Sinn und Unsinn des Glaubens

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ramalon
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Sinn und Unsinn des Glaubens

Beitrag von ramalon » 10.07.2015, 17:52

Gestern hatte ich einmal wieder ein Gespräch mit einem Moslem aus meiner zweiten Heimat Marokko über Ramadan und dem moslemischen Glauben.
Wie einige wissen herrscht im arabischen Raum eine Hitzewelle. Temperaturen ĂĽber 40 Grad sind an der Tagesordnung.
Es sind dort schon einige 1000 Menschen wegen der Hitze gestorben.
Und wie einige auch wissen, wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts gegessen und getrunken. In einigen Staaten sind es bis zu 16 Stunden.

Ich hatte meinem Bekannten erklärt, dass es nicht im Sinne des Korans ist, dass die Menschen sterben. Die Fastenzeit ist dazu gedacht, dass die Menschen gesund bleiben, und nicht krank werden und sterben.
Zu allen Überfluss ist durch die große Hitze in vielen Teilen, das Wasser auch noch Bakteriell verunreinigt. Es führt zu Durchfallerkrankungen. Davon sind 100.000 de in meiner 2. Heimat betroffen. Möchte nicht Wissen was im ganzen arabischen Raum los ist.
Zumindest wird der Körper doppelt belastet, Hitze und Erkrankung.
(Mineralstoffverlust, Dehydrierung)

Ich hatte dann dem Bekannten erklärt, das kein Glaube richtig sein kann, an dem ein Mensch Schaden nimmt (physisch oder psychisch) oder in dessen Namen jemand stirbt.

Jeder Glaube ursprĂĽnglich dazu gemacht, den Menschen zu helfen.

Es zählt auch nicht wie oft jemand betet, in die Moschee, Kirche oder Synagoge geht.
Einzig und allein was zählt sind seine Taten.

(Das war nur ein Beispiel. Betroffen sind alle Glaubensrichtungen nicht nur das Moslemische, denn in fast allen Glaubensrichtungen nehmen Menschen schaden).

GruĂź ramalon

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 11.07.2015, 02:22

Hallo,
dass es nicht im Sinne des Korans ist, dass die Menschen sterben.
bist du dir da sicher ?


Ich kenn mich mit dem Koran nicht so genau aus, aber es wird mit dem Koran nicht anders ein, als mit der Bibel, deren einzigster Zweck die Beherrschung von Menschen war. Warum sollte es mit dem Koran anders sein ?


Die Wahrheit ist ganz einfach und platt:

Die göttliche Ordnung (also auch göttliche Regeln) ist immer nur im JETZT gültig. (weil sich alles ständig umformt)

Darum ergeben Regeln (eines angeblichen Gottes) in Buchform NIE einen Sinn...


lg von Andreas
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Andreas
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Beitrag von Andreas » 11.07.2015, 02:26

Darum ergeben Regeln (eines angeblichen Gottes) in Buchform NIE einen Sinn...
auĂźer es wĂĽrde im Buch stehen, dass man sich nicht an die Regeln halten soll.


lg von Andreas
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Andreas
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Beitrag von Andreas » 11.07.2015, 02:32

Jesus zum Beispiel hat das gewusst - er hatte deshalb ja extra seinen JĂĽngern verboten, seine Lehren in Textform schriftlich mit- oder niederzuschreiben.
Und seine Jünger haben sich ja auch dran gehalten. Die 4 Evangelien sind erst mehrere Generationen später geschrieben worden. (engegen dem Willen von Jesus)

lg
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ramalon
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Beitrag von ramalon » 11.07.2015, 05:15

Hallo Andreas,

alles im Leben ist eine Auslegungssache. Wer krank ist, Schwangere, Kinder usw. sind nach dem Koran befreit vom Ramadan.
Der Koran war in erster Linie darauf ausgelegt Menschen zur Hygiene zu erziehen.
Zumindest nach Mohamed. So sollte der Koran auch ständig aktualisiert werden.
Was sich dann irgendwann jemand schenkte.
Also ist der Koran nicht mehr im Sinne von Mohamed.

Jeder Glaube ist zur Beherrschung der Menschen gemacht.
Oder um sie auszunutzen.

