Weltenphilosophie als der alles erklÀrende Ansatz?

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Calhexe
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Weltenphilosophie als der alles erklÀrende Ansatz?

Beitrag von Calhexe » 24.09.2015, 18:46

Ich bin eine Frau, die immer nach ErklÀrungen sucht. Ich wurde christlich erzogen, habe mich aber wegen der Machenschaften der Kirche abgewendet. Bei der allgemeinen Esoterik stört mich vieles.

KĂŒrzlich bin ich auf das Buch "Grundlagen der Weltenphilosophie" von Andreas Herteux gestossen.
Ich als totaler Noob war extrem begeistert. FĂŒr mich war's eine Art Augenöffner.

Das Buch erklÀrt quasi alles. Vom Sinn des Lebens bis wie die Welt funktioniert und so, dass man es versteht und ohne Erfindungen wie im Christentum. Irre schwer so zu erklÀren.

Auf den Menschen und das Buch bin ich ĂŒber eine Zitateseite aufmerksam geworden:
http://zitatezumnachdenken.com/andreas-herteux

Infos selbst habe ich nur hier bezogen:
http://andreasherteux.jimdo.com/grundla ... ilosophie/
https://www.facebook.com/AndreasHerteux ... 4431937633

Okay, das Buch selbst ist noch neu auf dem Markt (August), deswegen findet sich net so viel, aber vielleicht kann mir da einer sagen, wie man des wirklich einordnen kann? Verkaufen tut es sich anscheinend recht gut. Ist das mehr so ein Massenmarktding? Ist es schlecht wenn sich ein Philosophiebuch gut verkauft? Bin ich vielleicht zu begeistert? Was meint ihr?

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 25.09.2015, 10:32

Hallo Calhexe,

warum sollte es schlecht sein, wenn sich ein Philosophiebuch gut verkauft ? Philosophie bedeutet wörtlich ĂŒbersetzt "Liebe zur Weisheit". Die wĂŒnscht man doch möglichst vielen Menschen.

Wenn dich das Buch in Hochstimmung versetzt hat, solltest du es mehrmals lesen. Das Foto des Autors zeigt ein sympathisches junges BĂŒrschchen, dem man gerne einen Erfolg wĂŒnscht. Er muss keinesfalls Philosophie studiert haben, um einen Bestseller zu landen.

Als Inhaltsangabe liest man: "Was treibt die Welt in ihrem Innersten an ?" Bei Goethe wĂŒnscht sich der Gelehrte Faust "zu erkennen was die Welt im Innersten zusammenhĂ€lt." Faust zieht aber aus seinem Studium der Philosophie und Theologie eine ernĂŒchternde Bilanz: "Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor." Deshalb wendet er sich der Magie zu. Mit dramatischen Folgen.

Heute sind philosophische BĂŒcher, VortrĂ€ge und Arbeitsgruppen fĂŒr Laien recht beliebt geworden. Vielleicht findest du da genau das, was dich weiterbringt. Sollte dir das Buch Appetit machen, auch ein wenig in die akademische Philosophie hineinzuschnuppern, kann dir in dem riesigen BĂŒcherangebot unter anderem "Die philosophische Hintertreppe" des Philosophieprofessors Wilhelm Weischedel eine ausgezeichnete EinfĂŒhrung in leicht verstĂ€ndlicher Sprache geben.

Das erfolgreichste populĂ€rwissenschaftliche Buch dieser Thematik im vergangenen Jahrzehnt ist aber "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele ? / Eine philosophische Reise" (2007). Es wurden ĂŒber 1 Million Exemplare in 32 Sprachen verkauft (siehe Wikipedia). Autor ist der Philosoph und Publizist Richard David Precht, der auch oft im Fernsehen auftritt.

