Polytheismus (und Monotheismus)

fĂŒr Alles
Benutzeravatar
GhostDog
Alter: 35 (m)
BeitrÀge: 415
Dabei seit: 2012

Beitrag von GhostDog » 04.07.2015, 17:22

Weltenspringer hat geschrieben:schon in den hauptparagraphen der bibel heisst es: du sollst keine anderen götter haben neben mir.

ergo gibt es andere götter!
So kann man das meiner Ansicht nach nicht schlußfolgern, denn ein wesentlicher Punkt um den es hier meiner Ansicht nach geht, ist hja das menschliche Erschaffen von Göttern bzw. Abbildern von Göttern - Stichwort das "Goldene Kalb". Wie ja bekannt ist, neigten v.a. viele frĂŒhere Kulturen dazu materielle GegenstĂ€nde zu heiligen und zu vergöttlichen und diese anzubeten - in gewisser Weise "haben" Sie dadurch mehrere Götter. Haben ist aber nicht sein.

Inwiefern es diese materiellen Gegenstands-Götter "gibt", diese also "objektiv existieren", ist philosophisch eine ganz andere Frage. Ich persönlich halte es auch eher fĂŒr sehr zweifelhaft und glaube nicht daran, dass nur weil z.B. 100 Leute in ihrem Dorf eine goldene Statue aufstellen und diese anbeten, dadurch eine objektive göttliche Instanz zu existieren beginnt. FĂŒr mich ist das an dieser Stelle schlicht und einfach fehlgeleiteter religiöser Eifer und Aberglaube, weil unwissende Menschen Antworten in der Materie suchen und das Geistige nicht sehen oder nicht verstehen.

Das Gleiche ist ja die alte "Satans"-Geschichte. Es gibt bis heute genug Leute, nicht zuletzt auch viele Katholiken, die dessen Existenz als eine Art böser Gott behaupten, ich persönlich argumentiere hier fĂŒr etwas anders mit meinem VerstĂ€ndnis der geistigen Welt: Nach meiner Erkenntnis bedeutet die biblische ErwĂ€hnung Satans eine Warnung vor bösen Geistern (was natĂŒrlich auch sehr sinnvoll ist!). D.h. niedrige Geistwesen, die uns verfĂŒhren, verleiten, manipulieren, quĂ€len wollen usw. und sich sehr gerne auch selbstherrlich als Götter oder sonst etwas bezeichnen...
Aber: Das sind sie nicht, ganz im Gegenteil sind sie sehr weit von Gott entfernt und haben auch geringere FÀhigkeiten als höhere Geistwesen, obwohl letztere sich trotzdem nicht selbst als gottesgleich oder auch nur Àhnlich bezeichnen - letztlich sind wir als Menschen hier auch gar nicht in der Lage mit unserem begrenzten Verstand wirklich umfassend zu begreifen was Gott ausmacht.

PS: Nach meinem VerstĂ€ndnis ist die wichtigste Lehre darin also in heutiger Sprache, dass man sich keine anderen Götter "machen" soll. Interessanterweise findet man im Alltag hier dann auch eher Anwendungen, die auf den 1. Blick gar nichts mit Religion zu tun haben, bei genauerer Analyse aber schon - z.B. fanatische AnhĂ€nger eines Fußballvereins. Hier werden HeiligtĂŒmer erschaffen mit Fahnen/Symbolen etc., bestimmte Personen "göttlich" verehrt und die "UnglĂ€ubigen" bestimmter anderer Vereine werden verachtet und gehasst. Dort wird also in spiritueller/religiöser Hinsicht genau falsch gehandelt in Bezug auf diese Lehre und viele erschaffen unwissentlich eine moderne Form des goldenen Kalbs.

Benutzeravatar
sensmitter
Alter: 65
BeitrÀge: 694
Dabei seit: 2012
Kontaktdaten:

Beitrag von sensmitter » 05.07.2015, 11:24

Hi GhostDog,
vieles, was du schreibst, reizt mich; nicht, weil ich gegenteiliger
Meinung bin, sondern weil ich Vorstellungen wecken möchte, die
deine eventuell erweitern, weil sie aus einem anderen Blickwinkel
betrachtet werden.

Hundert Menschen und ein Kalb, ein Ball oder ein Jesus. Die Masse
machts und - ist geil, wĂŒrde man heute sagen. Erhebenden GefĂŒhle
mit Gleichgesinnten erleben, den gleichen Gott, die gleiche Über-
zeugung haben, diese hinausschreien oder in sich brennen lassen,
all dies und mehr sind archaische Erfahrungen, bei denen Energie
"in der Luft" liegt, die berauscht - meistens hilft man noch nach -
und dann erschaffst du diese "objektive Instanz", wie du es nennst,
die aber im gemeinsamen Ritual mit allen Beteiligten verbunden ist
und beim Einzelnen das GefĂŒhl einer göttlichen NĂ€he erzeugt.
"Dabei sein ist alles", sagt mein Pfau...
und wenn drei sich in meinem Namen versammeln, werde ich mitten
unter ihnen sein...you know?