Es ist heute ja auch nicht anders.
Esoterik nicht ausgenommen. Was wird den Menschen nicht alles verkauft.
Eben wegen deren Angst.

GruĂź ramalon

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 11.07.2015, 13:36

Gott sei Dank regen sich innerhalb des Islam, aufgeschreckt durch den IS-Terror, international vehement die Kräfte der Vernunft, die dem Koran diejenige Position zuweisen, die ihm zukommt: Ein Dokument seiner Zeit und nur für diese Zeit. Insbesondere setzt sich die Erkenntnis der Notwendigkeit einer strikten Trennung von Religion und Staat langsam immer mehr durch.

Martin Luther hat vor fast 500 Jahren unter Lebensgefahr die Missstände innerhalb der katholischen Kirche öffentlich angeprangert, und dann durch seine Reformation einen erfolgreichen Anfang gemacht, diese zu beseitigen. Wer heute den Islam reformieren will, riskiert ebenfalls sein Leben. Die Kräfte der Aufklärung, darunter viele couragierte Frauen, lassen sich aber immer weniger unterdrücken.

(Goethes Kommentar zum Koran, den er mit großem Interesse gelesen hat: "Der Stil des Koran ist seinem Inhalt und Zweck gemäß streng, groß, furchtbar, stellenweise wahrhaft erhaben.")

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 13.07.2015, 19:18

der jĂĽdische glaube, wie auch der islam werden als sogenannte gesetzesreligionen betrachtet.
inhaltlich besteht da so gut wie kein unterschied bis auf die dinge die die jeweiligen völker bzw. deren geschichte betrifft.
bei beiden religioen wird auf strickte einghaltung der gesetze gepocht.
die äusserungen ramalon sind auf jeden fall zutreffend.
mohamed sieht genau wie jesus die zwingende notwendigkeit einer ständigen aktualisierung. wieso mohamed so auf hygiene und ernährung fixiert war und dort die schwerpunkte seiner arbeit für die menschen sah, lässt sich anhand der geschichte leicht nachvollziehen. bei einer reise durchs land wurde er unter anderem von einem stamm fürstlich bewirtet, der auf seiner rückreise komplett ausgestorben war. seine recherchen ergaben, dass die bei der extremen witterung schnell verderbliches schweinfleisch zu sich genommen hatten und niemand das überlebte. das er darauf hin den verzehr von schweinfleisch verbot war nur logisch. ich persönlich vermute, dass hier, bei diesen gesundheitlichen aspekten, sogar der hauptgrund für die entsendung von mohamed , im nachgang zu jesus, zu sehen ist.

leider scherte sich da niemand darum. dass sich gegebenheiten ändern und das man dinge anzupassen hat,anpassen darf und anpassen soll. heute gibts auch in den arabischen ländern kühlschränke.
den weisungen bzw. dem rat von jesus folgte man leider genauso wenig wie man dem hinweis mohameds nach anpassung folgte.
trotz seiner mühe immer alles an ratschlägen in anschaulichen geschichten einzupacken, wurde vieles an begriffen oder äussserungen aus dem zusammenhang gerissen und als gesetz interpretiert. seinem jünger paulus ging es da nicht viel anders.
nur weil der sich gegen die gründung einer familie aussprach, bedingt durch sein extremes reiseauafkommen. leitete man das zölibat für priester davon ab.
das ist in sofern besonders ulkig, weil sein jĂĽnger petrus, der jesus im gegensatz zu paulus ja selber erlebte, bekanntlicherweise verheiratet war und sich sogar die funktion des papstes von ihm ableitet.
es ist nicht wirklich verwunderlich, dass luther und andere, die erkannten, dass da was schief läuft, gegen derartige dinge rebellierte.
dummerweise brachten die araber bisher keinen luther hervor.

das der glaube bzw. die religionen, wie ramalon zähle ich die esoterik ebenfalls dazu, immer wieder von den mächtigen dieser welt zweckentfremdet und misbraucht werden liegt wohl in der natur der dinge.
umgekehrt wird auch ein schuh draus!
schon bei den urmenschen, gab es klevere typen die den glauben und die ängste der menschen für ihre zwecke einzusetzen wussten.

streng, gross, furchtbar und stellenweise erhaben- goethes spruch über den koran, den hatte schon die alten schamanen drauf um vorne mitzumischen und machthaber, wie könige, häuptlinge usw. unter die kandarre zu bringen.

