Erleuchtung.

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Sullivan
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Sullivan » 13.02.2013, 23:46

Liebe Martina,

was Mutterliebe ist, weißt Du natĂŒrlich besser als ich! Dass ein einseitiges BedĂŒrfnis auf Anhaftung beruht, ist ganz unstrittig.

Bei Lucadou ist interessant, dass nicht seine Frau, sondern er zuvor Bedenken gegen die Reise hatte. Er schreibt: "Unsere Tochter wollte nach dem Abitur unbedingt nach Australien reisen. Ich sorgte mich sehr, bevor sie die Reise antrat. Einerseits spĂŒrte ich einen Trennungsschmerz, andererseits machte ich mir Sorgen um ihre Sicherheit. Aber meine Frau fand, das gehe schon in Ordnung. Ein Verbot der Reise stand sowieso nicht zur Debatte, weil sie sich die Reise selbst zusammengespart hatte."

Über den sympathischen Walter von Lucadou, der seine beiden Doktortitel in den FĂ€chern Physik und Psychologie erworben hat, sowie ĂŒber die zwei Freiburger Parapsychologischen Institute gibt Wikipedia Auskunft.

Sullivan

martina1966
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von martina1966 » 17.02.2013, 13:51

Hallo Sullivan, hallo an Alle!

Ich schĂ€tze mal: wir brauchen diesen Umweg ĂŒber den Verstand, das Identizieren mit dem Körper, dem Materiellen und das Suchen im Außen, um zu begreifen, dass uns gerade DAS nicht zur Buddhaschaft fĂŒhrt; zumindest macht es das Leben erheblich vielfĂ€ltiger und bunter.

Der Begriff "Selbsterkenntnis" ist wohl auch leicht missverstĂ€ndlich, warum einige User ihn nicht gerne verwenden. Es wird nicht selten ein Ziel fĂŒr das Ego verstanden, dabei gibt es das "ich" ja nicht, sondern nur die eine Energie.

GrĂŒĂŸe!
StörgefĂŒhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

martina1966
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von martina1966 » 18.02.2013, 12:05

Hallo Horus,

warum ist: "Alles ist Eins" eine Falschaussage?
Man kann es auch rein physikalisch betrachten: wir alle sind aus ein und derselben Energie. Quantenphysiker haben festgestellt, dass 2 Teilchen, die zuerst zusammen waren und dann rÀumlich getrennt worden sind, energetisch verbunden sind, wenn also das eine Teilchen eine Reaktion zeigt, reagiert das Andere gleichzeitig ebenfalls. (S. Gregg Braden)
Das hat man auch mit entnommener DNA festgestellt. Dass da eine Verbindung ĂŒber die Matrix besteht, ist eine Tatsache.
Das hat mit Glauben nichts mehr zu tun.
Ferner gibt es Menschen, welche die GefĂŒhle Anderer, auch aus der Ferne wahrnehmen können.

Nichtsdestotrotz sind wir aus der anderen Perspektive gesehen Individuen.

GrĂŒĂŸe!
Martina
StörgefĂŒhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

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Lucifer
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Lucifer » 18.02.2013, 19:07

hii Martina,
es kommt eben darauf an von wo aus man was betrachtet.
Klar kann jeder GefĂŒhle eines anderen wahrnehmen, da spielt nicht mal die andere Seite der Erde eine Rolle (weiß ich aus eigener Erfahrung).
Und es re-agieren Teilchen aufeinander, wenn sie einmal verbunden waren - also, lach, an alle - jeder mit dem ihr jemals in irgend einem Leben ne Beziehnung hattet bleibt euch fĂŒr immer erhalten.

FĂŒr mich ist der Punkt: das, was wir sind, ist reines Bewusstsein. Und Bewusstsein ist keine Energie - Bewusstsein nutzt Energie um sich auszudrĂŒcken, sich in Formen hinein zu begeben wie in die Körper, oder es kann auch in anderen Dingen sein.