LG Sullivan

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sensmitter
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Beitrag von sensmitter » 26.09.2015, 11:41

Hallo Calhexe, hallo Sullivan, ja, ich steh`total auf
Precht! Ideal seine TV-Sendungen, wenn einem das
Abtauchen in die Philosophie in geschriebener Form
zu kompliziert ist. Und das wurde es mir vor x-Jahren,
als ich mich dann Àrgerte, kein Alt-Griechisch in der
Schule gelernt zu haben...einer meiner Lieblinge:
Empedokles; "peri physeos"="Über die Natur" hat mich
tief berĂŒhrt, und das ist es, warum ich philosophische
Texte liebe:
Da entsteht beim Lesen der Eindruck:
Ich bin nicht alleine mit meinen wilden Theorien.
Da hat doch tatsÀchlich vor 2000 Jahren jemand das
Selbe gedacht wie ich, Wahnsinn!!!
oder:
Es verschrÀnkt sich fast das Gehirn beim Lesen, wenn
du versuchst, die Worte wirklich zu verstehen, die
Neu-Schöpfungen der Autoren, die mit bis dato auch dir
unbekannten Begriffen versuchen, das Namenlose zu
erfassen.
oder:
Das Àrgerliche - aber fast schon Gott beweisende, weil:
du solltest das nicht wissen, weil Göttliches Geheimnis!
Also, weg damit! - GefĂŒhl, wenn du den Eindruck hast,
du seiest kurz davor, alles zu verstehen; alles! Das ganze
Leben, dein eigenes Dasein, die Existenz jeglicher Natur.
Und dann...fÀllt die Klappe `runter. Ich nenne es spöttisch
den "Eisernen Vorhang", den ich fast vor meinem geistigen
Auge von oben niedersausen sehe...d.h.:
Du verstehst einfach nix mehr! Nur noch Luft im Hirn, so
extrem, dass du echt nicht mehr weißt, was du eben noch
so Geniales gedacht hast.
oder:
Über das, was du liest, hast du noch nie in deinem Leben
nachgedacht. Was fĂŒr`n Knaller im Gehirn! Welche Erleuch-
tung!
Aber Vorsicht! Es sind nur Theorien, Vorstellungen anderer,
aber es ist eine Lust, sich darauf einzulassen, und ich
fĂŒhle mich tief verbunden mit Autoren, die das Selbe denken
wie ich. Tja, und natĂŒrlich kann das Alles ein Irrtum sein...
kann auch mehr Frust als Lust sein...

Ich liebe es, wenn dann immer noch "das Letzte" in der
Gedankenkette offen bleibt. Das gehört fĂŒr mich szg. zur
Göttlichen Ordnung des sich verbergenden Gottes.
Ich bin auch wissenschaftlich sehr interessiert, und möchte
noch sagen, dass die allerkleinsten uns bekannten "Teilchen"
einfach so aus dem Nichts entstehen, was mich tatsÀchlich
umgehauen hat, denn ansonsten formt sich Materie einfach
nur um...und wieder beruht der Anfang von Allem auf etwas
völlig UnerklÀrlichem...
LG sensmitter

PS.: fĂŒr Einsteiger
nettes BĂŒchlein von Christiane SchlĂŒter:
"Mein Lieblingsphilosoph", GĂŒtersloher Verlagshaus.
Untertitel: Von Sokrates bis Sloterdijk - die großen
Philosophen endlich verstehen.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 27.09.2015, 22:54

@ Anjali

Vorweg gleich das passende Goethezitat zu deinem Beitrag: "Der Kasus macht mich lachen."

Was hast du fĂŒr eine seltsame Vorstellung von Philosophie. Auch Goethe hat reichlich philosophiert. Wenn er seinen Gelehrten Faust ĂŒber die Philosophie klagen lĂ€sst, ist damit nur der damalige universitĂ€re Philosophiebetrieb gemeint. Philosophie, die Liebe zur Weisheit, ist aber nicht an bestimmte Institutionen oder AutoritĂ€ten gebunden. Jeder Mensch, der sich Gedanken ĂŒber den Sinn des Lebens macht, philosophiert. Es geht dabei um das volle, pralle Leben.

Manche philosophischen Texte sind von atemberaubender Spannung und Schönheit. Sie können von unschĂ€tzbarem Wert fĂŒr das Leben sein. Wahre Philosophie und wahre Esoterik fĂŒhren den Menschen zur Freiheit.

