Das spirituelle Leben

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odaj
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Beitrag von odaj » 19.11.2015, 21:15

fĂŒr mich beginnt SpiritualitĂ€t da, wo das eigene Leben selbstĂ€ndig gestaltet wird und nicht andere dafĂŒr verantwortlich gemacht werden
Ich weise freundlich darauf hin, das ich meine Ignorierfunktion nutze. Wessen Texte ich lesen und beantworten will - entscheide ich selber

webschamane
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Beitrag von webschamane » 19.11.2015, 22:58

Spiritus beschreibt die Quintus Essentia, die Quintessenz oder entscheidende Zutat. FĂŒr die alten Römer war dies neben Feuer, Wasser, Erde, Luft eben der Geist. SpiritualitĂ€t ist nun die Lehre dieses fĂŒnften Elements.
http://webschamane.org/ - Schamanismus Online, Informationen zu Kraftier, Schamanismus Ausbildung und Blog

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 20.11.2015, 11:26

Um ein spirituelles Leben zu fĂŒhren, braucht man kein einziges Buch zu lesen. Man kann es auch als Analphabet. Wer aber wissen will, was SpiritualitĂ€t in ihrer ganzen Reichweite bedeutet, möge dieses Wort bei Wikipedia anklicken. Dort wird eine ausgezeichnete, von Wissenschaftlern erstellte Übersicht mit zahlreichen Querverweisen gegeben. Jeder Mensch kann seine individuelle, von anderen ganz unabhĂ€ngige SpiritualitĂ€t entwickeln. Die ist dann nicht bei Wikipedia nachzulesen. Viele Esoteriker haben sie aber in autobiographischen Veröffentlichungen dargelegt. Allerdings nur teilweise, weil manches sprachlich nicht vermittelbar ist.

odaj
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Beitrag von odaj » 22.11.2015, 19:11

Hallo Anjali

Wenn ich deinen Text zusammenfasse:

Es gibt bestimmte Regeln (oder besser: GesetzmĂ€ĂŸigkeiten) an die man sich halten (also verinnerlichen) muss und deren Erfahrung ist völlig individuell. Ebenso die Erkenntnis dieser GesetzmĂ€ĂŸigkeiten (Regeln).

Dem wĂŒrde ich zustimmen = da passt aber deine Frage ned.

Denn wenn das Erfahren, Erkennen und befolgen dieser Regeln - oder GesetzmĂ€ĂŸigkeiten - ein individuelles Erleben ist, dann gibt es "das" spirituelle Leben nicht.
Ich weise freundlich darauf hin, das ich meine Ignorierfunktion nutze. Wessen Texte ich lesen und beantworten will - entscheide ich selber

SleepingDream
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Beitrag von SleepingDream » 25.11.2015, 07:33

Als Mönch definiere ich mein spirituelles Leben mit meinem Leben an sich.
Ich sehe SpiritualitÀt als etwas Wissenschaftliches, das durch Theorie und Praxis verstanden werden kann. Dabei hat jeder erstmal eine Unterschiedliche Vorstellung von SpiritualitÀt. Im Allgemeinen finde ich, ist wohl das wichtigste sich mit sich selbst zu beschÀftigen.
Wer bin ich? Warum bin ich hier und was mache ich wenn ich wieder gehen muss?

SpiritualitĂ€t steckt im kleinen und im großem. Das ganze Leben kann eine spirituelle Gestaltung sein. Dies allerdings ohne eine Philosophie verfolgen zu wollen, halte ich fĂŒr sehr fragwĂŒrdig. Immerhin sollten wir uns bei dem Thema SpiritualitĂ€t doch fragen, ob es nicht eine objektive Wahrheit dafĂŒr gibt, oder ob es eine rein subjektive Sache ist. Die Frage ist doch außerdem, was wir mit einem Spirituellem Leben erreichen wollen. Schließlich ist dies doch der Grund ĂŒberhaupt eines anfangen zu wollen. Im Allgemeine finde ich, sollte man wenn man sein Leben in etwas spirituelles verwandeln will, stehts darauf Bedacht sein wie man mit anderen umgeht, was sein handeln fĂŒr Konsequenzen hat und wie man sich selbst weiterentwickeln kann.
Dabei ist jedoch das wichtigste, das man die wahren Freuden des Lebens kennenlernt und die grĂ¶ĂŸte Freude aus den Werten zieht, die wir fĂŒr richtig halten.
Wie genau man vorgeht um sich dabei selbst zu finden ist eine Sache fĂŒr sich. :)

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 25.11.2015, 12:13

Hallo SleepingDream,

gestern hast du dich im Thread "Selbstverwirklichung durch Chanten ..." mit einem langen Beitrag vorgestellt. Dort sind auch noch 2 aussagekrÀftige Links von dir.