Also ist das Bewusstsein meine Essenz, jedoch nicht die Energien - die kann ich wahrnehmen, alle, ĂŒberall, wenn ich offen und bereit bin, und wenn ich das will. Somit KANN ich mit allem verbunden sein, muss es aber nicht. Das Bewusstsein das ich bin, ist einzigartig so wie die Essenz (das Bewusstsein) von jedem anderen auch, und wenn sie sich ihrer selbst bewusst wird, alles zusammenbringt was sie jemals war, ist und sein wird, dann haben wir die Freiheit selbst zu wĂ€hlen, was wir fĂŒr angemessen halten. Letztlich könntest du dein eigenen Universum erschaffen. Energie gibt es in Mengen jenseits aller menschlichen Vorstellungen und ist fĂŒr jeden frei.

Das ist meine "Erleuchtung", hihi

liebevolle GrĂŒĂŸe
Von der Begrenztheit zur Unbegrenztheit

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Sullivan
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Sullivan » 19.02.2013, 09:38

Hallo Martina,

wenn man den Heiligen Geist als das Universalbewusstsein ansieht, das ĂŒber allen Religionen steht, sich aber in jeder Religion in kleinerem oder grĂ¶ĂŸerem Maße offenbart hat, kann man sich die Sache so vorstellen:

Allein der Heilige Geist besitzt das Einheitsbewusstsein. Wir besitzen nur unser individuelles Bewusstsein, das sich im Laufe unserer Entwicklung erweitert. Der Heilige Geist kann aber jeden Menschen an seinem Einheitsbewusstsein teilhaben lassen. So geschehen im biblischen Pfingstwunder, als die JĂŒnger sogar in fremden Sprachen reden konnten (wenn man das so glauben will).

Die 66 BĂŒcher der Bibel sind in der uns heute voliegenden Form gewiss nicht alle von A bis Z vom Heiligen Geist inspiriert. Ein Theologieprofessor unserer Tage bemerkt treffend, dass der Gott des Alten Testaments bisweilen ZĂŒge eines blutrĂŒnstigen Monsters trĂ€gt. Dennoch hat sich der Heilige Geist auch in der Bibel offenbart (man darf durchaus anderer Meinung sein).

Eine wesentliche Eigenschaft des Heiligen Geistes ist es, wie die Bibel sagt, dass er weht wo er will. Wir können ihn uns nicht dienstbar machen. Er lĂ€sst sich nicht herbeizitieren. Er kann beispielsweise einen Katholiken inspirieren, auch wenn diese Vorstellung manche (nicht alle) Osho-JĂŒnger aufschreien lĂ€sst. Hier ist noch viel AufklĂ€rungsarbeit zu leisten. Ich bin kein Katholik.

Der katholische Theologe Hans KĂŒng versucht mit seinem international gelobten Projekt "Weltethos" (siehe Wikipedia) der VerstĂ€ndigung aller Religionen untereinander zu dienen. Eine wahrhaft großartige Inspiration des Heiligen Geistes! Jeder sollte an seinem Platz in diesem Sinne mitwirken. In einem Forum etwa dadurch, dass er seine Stimme deutlich gegen persönliche Beleidigungen Andersdenkender erhebt, damit diese nicht abwandern.

Eine der wichtigsten Gaben des Heiligen Geistes ist die Geduld. Ohne sie kommen wir nicht voran. Durch Anfeindungen dĂŒrfen wir uns nicht beirren lassen. "Gott der Herr ist Sonn' und Schild" heißt es so schön in einer Bach-Kantate. Du stehst dem tibetischen Buddhismus nahe. Ein passendes SprĂŒchlein lautet hier: "Der Buddha ist meine Zuflucht."

Sullivan
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ramalon
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von ramalon » 19.02.2013, 18:29

Hallo Sullivan,

ich muss Martina etwas beistehen. Das was ich das „Wir“ nenne hat keine Eigenbewusstsein in unserem Sinne. Es fĂŒhlt, es hat aber keine Emotionen, es gibt keine Worte, Begriffe oder Ă€hnliches. Es hat auch kein Ego.
Etwas schwer zu verstehen, es ist anders. Denn es lĂ€uft alles ĂŒber das FĂŒhlen und nicht ĂŒber das Denken. Menschen denken und daher sind sie der Meinung alles ist wie sie.