Calhexe
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Beitrag von Calhexe » 28.09.2015, 22:45

Vielen lieben Dank fĂŒr eure Antworten. Ich bin heilfroh, dass es hier normale Leute gibt und man nicht angegangen wird. :flower:

In nem andren Forum (MÀnnerdominiert) durft ich mir anhören, dass Frauen zu dumm wÀren, philosophische Fragen zu stellen, weil sie Frauen wÀren. Sexismus pur. Hier ist es besser.

Das Buch is scho kopflastig. Was meint ihr? Kann Philosophie auch spirituell werden oder die Religion ersetzten? Kann des so stark werden? Eure BeitrÀge klingen skeptisch in der Hinsicht. Hat jemand so eine Erfahrung?

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 29.09.2015, 06:34

Hallo Calhexe,

Philosophie wird von Nietzsche als "die fröhliche Wissenschaft" bezeichnet. Sobald sie das fĂŒr dich nicht mehr ist, weil du sie als "kopflastig" empfindest, machst du einfach mit ihr Pause. So lange, bis sie dich vielleicht wieder einmal unwiderstehlich ruft.

Philosophie, Religion und Esoterik brauchen sich bei dir niemals in die Quere zu kommen. Sie haben im Grunde alle das gleiche Ziel. Wenn du des Lesens ĂŒberdrĂŒssig wirst, versuchst du es vielleicht einmal mit einer der unzĂ€hligen Meditationsformen, die dir im Internet vorgeschlagen werden. Dadurch machst du unweigerlich spirituelle Erfahrungen irgendwelcher Art. Es könnte sein, dass du danach ĂŒberhaupt nichts mehr lesen willst, weil dich dann deine Intuition allein sicher fĂŒhrt. Zum Kern einer Religion kannst du vor allem dadurch vorstoßen, dass du dich mit ihrer Mystik beschĂ€ftigst.

Zur Auswahl einer fĂŒr dich geeigneten spirituellen Praxis (Meditation, Lichtarbeit oder Ă€hnliches) gibt dir die Bibel, falls du dazu Neigung spĂŒrst, einen guten Rat: "PrĂŒfet alles, und das Beste behaltet !" Andere können dir zwar Empfehlungen geben, die Entscheidung liegt aber allein bei dir. "Seid euer eigener FĂŒhrer und eure eigene Fackel !" sagt der dreimal große Buddha.

LG Sullivan

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 29.09.2015, 21:18

Unser Suli trifft den Nagel auf den Kopf, wenn er den Begriff "Populismus" mit diesemThema in Verbindung bringt.

Philosophie lĂ€sst sich gut vermarkten, heutzutage insbesondere, weil die diversen Religionen kaum noch geistige AnstĂ¶ĂŸe bieten und in Zelebrationen und Riten erstarrt sind. Religiöse Institutionen schwĂ€cheln immer mehr, was Sinn-und Dasens-Fragen betrifft.

Insofern ist die Flucht der Esos in Mystizismus und Okkultismus durchaus verstÀndlich. Wie Suli bereits erwÀhnte, ging es allerdings sogar Goethe so, dass ihm das nicht wirklich was brachte.

Wie Philosphie oder Esotherik einen Menschen zur Freiheit oder zu mehr Freiheit als die Religionen fĂŒhren sollen, ist mir persönlich schleierhaft.
Ich finde eher das Gegenteil ist der Fall.
Eingebunden in das triste Alltagsleben machen sie einem Menschen noch eher bewusst wie unfrei er in Wirklichkeit ist.
Wer sich mal Nietzsche und Konsorten reingezogen hat, weiss sicher was ich meine.
Immerhin kommen die sogenannten Philsophen gegenĂŒber den Esos wenigstens deutlich geistreicher und durchdachter rĂŒber.

im ĂŒbrigen schliesse ich mich bei dem Thema, ohne EinschrĂ€nkung, den Äusserungen Anjalis vom 27.9. an.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 30.09.2015, 06:27

@ Anjali

Nach deiner Polemik gegen die Veganer, denen du einmal pauschal vorgeworfen hast, sie seien alle vollgefressen und hĂ€tten keinen Sinn im Leben entdeckt (Beitrag 61 im Thread "Fleisch essen, Karma und Massentierhaltung") nimmst du dir jetzt die Philosophen vor. Das sind fĂŒr dich dumme Jungs, die unwissend herumstammeln. Du glaubst offenbar auch, dass Philosophie nur die Logik umfasst. Sie hat aber viele weitere Teilbereiche. Einer davon ist die Ethik, die dir Einsicht in dein aggressives Wesen verschaffen könnte.

