Wie erschaffenTiere sich ihr Karma

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Ravenna
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Wie erschaffenTiere sich ihr Karma

Beitrag von Ravenna » 04.09.2015, 09:44

Hallo!
Warum geht es vielen Tieren eigentlich so schlecht? Tiere sind doch im gegensatz zu uns Menschen jenseits von Gut und Böse. sie haben doch keinem was getan. Oder besser gesagt, sie handeln nach ihrem Instinkt/ihrer Natur. wenn zb eine Katze eine Maus quĂ€lt,dann kann sie nichts dafĂŒr , es entspricht ihrer Natur.Warum haben sie dann oft so viel schlechtes Karma
VG Ravenna

Ravenna
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Beitrag von Ravenna » 05.09.2015, 19:55

Das ist aber schade!Kann dazu denn wirklich nimand was sagen?
Viele GrĂŒĂŸe Ravenna

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 05.09.2015, 23:21

Hallo,
Karma hat zunĂ€chst nichts mit gut und böse zu tun. Diese Bewertungen sind ja sowieso subjektiv. Was der eine als gut bewertet, hĂ€lt der andere fĂŒr schlecht.
http://www.spirituelle.info/artikel.php?id=230

lg von Andreas
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sensmitter
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Beitrag von sensmitter » 06.09.2015, 09:06

Hallo Ravenna,
Tiere "erschaffen" sich kein Karma, weil ihnen das
Bewusstsein fehlt. "Zebras schreiben keine BĂŒcher",
ist einer meiner LieblingssÀtze. Tiere haben nichts
vor im menschlichen Sinne, können keine Fehler
machen und fressen eben nur, wenn sie Hunger haben.
Alles, was unserer GefĂŒhlswelt entspringt und Ursache
unserer Gier ist, ist ihnen fremd.
Sieht man den Begriff Karma als Ganzes, wĂŒrde man es
wissenschaftlich Evolution nennen. Es ist deshalb in der
Vorstellung von Karma nicht unbedingt gegeben, dass
ein direkter "Sprung" von Hund zu Mensch z.B. statt-
findet.
Aber auch hieran scheiden sich die Geister, und wie bei
westlichen Religionen, werden GlaubenssÀtze u.-inhalte
immer wieder neu diskutiert.

Tiere haben nicht die Möglichkeit, ohne unsere Hilfe ihr
Leben entscheidend zu Àndern, und sind sogar durch
unser Verschulden mehr Bedrohungen ausgesetzt, als
"von der Natur vorgesehen". TatsÀchlich scheinen nur
wir Menschen uns ein StĂŒck weit ĂŒber das Leiden erheben
zu können, so auch, indem wir den Tieren helfen und sie
beschĂŒtzen. Außer Frage steht jedoch, dass sie im
Zusammenleben mit uns hinzulernen, menschliche ZĂŒge
annehmen und imitieren, was ja der erste Schritt zum
Lernen ist. Ob dies der Weg zu menschlichem Bewusstsein
ist? Ein Beweis scheint zu sein, dass einige Tiere sich
Werkzeuge schaffen, um besser an ihre Nahrung zu kommen.
Ach, mir fallen jetzt gleich mehrere GedankengÀnge ein,
wie man das betrachten könnte.

