Wenn etwas kommt, was wir nicht mögen....

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nussbine
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Wenn etwas kommt, was wir nicht mögen....

Beitrag von nussbine » 18.10.2016, 14:20

Etwas Neues, fĂĽr mich Neues.

Sicher habe ich in meinem Leben schon oft Dinge an mich ranlassen mĂĽssen, die ich nicht mochte.

Was geschieht?

Eine Krankheit. Bei mir oder jemandem, der mir sehr viel bedeutet.

Ich habe mir einige Gedanken darĂĽber gemacht.

Oft habe ich mitbekommen, dass wenn jemand eine Krankheit hat, das unter Verwandten, Freunden, bekannt wird, die Ratschläge, was zu tun, zu lassen sei den Betroffenen zubetonieren.
Es entsteht ein Zustand der hilflosen Starre.

Der Arzt sagt, diese Krankheit haben sie. Das und das kann man dagegen tun. Und auch was nichts hilft, wird der Arzt sicher mitteilen.
Die Folgen, was einem erwartet und noch viele andere Dinge werden besprochen.
Das ist ein schwerer Schlag. Es kann das Leben dieses Menschen, der nächsten Angehörigen, Freunde sehr stark beeinflussen, verändern.
Es kommen Gedanken von Heilung bis Beerdigung. Nach einiger Zeit wird sich der Sturm etwas legen, bis dann vielleicht wieder eine Wende eintritt im Verlauf der Krankheit.
Nach dem ersten Schock oder auch später, tritt bei vielen der Kampfgeist in den Vordergrund und unterstützt dann sogar eine Verbesserung bis Heilung.

Aber eigentlich ist der Mensch immer noch der selbe Mensch, wie vor dem bekanntwerden dieser Diagnose. Er möchte möglichst wenig verändern in seinem Leben.
Also heisst das doch, dass man sich damit arrangiert, diese Krankheit zu haben. Man versucht das bestmögliche, um wieder in den alten, gesunden Zustand zu gelangen.
Was ist das Bestmögliche?
Ich meine, Ärzte sind da sehr erfahren, besonders auf gerade diejenige Krankheit spezialisierte. In den Spitälern, wo zu tausenden Menschen behandelt werden mit denselben Symptomen, Krankheiten. Und wo es ja sehr oft auch zu Heilungen kommt. Ich kenne keine Statistiken, aber in meinem Bekanntenkreis habe ich von einigen Heilungen gehört, welche "tödliche" Krankheiten betrafen.
Bei diesen sei die Heilungschance sehr gross. Also ist doch grösstenteils diesen Fachleuten zu vertrauen, dass sie das menschenmögliche tun, um ihren Patienten zu Besserung und wenn möglich zu Heilung verhelfen. Auch Heiler, Naturärzte, alternative Mediziner usw. sind Fachleute. Es kommt vermutlich nicht immer auf die Methode an, wenn jemand wieder gesund wird.

Selbstheilungskräfte!


Vielleicht auf den Glauben, der Berge versetzt?


Dagegen bin ich, wenn Bekannte, Verwandte, Freunde behaupten, jemanden zu kennen, der jemand kenne, der das auch hat. Da muss man unbedingt...... tun. Und auch noch..... usw.
Es gibt sogar Leute, die alles besser wissen als Fachleute. Diese bauen nicht gerade auf beim Prozess der Heilung der betroffenen Kranken.
Jeder weiss dann einen sicher gutgemeinten Rat, was in diesem Falle zu tun sei.
Da meine ich, dass dies nur kontraproduktiv ist und das Gegenteil bewirkt.

Es ist sogar sehr verunsichernd. Nicht nur bei Krankheiten, sondern auch bei ganz anderen Gegebenheiten. Das frisst Energie, die gebraucht wird fĂĽr diesen Glauben an gute Ergebnisse, an die Heilung.

Mein Gedankengang im Moment ist, eher für sich behalten, was für Krankheiten man hat, wenn man keine Ratschläge wünscht.

Denn diese Reaktionen können für einen Betroffenen die Hölle bedeuten.

Wenn eine Person krank ist, fĂĽhlt sie sich nicht wohl, hat Schmerzen, Beschwerden. Sicher ist die schwere der Krankheit massgebend. Besteht die Aussicht auf Heilung? Oder nicht? Hoffnung ist immer da. Meist berechtigt.
Die Behandlungen in Arztpraxen, Spitälern oder einfach Therapien sind oft kein Hit, können unangenehm sein. Die Resultate dann sehr oft wohl phänomenal. Jetzt kann die Hoffnung auf Besserung, Heilung wieder wachsen. Die Energie, Kraft, die eventuell geschwunden war infolge der Krankheit und auch aufgrund einer nicht sehr grossen Aussicht auf bleibende Heilung, kehrt langsam zurück. Auch der Wille gegen die Krankheit zu kämpfen, sie zu besiegen wird wieder grösser.
Hier brächten dann Berichte, Geschichten, die beschreiben, was alles Schreckliches passieren könnte, was dieser oder jener schon erlebt habe, eher negative Stimmungen zum Erkrankten.
Ich meine, solche könnten betroffene Patienten sowie auch Angehörige beeinflussen und den Weg zur Heilung, Besserung verlängern oder sogar einen Stau oder Unterbruch verursachen auf dem Weg zur Heilung.
Die vielleicht sowieso labile Stimmung von Kranken und Angehörigen würde dann darunter leiden. Der so nötige Mut zum Kampf gegen die Krankheit wird geschwächt.
Deshalb meine ich, bei einer lebensbedrohenden Krankheit sowie auch bei leichteren Beschwerden, dass man es sich sehr gut zu überlegen sollte, bevor man Bekannte, Verwandte, Freunde orientiert. Das kann man auf später verschieben, wenn das unbedingt nötig sein sollte.

Mitleid ist nicht unbedingt erwĂĽnscht, wenn man krank ist.

Vertrauen in den eigenen Mut, die eigene Energie und Kraft hilft sehr wohl auf dem Weg zur Heilung, Wiederherstellung der Gesundheit.

Es gibt viele Methoden, die eigene Heilkraft zu aktivieren. Aber noch lange nicht alle wĂĽnschen dies zu wissen. Diesen Menschen bringt dieses Wissen dann keine Hilfe. Sie lehnen es ab.

Man kann diese dann auch nicht zu ihrem GlĂĽck zwingen.

So meine verschiedenen Erfahrungen. Es ist dann fĂĽr den Rat gebenden wohl sehr frustrierend, wenn alles, was gut gemeint ist abgelehnt wird.

Ich meine, dass ich so mehrere Seiten bedacht habe. Vielleicht gibt es noch mehr Facetten, die noch zu erwähnen wären.

Mit lieben GrĂĽssen

nussbine
Immer noch neugierig und wissensbegierig

ramalon
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Beitrag von ramalon » 19.10.2016, 15:23

Hallo nussbine,

das schlimmste was man einem Menschen antun kann ist, ihn alleine zu lassen.

Wenn eine Krankheit den Tod bedeutet, wie bei Krebspatienten, dann werden die Freunde immer weniger. Kaum jemand will sich dann mit dem Sterben der Person auseinander setzen.
Die Meisten Freunde sind nach einiger Zeit verschwunden, und der Betreffende vereinsamt.

Ein guter Freund wird immer gebraucht, in guten wie in schlechten Zeiten.
Eine gute Freundschaft ist wie eine Ehe, bis das der Tod uns scheidet.


GruĂź ramalon

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