Die Philosophen behaupten heute natĂŒrlich niemals, etwas Reales ĂŒber das Leben nach dem Tod zu wissen. Sie stammeln deshalb auch nicht nach solchen Fragen herum, wie du ihnen unterstellst, sondern erklĂ€ren sich dafĂŒr als nicht zustĂ€ndig. Sie können dazu nur Vorstellungen aus der Philosophiegeschichte referieren.

Erhebliche Zweifel an der ZuverlĂ€ssigkeit deiner eigenen außersinnlichen Wahrnehmungen verursachen die Angaben, die du vor 2 Monaten im oben genannten Thread ĂŒber Tierseelen nach dem Verzehr ihres Fleisches gemacht hast. Sie haben dir nach deinen Angaben guten Appetit gewĂŒnscht. - Ich wĂŒrde so etwas hier nicht anfĂŒhren, wenn es von dir jetzt nicht wieder neuerliche SchmĂ€hkritik gĂ€be.

Abseits der universitĂ€ren Philosophie gibt es unzĂ€hlige Menschen, die sich die Philosophie in ihrem ursprĂŒnglichen Sinn als Liebe zur Weisheit erkoren haben. Von ihrer menschenfreundlichen Gesinnung könntest du lernen.

______________________________________________

@ Weltenspringer

Das Wort "Populismus" habe ich nie gebraucht, sondern auf "populĂ€rwissenschaftliche BĂŒcher" hingewiesen. Ebenso falsch zitierst du mich im Zusammenhang mit Goethe. Auf anderes gehe ich jetzt nicht ein.

Ich wiederhole, was trotz aller Dekadenz festzuhalten bleibt: Manche philosophischen Texte durch die Jahrtausende sind von atemberaubender Spannung und Schönheit. Sie können fĂŒr die LebensfĂŒhrung von unschĂ€tzbarem Wert sein. Wahre Philosophie, wahre Religion, und heute vor allem wahre Esoterik fĂŒhren den Menschen zur Freiheit. Am HauptgebĂ€ude der Freiburger UniversitĂ€t prangen oben in riesigen Goldbuchstaben die Bibelworte "DIE WAHRHEIT WIRD EUCH FREI MACHEN" (Joh.8,32).

ramalon
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Beitrag von ramalon » 30.09.2015, 07:10

Hallo,

GefĂŒhle sind uns viele gegeben, Verstand nur einer.
Und der Verstand ist das, was sich am besten manipulieren lÀsst.
Er suggeriert uns vieles.
Ausgerechnet dem, vertrauen wir am Meisten.

Gruß ramalon

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 01.10.2015, 19:43

Missgestimmter Pascale,

mit deiner negativen Einstellung kommst du nur an die ĂŒbelriechenden Kloaken von Philosophie, Religion und Esoterik. Deshalb habe ich auch auf die Dekadenz hingewiesen, die es ĂŒberall im Geistesleben gibt.

Mit einer positiven Einstellung könntest du aber an die erfrischenden, reinen Quellen dieser drei Weisheitsströme gelangen und daraus unendlichen Segen fĂŒr dein Leben schöpfen.

"DIE WAHRHEIT WIRD EUCH FREI MACHEN" ist ein Wort Gottes. Vor ihm darf sich jeder ehrfĂŒrchtig verneigen. Wenn du lange genug darĂŒber meditierst, wird dir nach und nach aller Unsinn offenbar, den du geschrieben hast. Die Wahrheit wird dich davon frei machen.