Da du Philosophie fĂŒr unverzichtbar hĂ€ltst, möchte ich dich auf das Buch "Die Philosophie der Wahrheit / Tiefster Grund des Yoga" hinweisen. Verfasser ist der Indienreisende Paul Brunton (1898 - 1981), der schon seit frĂŒher Jugend meditierte und persönlicher SchĂŒler des berĂŒhmten Yogis Ramana Maharshi (1879 - 1950) war. Ramana wurde im Westen erst durch Bruntons Veröffentlichungen einem breiten Publikum bekannt (Fotos bei Wikipedia).

Das genannte Buch ist ein SpĂ€twerk, das erst entstand, nachdem Brunton mit seinem einst hochverehrten Meister Ramana gebrochen hatte und dessen Lehre fĂŒr sich selbst als nicht mehr wegweisend bezeichnete. Von Ramanas Bruder erhielt Brunton Hausverbot im Ashram.

Brunton glaubte, mit der "Philosophie der Wahrheit" ein Jahrhundertwerk geschaffen zu haben. Das ist es zweifellos nicht. Es geht darin auch unnötig ausfĂŒhrlich um wissenschaftliche Erkenntnisse der Wahrnehmungsphysiologie, die durch die heutige Hirnforschung schon ĂŒberholt sind. Möglicherweise ist es fĂŒr dich aber eine willkommene Abwechslung, falls du von der Literatur der Krishna-Gemeinschaft schon ĂŒbersĂ€ttigt bist.

Brunton hĂ€lt sich fĂŒr den Wiederentdecker der verborgenen Philosophie Asiens und preist sie enthusiastisch. Meditation und Mystik sind fĂŒr ihn nur Vorstufen dieser höchsten Lehre auf Erden.

In einem anderen Buch Bruntons geht es wie in deinem Link um die kitzlige Frage, wer den lieben Gott erschaffen hat. DarĂŒber machte sich auch schon der alte Geheimrat Goethe seine Gedanken. Eines seiner Gedichte beginnt mit den Worten: "Im Namen dessen, der sich selbst erschuf."

LG Sullivan

SleepingDream
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Beitrag von SleepingDream » 25.11.2015, 15:03

Hey Sullivan,

danke fĂŒr deinen Buchtipp. Die Beschreibung dazu klingt sehr interessant und ich werde definitiv mal einen Blick hineinwerfen, sollte mir der Autor sympathisch wirken.
ÜbersĂ€ttigt bin ich von der Krishna Philosophie nicht, eher im Gegenteil .Ich bin sĂŒchtig dannach und verschlinge die verschiedenen BĂŒcher dazu regelrecht. Ich habe bisher keine Philosophie entdeckt, die mir mehr Antworten auf die Aspekte des Lebens lieferten und es dabei auch schaffte keine andere Philosophie außzuschliesen.
Zeitweise fand ich den Buddhismus auch sehr interessant, bei dem ich die auch regelmĂ€ĂŸig meditierte und habe dazu noch einige BĂŒcher gelesen. Dazu kann ich das "Tibetische Buch vom Leben und sterben" empfehlen.

odaj
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Beitrag von odaj » 28.11.2015, 19:59

Liebe Anjali

Das hat etwas mit dem spirituellen Weg zu tun, den der Einzelne geht und den jeder selber finden und gehen muss.

SleepingDream geht den Weg des Bhakti-Yoga = und ganz speziell in der fĂŒr Europa und Amerika entwickelten Krshna - Bewegung des A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada . Wie er sein spirituelles Leben organisiert, hat er schon geschrieben und das kann man auch nachlesen. Er kommt vor allem ĂŒber das Chanten und seiner Hingabe (Bhakti) zur Inspiration und geistigen Erkenntnis

Ich gehe den Weg der christlichen Theosophie innerhalb der Katholischen Kirche (ohne "R") und verwende dabei durchaus die christlichen Angebote, wie Exerzitien, Brevier, Sakramente = lege allerdings Wert auf die persönliche Gotteserfahrung und finde mit meinen sophianischem Weltbild durchaus Vereinbarkeiten mit dem Daoismus, Buddhismus und Schamanismus, soweit er jeweils polar ist. Ob ich nun Logos und Sophia, Christus und Maria, Yang und Yin, Krshna und Radha oder von der Tara und dem Buddhaaspekt ausgehe, oder von Freyja und Freyir, Odin und Frigg - das sind nur kulturelle Unterschiede.