Horus: Alles ist eine Energie. Du meinst die Unterschiedlichen Schwingungen nur der Ursprung ist Energie. Egal was, alles hat den gleichen Ursprung.
Energie.

Zur Tonart. Du vergreifst Dich leider sehr oft in den Tönen und daher entsteht ein Missklang. Lasse jedem seine Meinung. Man kann ĂŒber alles diskutieren. Wenn jemand ausfallend wird, sind es oft fehlende Argumente oder Intoleranz. Es kann ĂŒber alles geredet werden, aber bitte sachlich. Auch wenn einer eine Meinung hat die dem Anderen nicht zusagt, sollte man sie zumindest akzeptieren, man muss sie ja nicht zu der Eigenen machen.

Du hattest einmal etwas Weises ĂŒber einen Osho Meister eingebracht:
Ich habe es nicht vergessen.
Es handelte sich darum, dass es den Mönchen verboten war Frauen anzufassen und einer der Mönche hatte eine Frau ĂŒber den Fluss getragen.
Ein zweiter Mönch der es gesehen hatte kam nach 30 Minuten und sagte er wolle es dem Meister erzÀhlen.
Darauf der Mönch: Ich habe sie ĂŒber den Fluß getragen, Du trĂ€gst sich immer noch.

Sollte man nicht nur lesen, sondern auch verstehen.

Gruß ramalon

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Sullivan
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Sullivan » 19.02.2013, 20:06

Geheimnisvoller Ramalon,

da ich deine BeitrĂ€ge aus frĂŒheren Jahren kenne, bin ich imstande, deine Mitteilungen ĂŒber das "Wir" etwas besser zu verstehen als Erstleser, die es ohne diese Vorkenntnisse schwerer haben. Schon die Begriffe Emotion, GefĂŒhl, Wahrnehmung und Empfindung sind benachbart, aber voneinander zu unterscheiden. Man gerĂ€t hier so an die Grenze des Mitteilbaren, dass man im Rahmen eines kurzen Forumsbeitags darauf verzichten muss, durch Beispiele die Sache verstĂ€ndlicher zu machen.

Besonders gut gefĂ€llt mir, was du ĂŒber Töne und MissklĂ€nge schreibst. Auch die grĂ¶ĂŸten Kompositionen enthalten neben den WohlklĂ€ngen auch Dissonanzen, da die MusikstĂŒcke sonst spannungslos und somit wertlos wĂ€ren. Jede Dissonanz muss aber auch wieder in eine Konsonanz mĂŒnden, sonst ist es kein Kunstwerk. So fordert es die Harmonielehre.

Auf ein harmonisches Miteinander im Forum, mit oder ohne Osho!

Sullivan

martina1966
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von martina1966 » 19.02.2013, 23:10

Hallo Sullivan,

Du sprichst vom "Heiligen Geist". Nach meiner Weltanschauung ist alles Geist; wir sind Geist, sprich: ein zeitloser Bewusstseinsstrom, grenzenlos.
"Schauen wir auf die Dinge, sind keine Dinge da: wir schauen auf den Geist. Schauen wir auf den Geist, ist kein Geist da: er ist seinem Wesen nach leer..." (aus dem MAHAMUDRA)

Hallo Horus,

Die Zen-Buddhisten lehren uns: "Die Vielfalt ist eine Illusion", d.h. das Individuelle. Wie gesagt, es ist eine Frage der Perspektive.

GrĂŒĂŸe!
StörgefĂŒhle sind nichts als der Schatten, den die Liebe wirft.

ramalon
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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von ramalon » 20.02.2013, 08:56

Hallo Horus,

gebe ich nicht an Sullivan ab, denn ich kenne Dich schon zu lange.