Ich sag es mal "schamanisch":
Tiere haben ĂŒberhaupt kein Interesse, so wie wir zu werden.
Sie leben im Jetzt und nehmen auf Ebenen wahr, die uns
bereits verschlossen sind. Ihre Seelen "reifen" in uns unvor-
stellbar großen ZeitabstĂ€nden.
Wenn wir das GlĂŒck haben, dass sich uns Tiere anschließen,
gestatten sie uns manchmal Einblicke in ihre Welt. Dann
erkennen wir, dass "alles zusammenhÀngt"...
bei dieser tierischen Erkenntnis ist es dir als Wesen egal,
ob du wiedergeboren wirst - du weißt ja nicht mal, ob du
den nÀchsten Tag erlebst. Was gut oder böse sei, ist dir auch
egal, denn du befindest dich im "nackten" Sein.
Wenn sich mir die Spirits von Tieren eröffnen, gehe ich vor
Ehrfurcht in die Knie. Wenn sie mir Zuneigung vermitteln und
NĂ€he, bin ich glatt zu TrĂ€nen gerĂŒhrt. Sie arbeiten mit KrĂ€ften,
die uns völlig unbekannt sind, und die wir nur mit grĂ¶ĂŸter
MĂŒhe ansatzweise kopieren können und uns in unsere tiefsten
Tiefen der Seele fĂŒhren, von denen wir als Mensch nichts mehr
wissen möchten. Grob gesagt, ist dir das als Mensch einfach zu
brutal.
Liebe Ravenna, ich vergaloppiere mich leicht bei diesem Thema.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: Tiere zeigen keine
Absichten, durch "gutes Benehmen" ihr seelisches Schicksal zu
verbessern. Man könnte sogar sagen: sie fĂŒhlen sich wohl in
ihrer Haut und "akzeptieren" körperliche MĂ€ngel. Ihre grĂ¶ĂŸten
Leiden verschaffen ihnen die Menschen, die alles fressen, was
ihnen vor die Nase kommt, die alles benutzen und deformieren.
Jede/r von uns sollte im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu
beitragen, den Tieren Leid zu ersparen. Wer das jedoch nur
macht, um sein Karma zu verbessern, hat absolut nix verstanden.
LG sensmitter

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GhostDog
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Beitrag von GhostDog » 06.09.2015, 12:27

Karma gibt es fĂŒr Tiere nicht in diesem Sinne - sie haben nicht so weitgehend einen freien Willen in der Form wie das Menschen haben, sie sind im Wesentlichen von ihren Instinkten geleitet. Der große Vorteil fĂŒr sie ist, bei Tieren ist der Fortschritt unvermeidlich, Menschen können durch ihr selbstbestimmtes Fehlverhalten ggf. viel Schaden erzeugen und sich in ihrer eigenen Entwicklung ausbremsen.

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GhostDog
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Beitrag von GhostDog » 06.09.2015, 12:44

sensmitter hat geschrieben: Ich sag es mal "schamanisch":
Tiere haben ĂŒberhaupt kein Interesse, so wie wir zu werden.
Da muss ich mal einhaken: Wie kommst Du zu dieser Aussage?
Tiere unterliegen wie alle Lebewesen dem evolutionÀren Fortschritt, sie entwickeln sich weiter. Es gibt ein grundsÀtzliches Streben hin zur höheren KomplexitÀt - mit "Interesse" kann man das nicht gut beschreiben, die Entwicklung liegt einfach in der Natur.
In gewisser Hinsicht "wollen" sie also doch "mehr" werden - komplexer - in etwa so wie wir uns (unendlich langsam) dem Göttlichen annÀhern wollen.
Die Wege von Tier u. Mensch laufen weitgehend in anderen (quasi parallelen) Bahnen, dennoch gibt es ein Streben hin zur höheren KomplexitĂ€t. Es gibt aus der Reinkarnationsforschung bekannte FĂ€lle, die sehr nahelegen, dass die Entwicklung an irgendeinem Punkt dann vom Dasein als Tier zum Mensch ĂŒbergeht. Eben der Fortschritt in eine komplexere (und schwierigere, verantwortungsvollere!) Wesensform.
sensmitter hat geschrieben:
Sie leben im Jetzt und nehmen auf Ebenen wahr, die uns
bereits verschlossen sind. Ihre Seelen "reifen" in uns unvor-
stellbar großen ZeitabstĂ€nden.
Welche Ebenen? Die geistige Welt steht uns offen. Die Argumentation "die uns bereits verschlossen sind" ist meiner EinschÀtzung nach ein logischer Widerspruch zur fortschreitenden Entwicklung hin zur höheren KomplexitÀt. Wohl gibt es spezifische Wahrnehmungen, die jeweils bestimmten Tieren offen stehen, aber den menschlichen Geistwesen ebenso, wenn die organischen BeschrÀnkungen aufgehoben sind und mancher vermag auch durch Astralreisen o.À. bereits im inkarnierten Zustand vieles zu sehen.
Und was Du mit den großen ZeitabstĂ€nden bei Tieren meinst sehe ich auch nicht...? Wieso sollte es einen zeitlichen Unterschied zwischen Tier und Mensch geben, wo die Tiere eine zeitlich lĂ€ngere Reife erlangt haben? Das scheint mir auch mißverstanden zu sein. Der Prozess menschlicher Reifung (der Seele) ist ebenso unvorstellbar groß - und es gilt ggf. wie schon gesagt die grĂ¶ĂŸere KomplexitĂ€t, was auch lĂ€ngere evolutionĂ€re Zeitdauer beinhaltet.