Mein spirituelles Leben orientiert sich am Christentum und ich komme ebenso ĂŒber die innerliche Versenkung (die ja im Chanten oder durch das Chanten des Großen Mantra bezweckt oder erreicht werden soll) und der Hingabe (an Sophia als der ersten Liebe Gottes und Mutter der Schöpfung) zur Inspiration und Erkenntnis.

Und daraus ergibt sich dann mein spirituelles Leben. Deines wird anders sein, aber das ist gut so
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odaj
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Beitrag von odaj » 29.11.2015, 11:35

Anjali hat geschrieben: alles egal, denn allesamt bringen ihn offenkundig nicht weiter
. ĂŒberhaupt einen sinnvollen Satz in meinem Kontext bilden kann? ;)
Warum soll jemand einen sinnvollen Satz in deinem (!) Kontext bilden, außer du selbst? Und das ist eben der Unterschied zwischen Freiflieger und Menschen innerhalb einer bestimmten spirituellen Gemeinschaft. Hier klappt der Austausch und einer auf dem Weg des europĂ€ischen Schamanismus kann sich ĂŒber die dortige Göttererlebnisse genauso austauschen, wie ein AnhĂ€nger des Buddhismus oder Hinduismus oder Daoismis = im jeweiligen Kontext. Du schreibst nur von deinem Kontext und deinen persönlichen Erfahrungen in typisch schwammiger und egozentrischer Weise, die evtl bruchtstĂŒckhaft nachzuvollziehen ist, wenn der andere die gleichen BĂŒcher gelesen hat.

Innerhalb eines gemeinsames Kontextes kann man sich auch gegenseitig unterstĂŒtzen und somit weiterkommen = deine Frage dieses Threades ist wirklich AnfĂ€ngerthema, das noch vor aller spirituellen Entwicklung liegt und deine Antworten bestĂ€tigen das auch.

Ich selber bevorzuge die europĂ€ische christliche SpiritualitĂ€t, weis diese aber in den Kontext der anderen zu setzen und kann somit auch Texte und Erfahrungen aus anderen Religionen und Systemen fĂŒr mich nutzen.
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odaj
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Beitrag von odaj » 30.11.2015, 22:48

Odai hat geantwortet
Nach der 12 kommt die 13 :-)
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odaj
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Beitrag von odaj » 04.12.2015, 21:07

Anjali hat geschrieben: Aber worin besteht letztlich der grĂ¶ĂŸte Nutzen spiritueller Wachsamkeit?
Eine kniffelige Frage

Nun gut, da gehe ich doch noch darauf ein:

Wachsamkeit ist eine Eigenschaft, die nur Sinn macht, wenn sie eingesetzt wird. Sie hilft Probleme wahrzunehmen und ist der Auslöser fĂŒr die eignen Schutz- und Abwehrmechanismes. Im spirituellen Bereich wird oft vergessen - oder nicht wahrgenommen - das das Leben kein "Friede-Feuer-Eierkuch-Fest" ist, sondern das es eben auch WiderstĂ€nde und geistige EinflĂŒsse gibt, die hemmen und stören.
Du schreibst weiter oben, das die Grundvoraussetzung (fĂŒr ein spirituelles Leben?) die vollstĂ€ndige Übergabe des eigenen Willens an Gott ist. Das Problem ist hier nur, vom Menschen aus gesehen, ist schon ein Geistwesen einer niederen Ordnung ein "Gott". So kann diese Übergabe also dann zu einer Übernahme durch ein Geistwesen zu dessen Machtmissbrauch werden.

Hier wĂ€re der Nutzen von spiritueller Wachsamkeit der Schutz vor solchen schnellen WillensĂŒbergaben und die "PrĂŒfung der Geister"
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odaj
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Beitrag von odaj » 05.12.2015, 16:53

Julianet hat geschrieben: Die "Verlockungen" der physischen Welt sind dermaßen vielfĂ€ltig,
Gibt es fĂŒr dich - im spirituellen Leben - nur Verlockungen der physischen Welt, der Maya = oder gibt es diese auch in der spirituellen Welt? Und welche Form der "spirituellen Wachsamkeit" wĂŒrdest du da verwenden?
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