Alle Religionen sprechen von einer Wandlung, von einem göttlichen
Moment. Wir lieben Ekstase in jeglicher Form, die Begeisterung,
das Aussichheraustreten, nenn`es meinetwegen das "Nebensichstehen".
Das machst du nur zu besonderen AnlÀssen, und nicht etwa jeden
Tag. Du kaufst dir dann ein Abbild, ein Symbol des Gottes oder des
events, hÀngst es dir um den Hals oder zu Hause an die Wand.
Immer, wenn du es betrachtest, denkst du mit Liebe daran zurĂŒck.
Du hast dir beim Treffen mit Gleichgesinnten Gott szg. einverleibt
und...egal jetzt...völkerkundlich gehört es einfach dazu, sich den
Gott untereinander aufzuteilen, ihn im Ritual aufzufressen etc.
Das fĂŒhrt jetzt hier zu weit.
Aber jeder kann es erleben,
dass wir nach Ritualen eine ungeheure Energie mit nach Hause
nehmen, eine außergewöhnliche Kraft - wir haben "aufgetankt" -
unser Hunger (nach NĂ€he und Verbundenheit) ist vorĂŒbergehend
gestillt. Die Bilder im Kopf, die Amulette und Symbole, die Götzen
und Geister sind "aufgeladen". Wir sind erfĂŒllt. Du spĂŒrst Gott in
dir. Klar kannst du sagen, das waren die Menschen - und sie
waren es auch; jedenfalls ward Ihr in einem Geiste -. Aber da war
auch mehr, etwas das wie von außerhalb kommt. Da war ein
Zauber, etwas Außerirdisches, Numinöses, Namenloses...oder?
Und das hatte eine ĂŒbermenschliche power.
Wir haben etwas nicht AlltÀgliches erlebt, ein Fest, etwas Schönes,
da ist uns das Schicksal wohl wohl gesonnen...
Nun, wir sind positiv aufgeladen. Ist doch göttlich, oder?

Hey lass uns noch mal quatschen. Jetzt hab ich keine Zeit mehr.
Also, bis dann mal.
LG sensmitter

Benutzeravatar
GhostDog
Alter: 35 (m)
BeitrÀge: 415
Dabei seit: 2012

Beitrag von GhostDog » 05.07.2015, 13:25

sensmitter hat geschrieben:Hi GhostDog,
vieles, was du schreibst, reizt mich; nicht, weil ich gegenteiliger
Meinung bin, sondern weil ich Vorstellungen wecken möchte, die
deine eventuell erweitern, weil sie aus einem anderen Blickwinkel
betrachtet werden.
Das ist ja auch ne gute Sache... ;)

sensmitter hat geschrieben: Alle Religionen sprechen von einer Wandlung, von einem göttlichen
Moment. Wir lieben Ekstase in jeglicher Form, die Begeisterung,
das Aussichheraustreten, nenn`es meinetwegen das "Nebensichstehen".
Das machst du nur zu besonderen AnlÀssen, und nicht etwa jeden
Tag.
Dieser Kick und das BedĂŒrfnis danach ist absolut verstĂ€ndlich und v.a. menschlich (!),
z.B. bei einem Konzert total abgehen o.Ă€. - aber fĂŒr mich persönlich ist essentiell daran, dass
es eben grad _nicht_ göttlich ist, in dem Sinne, dass man Gott nÀher wÀre o.À.
Im Gegenteil man ist dem eigenen Körper nÀhe, man lÀsst sich berauschen von körperlichen
GefĂŒhlen - diesen Kick gibt es ja manchmal auch individuell ohne die ekstatische Masse bei z.B. bestimmten
Extremsportarten. Es geht um das GefĂŒhl von Lebendigkeit. Ein Ausbruch aus dem zermĂŒrbenden Alltag usw.