Du hast oft Leute der schwarzen Magie beschuldigt, sie hÀtten Dir etwas angetan. Nur jeder tut sich sein Leid selber an denn alles kommt aus einem. Wenn ich mich Àrgere ist es mein Problem, denn ich Àrgere mich.
Mein Arbeitgeber hatte auch den Hang dazu sich ĂŒber Dinge zu Ă€rgern, die er trotzdem machen musste. Ich fragte ihn ob es etwas Ă€ndern wĂŒrde, wenn ich mich Ă€rgere. Es sagte von nein. Ok, ich darauf, dann Ă€rgere ich mich nicht.
Aus der Umgangssprache: Etwas zu Herzen nehmen oder auf den Magen schlagen hat seinen wahren Ursprung in der Psyche. Lasse ich etwas nicht zu, so brauche ich die Folgen nicht zu tragen. Herzprobleme, Magenbeschwerden etc.

Das was Du meinst mit den Energien ist wie etwas in seine Bestandteile zerlegen.
Es ist wie mit dem weißen Licht. Es besteht aus unendlich vielen Farben. Ich weiß nicht wie weit man es mittlerweile zerlegen kann, in der digitalen Technik waren sie zuletzt bei 16 Mrd.
Selbst Menschen haben je nach Stimmung ein breites Spektrum an Energiemustern das sie abgeben. Nur der Ursprung ist Energie.
Ich auch wie mit dem Strom aus der Steckdose, wir können in vieles damit machen. Eine Vielzahl an Frequenzen die wir nutzen, z.B. Fernsehen, Radio, Computer, Mikrowelle 
.
Nur der Ursprung ist und bleibt Strom – Energie.

Wollten wir jede einzelne Frequenz ausfĂŒhrlich behandeln zu wĂŒrde die Lebensspanne unseres Universums wahrscheinlich nicht dazu ausreichen.


Gruß ramalon

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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Sullivan » 20.02.2013, 09:42

Liebe Martina,

dieses Thema hatten wir schon einmal. Damals ging es auch darum, ob der Heilige Geist persönlich (holy ghost) oder unpersönlich (holy spirit) ist.

Man kann eine Sache aus der Innenansicht oder der Außenansicht betrachten. Überraschenderweise trifft es schon wieder Goethe ganz genau:

"MĂŒsset im Naturbetrachten
immer eins wie alles achten:
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen;
denn was innen, das ist außen."

Am Schluss heißt es dann noch:

"Kein Lebendiges ist Eins,
immer ist's ein Vieles."

Hier geht es wohlgemerkt nur um die Natur. Der Geist, der die Natur und uns Individuen (Außenwelt) durchdringt und erschaffen hat, kann aber als das All-Eine (Gott) gesehen werden.

Wir Individuen haben nur unser individuelles Bewusstsein. Der Geist des All-Einen kann uns aber an seinem Allbewusstsein teilhaben lassen. Wir verfĂŒgen nicht ĂŒber ihn, er verfĂŒgt aber ĂŒber uns.

Sullivan

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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Sullivan » 20.02.2013, 20:40

Hallo Martina,

auf deinen Beitrag 225 habe ich schon geantwortet, möchte aber noch etwas ergĂ€nzen. Dein Satz "Die Vielfalt ist eine Illusion" ist nur dann widerspruchsfrei, wenn man ihn so ĂŒbersetzt, wie er in der fernöstlichen Lehre gemeint ist. Als Illusion gilt dort alles, was nicht ewigen Bestand hat, also die gesamte physische Welt. Einzige RealitĂ€t ist demnach unser göttliches Selbst im Herzen (Atman), das den Kreislauf der Geburten als stiller Beobachter ĂŒberdauert.

Als wir vor Jahren das gleiche Thema schon einmal hatten, gab es heftigen Widerspruch gegen dein Zitat "Alles Leid ist eine Illusion". Das physische Leid ist natĂŒrlich ganz real. Setzt man aber den fernöstlichen RealitĂ€tsbegriff ein, ist auch dieser Satz widerspruchsfrei.

Wenn Atman, unser göttliches Selbst, die einzige RealitĂ€t in dieser Lehre ist, und jedes göttliche Selbst mit allen anderen wesensgleich ist, dann macht dein Satz "Alles ist Eins" einen klaren Sinn. Eine solche Meditation mag fĂŒr alle, die dazu neigen, wunderbare Ergebnisse bringen.