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sensmitter
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Beitrag von sensmitter » 08.09.2015, 08:37

Hallo GhostDog,
ich hÀtte schreiben sollen "menschliches" Interesse, aber
Interesse ist ja bereits ein menschengeistiger Begriff.
NatĂŒrlich gibt es das "Streben", wie du schreibst. Aber das
ist eben kein Interesse. Mit "Gewinn, Nutzen oder Vorteil"
wird das Wort Interesse definiert.
Ich sagte: Tiere haben kein Interesse....
du sagtest:
"Tiere unterliegen wie alle Lebewesen dem evolutionÀren Fortschritt,
sie entwickeln sich weiter. Es gibt ein grundsÀtzliches Streben hin
zur höheren KomplexitÀt - mit "Interesse" kann man das nicht gut
beschreiben, die Entwicklung liegt einfach in der Natur."
Na, genau das meine ich doch, Liebchen.

Zu den Ebenen: nennen wir es BewusstseinszustÀnde.
Wir "sind nicht mehr gut" z.B. in kollektiver Wahrnehmung,
Wahrnehmung der Aura oder ganz simpel: einige Wahrnehmungs-
organe haben sich zurĂŒckentwickelt, z.B. Geruchs- und Gehörsinn.
Das war der Preis fĂŒr`s Großhirn. Sagen wir doch: dafĂŒr haben wir
unsere Instinkte geopfert...du schreibst:
"Welche Ebenen? Die geistige Welt steht uns offen.
Die Argumentation "die uns bereits verschlossen sind" ist meiner
EinschÀtzung nach ein logischer Widerspruch zur fortschreitenden
Entwicklung hin zur höheren KomplexitÀt."

Novalis hat mal sinngemĂ€ĂŸ gesagt: "Das Denken ist ein Graues
Leben". Unsere grauen Zellen sind wunderbar, aber wir opfern
das bunte Leben = die sinnliche Erfahrungswelt mit der Zeit.
Also "mit der Zeit" könnte man jetzt auch wieder bemÀngeln.
Lass uns nicht mit Worten `rumbalgen...

Du schreibst: "Und was Du mit den großen ZeitabstĂ€nden bei
Tieren meinst, sehe ich auch nicht...? Wieso sollte es einen
zeitlichen Unterschied zwischen Tier und Mensch geben, wo die
Tiere eine zeitlich lÀngere Reife erlangt haben? Das scheint mir
auch mißverstanden zu sein."
Sieh es doch mal so:
Wenn dir die Zeit egal ist, gibt es auch kein Wollen.
Sollte uns mal ab und zu dieses KunststĂŒck gelingen, dass uns
fĂŒr kurze Zeit die Zeit mal "egal" ist, spĂŒren wir, dass auch
das Wollen aufhört, siehe Meditation.