Das "Nebensichstehen" zeigt dabei aber grad das hier drin auch ein Element von Verzweiflung liegt,
der Ausbruch aus der NormalitÀt eben. Wir sind nicht mit uns in Balance und komplett wir selbst, sondern wir lassen
uns sinnlich berauschen von anderen EindrĂŒcken - das "wahre Leben" scheint dann dieser besondere Kick zu sein.
Auch wenn sowas krasse Momente sind und man sicherlich das ein oder andere erlebt haben sollte, ist es meiner Meinung nach am wichtigsten sich selbst zu prĂŒfen und ehrlich zu erkennen, dass das eben ein gutes StĂŒck weit auch SelbsttĂ€uschung ist. Jeder Tag zĂ€hlt, nicht nur dieser eine Moment. Ideal wĂ€re es jeden Tag in einen guten Tag zu wandeln, wo man mit sich im reinen ist und das GefĂŒhl hat etwas gutes, sinnvolles zu tun, aber das ist eben eine sehr schwierige Aufgabe. Viel leichter ist es sich nur ab und zu mal total abzuschießen... Das Problem haben wir als ganze Gesellschaft, weil unsere Gesellschaft kaum feste, belastbare Werte hat und leider voll ist von Doppelmoral und Selbstbetrug.

sensmitter hat geschrieben: ...dass wir nach Ritualen eine ungeheure Energie mit nach Hause
nehmen, eine außergewöhnliche Kraft - wir haben "aufgetankt" -
unser Hunger (nach NĂ€he und Verbundenheit) ist vorĂŒbergehend
gestillt. Die Bilder im Kopf, die Amulette und Symbole, die Götzen
und Geister sind "aufgeladen". Wir sind erfĂŒllt. Du spĂŒrst Gott in
dir. Klar kannst du sagen, das waren die Menschen - und sie
waren es auch; jedenfalls ward Ihr in einem Geiste -. Aber da war
auch mehr, etwas das wie von außerhalb kommt.
Das stimmt, aber man muss eben sehr aufpassen "was" man auftankt.
Bei sehr vielen populÀren Events, auch im esoterischen Bereich, werden die Menschen leider mehr mit niedrigen als höheren Schwingungen aufgetankt, die Geister, die hier etwas aufladen, sind nicht die höher entwickelten...
Man muss genau reflektieren was man da spĂŒrt, meiner Meinung nach wird es sehr selten "Gott" sein, sondern
es ist meist eine geistige Verbindung von "Menschen" auf einer eher animalischen als göttlichen Ebene.
NatĂŒrlich sehr kraftvoll u. berauschend, ob das aber fĂŒr einen selbst "gut" ist, sollte man sich selbst fragen ;)
Das muss dann jeder im Einzelfall beurteilen und man kann es wohl schwierig pauschal sagen.

Meiner Erfahrung nach liegt das "Gute" im Göttlichen in GefĂŒhlen von Balance, Harmonie, tiefe Entspannung, "in sich selbst ruhen", Wohlsein, Vertrauen, Zufriedenheit... - alles sehr behutsam und wohl bedacht.

Benutzeravatar
sensmitter
Alter: 65
BeitrÀge: 694
Dabei seit: 2012
Kontaktdaten:

Beitrag von sensmitter » 06.07.2015, 16:18

NatĂŒrlich muss man aufpassen, ha, ha, was man auftankt,
frag mich mal, die ich "schamanisch" arbeite. Nicht nur mit
bumm bumm Trömmelchen, (muss jetzt selbst lachen)...

Ich fang mal so an:
Eine religiöse Ekstase unterscheidet sich nur geringfĂŒgig -
aber in der Wirkung doch gewaltiger - von sinnlosem
Ausrasten, ins Koma saufen etc. Doch auch dort, wo die
Wahrnehmung verÀndert wird, können Geistesblitze auf-
tauchen und GefĂŒhle des Verbundenseins mit dem Ganzen,
dem All-Einen entstehen; sicherlich tut es gut, den eigenen
Körper zu spĂŒren, z.B. beim Tanzen. Aber auch Tanzen ist
in vielen Kulturen ein bekanntes religiöses Element, das
Verbindung schafft, bzw. RĂŒckverbindung, daher das Wort
Religion. Dass dieses Wort als "Gottesfurcht" interpretiert
wird, zeigt noch immer den patriarchalischen Machtanspruch,
der Islam und Christentum (und auch andere Religionen) szg.
"unbrauchbar fĂŒr ein gesundes Miteinander" macht.
Verdrehte Welt, wurden Religionen doch ersonnen, um gerade
das erst möglich zu machen...

Nun, ansich wollte ich noch sagen, dass Extremsportarten ja
bekannterweise Adrenalin ausschĂŒtten (blöd ausgedrĂŒckt),
was auch "HochgefĂŒhle" vermittelt. Überhaupt haben wir selbst
jede Menge körpereigene Stoffe, die uns high machen, z.B. um
Schmerz zu verhindern. Das hat aber alles noch nichts mit
GottesnÀhe zu tun.
Ich gebe dir völlig Recht, lieber GhostDog, was du ĂŒber Werte-
verfall schreibst, und wenn ich meine Mitmenschen beim
"Saturday Nightfever" erlebe (gegenĂŒber Kneipe!), wie gut es
ihnen tut - nach fĂŒnf Tagen sinnloser Maloche, weil keine Berufung,
sondern Broterwerb -, sich gehenzulassen in voller Bandbreite,
dann "weiß" ich, dass sie sich prinzipiell im negativen Sinne
"losgelöst",verbindungslos und einsam und verlassen fĂŒhlen.