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Beitrag von Sullivan » 02.10.2015, 09:09

Hallo Calhexe,

in deinem frĂŒheren Forum wurde dir von den Herren der Schöpfung mitgeteilt, Frauen seien fĂŒr Philosophie zu dumm. Falls dort niemand dieser Offenbarung eigener Dummheit widersprochen hat, um nicht selbst angerempelt zu werden, steht es um das Niveau dieses Forums schlecht.

Allzu voreilig hast du in unserem Forum gelobt, dass es hier besser sei. Inzwischen hast du aber hier gelesen, dass jemand die Veganer beschuldigt, sie könnten keinen tieferen Sinn im Leben erkennen und seien nur vollgefressen. Das ist von gleicher QualitÀt.

In der Philosophie gibt es viel Wahres, Schönes und Gutes zu erkennen. Wer diese Ansicht vertritt, bekam gestern abend hier die verrĂŒckte Meinung zu lesen, er unterstelle Jesus damit, seinen Bewusstseinszustand durch Philosophie und Hochschulwissen erreicht zu haben.

In Goethes Geburtsstadt Frankfurt steht am Dachfries der Alten Oper in Großbuchstaben weithin sichtbar der Wahlspruch "DEM WAHREN SCHOENEN GUTEN" zu lesen. In diesem GebĂ€ude wurde schon oft Lessings Schauspiel "Nathan der Weise" aufgefĂŒhrt. Darin geht es um die Frage, welche der großen Religionen die wahre sei. Nathan gibt von seiner Weisheit Zeugnis, indem er sich auf keine festlegt. In der berĂŒhmten Ringparabel wird Gott mit den einsichtsvollen Worten angesprochen: "Die reine Wahrheit ist ja doch nur fĂŒr dich allein !"

Du fragst, ob Philosophie die Religion ersetzen kann. Nein, das will sie auch gar nicht. Wir befinden uns in einem lebenslangen Lernprozess, in dem wir nur hin und wieder ein Zipfelchen der Wahrheit erhaschen können, aber mehr nicht. Ob uns Wahrheit durch Philosophie oder Religion vermittelt wird, spielt keine Rolle. Die Esoterik lehrt uns jedenfalls, dass die wichtigste Erkenntnisquelle in unserem eigenen Innern liegt.

Du hast dich von der Kirche verabschiedet. Wahrscheinlich wirst du aber nicht alles vergessen wollen, was sie dir neben anderem auch an Wahrem, Schönem und Gutem vermitteln konnte. Einer ihrer schönsten Gebetstexte lautet:

"O Herr, gib blinde Augen, fĂŒr Dinge die nicht taugen,
und Augen voller Klarheit fĂŒr dich und deine Wahrheit."

LG Sullivan

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lichthulbi
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Beitrag von lichthulbi » 02.10.2015, 11:12

In nem andren Forum (MÀnnerdominiert) durft ich mir anhören, dass Frauen zu dumm wÀren, philosophische Fragen zu stellen, weil sie Frauen wÀren. Sexismus pur.
na - ja - Sexismus ist das nicht. Das ist einfach ein von Vorfahren ĂŒbernommener Glaubenssatz, der aus dem Mittelalter von den Kirchen stammt. Damals hat man ja wirklich so gedacht, weil die Kirchen es den Menschen eingehĂ€mmert haben. Damals konnte man mit diesem Argument jede Diskussion mit einer Frau gewinnen. Noch frĂŒher im Germanentum/Wikingertum war das anders. Da war es regelrecht Aufgabe der Frau durch ihre bessere DenkfĂ€higkeit auf MissstĂ€nde hinzuweisen, auch wenn es MĂ€nnersachen betraf.
Auch heute in der Esoterik wissen wir aus östlichen tantrischen Lehren, dass in der Frau der Energiefluss mehr aufsteigend ist, im Mann eher absteigend nach unten. Darum kann die Frau besser mit dem Kopf denken, wÀhrend der Mann dadurch die FÀhigkeit besitzt mit dem Schwanz zu denken.

Insofern ist es ganz klar, dass MĂ€nner sich aus philosophischen Fragen raushalten sollten.


lichthulbi

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