Wir leben aber in der physischen Welt. Hier ist es uns aufgetragen, in der Vielfalt der Erscheinungen zu wirken. Dort gilt nicht die östliche Weisheit "Alles ist Eins", sondern mein Goethezitat von heute frĂŒh:

Kein Lebendiges ist Eins,
immer ist's ein Vieles.

Das hat auch Horus durchaus richtig erkannt. Möge er doch endlich auch noch erkennen, dass Höflichkeit eine wahre Zierde ist. Bis jetzt glaubt er immer noch:

Höflichkeit ist eine Zier,
doch weiter kommt man ohne "ihr".

Sullivan

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Re: Erleuchtung ist....

Beitrag von Sullivan » 21.02.2013, 17:55

Hallo Martina,

nach achtmonatiger (!) absoluter Kaffeeabstinenz habe ich heute erstmals wieder Kaffee getrunken. Die Wirkung ist die einer Granate. Meine Finger wollen ĂŒber die Tasten rasen. Nachdem mein Beitrag 231 an dich sogar von Horus genehmigt wurde, liegt es nahe, diesen Beitrag fortzusetzen.

Wie dein Satz "Alles ist Eins" zu verstehen ist, ohne dass er Goethes "Kein Lebendiges ist Eins, immer ist's ein Vieles" widerspricht, habe ich bereits ausgefĂŒhrt. Bei Goethe ist nur die Natur gemeint, nicht aber der sie durchdringende Geist.

Was es mit dem Schöpfergeist Gottes auf sich hat, wollte sich Goethe nicht von kirchlichen AmtstrÀgern erklÀren lassen. Als junger Mann schrieb er dem Theologen Lavater, der ihn bekehren wollte, genervt: "Ich bin zwar kein Widerchrist, kein Unchrist, aber doch ein dezidierter Nichtchrist!"

Der Satz "Alles ist Eins" in seiner wahren Bedeutung mag dich vielleicht schon so intensiv erfasst haben, dass du vorerst gar kein anderes Meditationsobjekt mehr wĂ€hlen willst. Dann betreibst du wirkungsvolle Meditation. In der berĂŒhmten hinduistischen Bhagavadgita, die inhaltlich deinem tibetischen Buddhismus recht nahe kommt, heißt es an einer Stelle: "Ich denke an nichts anderes mehr."

In seinem gestrigen Thread "In Resonanz ..." schreibt der 17-jĂ€hrige Rasmus als ersten Satz: "Es ist sehr wichtig, dass ihr das lest! Es wird euer Leben verĂ€ndern!" Man wĂŒnscht es ihm, dass er darauf auch Resonanz erhĂ€lt. Sicher ist es nicht. Rasmus wird wie wir alle die Erfahrung machen, dass man nicht immer Resonanz bei anderen findet mit dem, was einem selbst gerade das Herz erfĂŒllt und zu Weitergabe drĂ€ngt.

Unser Thread heißt "Erleuchtung ist ..." Bevor ich in meinem Kaffeerausch noch vom Hundertsten ins Tausendste komme, beschrĂ€nke ich mich auf eine Erleuchtung, die im Zusammenhang mit der gegenwĂ€rtigen berechtigten Kirchenkritik immer mehr GlĂ€ubige zur Esoterik abwandern lĂ€sst: Gott lĂ€sst sich nicht allein auf eine Vaterrolle beschrĂ€nken, wie es eine falsch verstandene Bibelauslegung suggeriert. Dazu eine aktuelle Begebenheit:

Als unsere Familienministerin Schröder unlĂ€ngst genau das ihrer sechsjĂ€hrigen Tochter richtig erklĂ€rte, dass man nĂ€mlich statt "der" Gott eigentlich auch "die" oder "das" Gott sagen könnte, was die Presse gleich kolportierte, gab es von Kirchenchristen völlig unangebrachte Kritik. Ich freute mich diebisch, als Schröders Anwalt öffentlich aus einem Text von Papst Benedikt zitierte, dass Gott sich nicht auf ein Geschlecht beschrĂ€nken lĂ€sst, sondern ĂŒber den Geschlechtern steht. Der Anwalt konnte den Kritikern also vorwerfen, sie seien pĂ€pstlicher als der Papst.

Das war doch ein Volltreffer!

Sullivan

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