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 13.07.2015, 20:19

@ Weltenspringer

Du hast weder den Sinn der Aussage Goethes verstanden, noch kennst du anscheinend den Koran aus eigener Lektüre. Du musst das ganze Goethezitat lesen, und nicht nur die Hälfte.

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Beitrag von Weltenspringer » 14.07.2015, 05:54

lach suli - ich geb zu - ich hab keine ahnung was goethe zu dem thema meint. interessiert mich wie immer auch nicht im geringsten.
ich hab nur mal das gemacht was du sonst immer machst. irgendwelchen käse zitieren aus inhalten heraus die du nicht verstehst, zu themen die du nicht verstehst.

ich hab sowohl in der bibel wie auch im koran gelesen, weiss also genau wovon ich schreibe.

ich war übrigens mal in der türkei und hab in einer führung durch ´ne moshee oder wie die dinger heissen teilgenommen.
der pfarrer dort, oder wie immer sich die pfaffen da nennen, hat erläutert wieso die mädels dort nur hinter den kerlen beten müssen bzw von oben auf die vor ihnen betenden männern hinabschauen. das hat in diesem fall nichtmal etwas mit der benachteiligung der frauen im islam zu tun -grins.

ich konnte die begrĂĽndung ĂĽbrigens sehr gut nachvollziehen - lach !

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 14.07.2015, 09:34

@ Weltenspringer

Erst unlängst hast du 5 ganze Berufsgruppen abgekanzelt, also Hunderttausende von Menschen, darunter Ärzte und Juristen, sie würden überall mitquatschen, hätten aber von nichts eine Ahnung. Unter ihnen gebe es diesbezüglich nur Ausnahmen. Daraufhin habe ich dir einen Blackout bescheinigt. Wer solche Meinungen äußert, disqualifiziert sich für jede ernsthafte Diskussion. Wer soll dich denn da noch ernst nehmen ?

Gestern schrieb mir unser Forumsmitglied Peter-O http://www.peter-o.de per PN, er habe keine Lust mehr, etwas im Forum zu schreiben, er sei der Pöbeleien hier überdrüssig geworden. Er ist das beste Beispiel dafür, worauf ich schon so oft hingewiesen habe: Die kompetentesten Leute schreiben nichts mehr, weil sie sich den Aggressionen selbstgefälliger Egomanen nicht mehr aussetzen wollen.

ramalon
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Beitrag von ramalon » 14.07.2015, 10:08

Hallo Leute,

es sollte anzeigen, der der Glaube schlichtweg dem Menschen, das Mensch sein nimmt.
Der Glaube bevormundet, manipuliert und beschränkt.
Es gibt doch eine einfache Regel.

„Tue keinem das an, was man dir nicht antun soll.
Und tue jedem das, was man dir tun sollte, wärst du an seiner Stelle.“ (wenn jemand Hilfe braucht)

Mehr bedarf es doch gar nicht.
Damit wäre alles geregelt.
Was bedarf es „einem Gott“ einem Glauben, einer Religion. Es bedarf nicht einmal mehr Gesetzte.
Nur da die Masse an Menschen noch dermaĂźen unterentwickelt ist, brauchen sie diese Regeln im Umgang miteinander.
Alles basierend auf Angst vor dem Ungewissen, dem Tot.


GruĂź ramalon

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Beitrag von Sullivan » 14.07.2015, 10:59

Hallo Ramalon,

die von dir angeführte Goldene Regel (golden rule) ist als Grundlage der Ethik so gewichtig, dass der ausgezeichnete, weit umfassende Eintrag bei Wikipedia durch viele Zeitepochen und Kulturen für die sorgfältige Lektüre eine Viertelstunde erfordert. Ich habe diese Regel schon im Kindergarten in der Version gelernt: "Was du nicht willst, das man dir tu, das füg' auch keinem andern zu."

Wenn man den Inhalt deiner heutigen umfangreichen PN an mich betrachtet: Um wie vieles besser wäre alles verlaufen, wenn diese Regel immer eingehalten worden wäre.

LG Sullivan

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