bauernregeln.net/eisheilige.html
http://www.wolken-online.de/wolkenatlas.htm
http://www.biologie-schule.de/waschbaer-steckbrief.php
http://www.ruebe-zahl.de/nephrit.htm
http://www.doc-schuckall.de/artikel_07_09.htm
http://www.guerillagaertner.com/tipps/
DateianhÀnge
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21.05. - 31.05. WaschbÀr, 16. Spirit der Terralogie von sensmitter
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