Lies noch mal deinen eigenen Text. Es ist kein Widerspruch
zu meinen Aussagen zu entdecken.
Ich mag ansich nicht dieses GeplÀnkel, das hier immer um
Begrifflichkeiten geht, Worte, die man mehrfach interpretieren
kann usw. Meine Kontakte zu Tieren könnte man nicht einmal
als geistige Leistung bezeichnen. Das, was ich erfahre, ist sogar
schwierig in menschlicher Sprache auszudrĂŒcken und muss selbst
gefĂŒhlt werden; wobei man es dann immer noch nicht mit dem
Geist erfassen kann. Es kommt mir gerade in der Sekunde
völlig ĂŒberflĂŒssig vor, dir geantwortet zu haben. Bitte nicht
falsch verstehen, wohlmöglich als Respektlosigkeit dir gegenĂŒber.

Ich hab jetzt einfach keine Lust mehr, weiter darĂŒber zu reden,
Ghost ...Dog...du "weißt" es doch alles selbst bereits, nur wirst
du es im Großhirn nicht finden, vielleicht aber in der Amygdala,
unter der Sehnervkreuzung, im Herzen, im Bauch oder im Blut.
LG sensmitter :smile06:

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 08.09.2015, 13:12

Hallo,
NatĂŒrlich haben Tiere auch ein Karma. Auch Tiere erleben ihr entsprechendes Schicksal als Folge dessen, was sie verursacht haben.
Tiere haben auch ein Bewusstsein.
Und Tiere haben auch ein Gewissen. (Das kann man zb bei Hunden sehr gut beobachten.)


lg von Andreas
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ramalon
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Beitrag von ramalon » 08.09.2015, 21:40

Es können nur inkarnierte Menschen sein, welches Lebewesen hat sich denn sonst noch so ein Karma aufgeladen.


Gruß ramalon

ramalon
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Beitrag von ramalon » 09.09.2015, 20:56

Hi

löst es Angst aus, wenn, das was wir den Kreaturen antun, der Umwelt und unseren Mitmenschen, als Karma auf uns zukommen könnte.
Wir dann im nÀchsten Leben auch eine solche geschundene Kreatur sein könnten.
Genug Karma lÀdt sich der Mensch auf ...

Warum machen wir es dann?

Gruß ramalon

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GhostDog
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Beitrag von GhostDog » 10.09.2015, 12:21

sensmitter hat geschrieben:Lies noch mal deinen eigenen Text. Es ist kein Widerspruch
zu meinen Aussagen zu entdecken.
Ich mag ansich nicht dieses GeplÀnkel, das hier immer um
Begrifflichkeiten geht, Worte, die man mehrfach interpretieren
kann usw.
Es gibt Leute, die sich sinnlos um Kleinigkeit streiten, das ist nicht gut und sollte unterlassen werden, da hast Du völlig recht.

Aber das Abarbeiten am Begriff, diese Genauigkeit, ist kein "GeplÀnkel", sondern es unterscheidet eben grad eine qualifizierte Aussage von allgemeinem Gerede. Wenn z.B. alle mit vagen, unprÀzisen Aussagen um sich werfen und sich dann trotzdem "einig" sind, hat man eine harmonische Plauderrunde, was auch schön ist und sozial eine nette Sache sein kann. Es hat aber niemand inhaltlich etwas lernen können, das heisst das GesprÀch als solches ist dann im Endeffekt her wertlos - es sagt nicht aus - und bringt vielleicht sogar noch mehr Verwirrung.

Mit anderen Worten es macht den Unterschied, ob eine Aussage wertvoll ist oder eben nicht. Es ist definitiv mĂŒhsamer, d.h. macht mehr Arbeit, sich prĂ€ziser auszudrĂŒcken, die Worte genauer zu erklĂ€ren usw. - aber genau jene Arbeit ist es dann auch, die den höheren Wert der Aussage kennzeichnet - im Gegensatz zu schnell geschriebenen oder schnell gesprochenen BanalitĂ€ten, die im Endeffekt leider niemand etwas bringen.
sensmitter hat geschrieben: Meine Kontakte zu Tieren könnte man nicht einmal
als geistige Leistung bezeichnen. Das, was ich erfahre, ist sogar
schwierig in menschlicher Sprache auszudrĂŒcken und muss selbst
gefĂŒhlt werden; [...]
Ich glaube Dir, dass das schwierig ist und das worum es Dir geht sich mehr auf GefĂŒhlsebene abspielt und mit Worten schwierig beschreibbar ist. Und Du weisst ja scheinbar auch eine ganze Menge. Aber dann schreib doch zum Beispiel, dass Du nur grob Stichwörter geben kannst, weil Du es nicht genau in Worte fassen kannst. Oder verweise auf andere BĂŒcher. Oder sag, dass Du das worum es Dir geht nicht mit Worten beschrieben werden kann und lade Interessierte zu einem persönlichen Treffen ein. Dann wĂŒrde auch z.B. AnfĂ€nger oder andere Neugierige weniger verwirrt und wir alle sparen uns Zeit ;)

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GhostDog
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Beitrag von GhostDog » 10.09.2015, 12:44

Die aktuelle Debatte zeigt ja schon, dass es schwierig ist, bestimmte Fragen wirklich konkret zu beantworten, weil allein die grundlegenden Begriffe nicht definiert wurde.

Ich möchte mal kurz eine Definition von Karma anfĂŒhren, entnommen aus einem anerkannten Fachbuch zu dem Thema : "Reinkarnation" vom Religionswissenschaftler Ronald ZĂŒrrer, S.33f - Kapitel Karma:
"Das Sanskrit-Wort Karma bedeutet wörtlich <<Tat, Handlung, Wirken>> (aus der Wurzel kri = wirken, machen), aber da es eigentlich kein exaktes Synonym und kein Ersatzwort dafĂŒr gibt [...] wurde es seit seinem Bekanntwerden im Abendland als stehender Begriff in den westlichen Wortschaft aufgenommen. [...]
Das Gesetz von Aktion und Reaktion (Kausalgesetz)
...Das Karma ist das grundlegende Gesetz des Weltalls, ...welches die Wirkung an die Ursache knĂŒpft in der physischen, gedanklichen und geistigen Welt.
Da keine Ursache ohne eine ihr entsprechende Wirkung bleiben kann, von der grĂ¶ĂŸten bis zur kleinsten, von einer kosmischen UmwĂ€lzung bis zur Bewegung deiner Hand, und da Gleiches stets Gleiches hervorbringt, ist Karma das unsichtbare und unerkannte Gesetz, welches weise, gerecht und einsichtig jede Wirkung zu der entsprechenden Ursache hinzufĂŒgt, indem es die erstere mit ihrem Urheber verbindet.
[...] Zutreffend ist ebenfalls die Feststellung, daß das Kausalgesetz des Karma darĂŒber hinaus erstens individuell wirkt, das heißt nach dem Verursacherprinzip, und zweitens auch Raum fĂŒr den freien Willen des Handelnden beinhaltet."

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Es dĂŒrfte sicherlich Konsens bestehen, dass Tiere grundsĂ€tzlich dem Gesetz von Ursache und Wirkung unterliegen... Die eigentliche Frage nach dem Karma ist aber schwieriger, hier geht es ja um die Frage nach der Möglichkeit selbstverursachten (schicksalhaftes) Leids, d.h. Verantwortung fĂŒr das Handeln etc.

Der Knackpunkt ist meiner Meinung der Punkt des freien Willens, denn Tiere sind zwar in gewisser Weise frei, handeln aber instinktiv und nicht so frei und so bewußt entscheidend wie das Menschen tun - unterliegen aber dementsprechend auch nicht dem gleichen Maß an Verantwortung.
Den 2. anspruchsvollen Punkt sehe ich im Handlungsbegriff selbst. Eine willentliche Handlung ist ein bewusster Vorgang, der sich unterscheidet von z.B. automatisierten Routine-Handlungen oder instinktiven Reaktionen, wie sie primÀr bei Tieren vorliegen.

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