Um es auf den Punkt zu bringen: m.E. ist GottesnÀhe u.a. ein
GefĂŒhl des Verbundenseins mit dem All-Einen. Du fĂŒhlst dich
ganz, engl."hole", "holy", heilig; Harmonie und Wohlsein, genau
wie du schreibst:"sehr behutsam und wohlbedacht".
Doch das ist nur ein Teilaspekt.
Frag mich doch mal, wo ich meine Kompositionen hernehme oder
etwas Bestimmtes male? FĂŒr mich bleibt es ein Wunder, wo das
herkommt, Bombe auf Talent, Bombe auf die Gene, "irgendeiner"
scheint mir das zu flĂŒstern. Ja, ich fĂŒhle mich begnadet, sagt man
ja so. Nie wĂŒrde ich mir einbilden, das seien jetzt alles meine Ideen
gewesen. Aber in meinem Falle ist es eben so, dass ich mich ĂŒber
kreatives Tun extrem mit Gott verbunden fĂŒhle, auch in der Natur,
in der NĂ€he zu Tieren usw. Doch behutsam und bedacht ist es eher
selten, sondern eher "ergreifend", es packt mich, es ĂŒberrascht
mich, es ist einfach plötzlich da, und ich bin wirklich erschĂŒttert
ĂŒber die Energie, die da angerauscht kommt.
Vielleicht sollten wir uns einfach finden lassen, statt danach zu suchen.

Wieder mal die Zeit so knapp...und---Mensch Pascale, haste mal wieder
voll einen gelassen. Die s.g. "KlolektĂŒren" sind nicht uninteressant,
bringen`s aber erst, hat man alle gelesen, grins, weil sie die gleichen
Aussagen machen. Ja, im groben - aber immerhin.
Wer ĂŒbrigens auch zu anderen Themen was loswerden will, kann sich
gerne im Schamanentum meiner TerraTalks bedienen.
Mich interessieren all diese Gedanken...auch weg vom Thema
Polytheismus oder Mono.
Bis demnÀchst, LG sensmitter

Benutzeravatar
GhostDog
Alter: 35 (m)
BeitrÀge: 415
Dabei seit: 2012

Beitrag von GhostDog » 06.07.2015, 21:17

Schöner Beitrag, danke dafĂŒr... :)

(Und zu dem "Toiletten-Beitrag" werde ich mir auch mal ersparen einen Kommentar zu schreiben ;))

Benutzeravatar
sensmitter
Alter: 65
BeitrÀge: 694
Dabei seit: 2012
Kontaktdaten:

Beitrag von sensmitter » 07.07.2015, 11:52

Hallo GhostDog, Pascal oder sonst wer, der das liest...
Viele Götter oder nur einen AllmÀchtigen?
Oder nennen wir das Namenlose, das Wirkende, das
Schöpferische lieber Mutter Natur?
Ich möchte mal hier einwerfen, dass schon die Namen,
die unterschiedliche Religionen dem namenlosen Numinosen,
"Undurchsichtigen", gegeben haben - und geben -,
immer schon der Anlass fĂŒr Kriege waren; und jeder Herrscher
tat gut daran, einen Staatsgott zu erheben, bzw. vorzuschreiben.
Weiter Sprung in unsere Zeit: am Rande erwÀhnt, wie lÀcherlich
ich es finde, heutzutage noch eine Partei CDU oder CSU zu
nennen."Verstaubter Patriarchenquatsch", sagt mein Pfau.

Ja, hab mich selbst vom Thema abgebracht; wollte sagen:
Alleine die Frage, ob es mehrere Götter "gibt" oder nur
einen, löst ja schon Diskussionen aus!
Vielleicht sollte man sich gegenseitig fragen:
"Wie nennst DU denn das immer Wirkende, den unsichtbaren
Quell, aus dem alles entspringt, das Schöpferische, das All-Eine?
Und glaubst du, dass "ES" alles, was du kennst, hervorgebracht
hat?"
Einfach irre - also es begeistert mich -, wie viele unterschiedliche
Mythen wir Menschen im Laufe der Zeit entwickelt haben. Liest
man Schöpfungsgeschichten aus aller Welt, mag man schmunzeln.
Aber es eröffnen sich Universen...ĂŒber uns Menschen selbst, wie
wir "gestrickt" sind...apropos, WER WAR DAS?
Mensch, ist es nicht wirklich ein Wunder, dass wir alle verschieden
sind, anders aussehen? Kinder mit ihrer Warum-Fragerei bringen
Eltern manchmal zur Verzweiflung; und irgendwann muss man
sagen: "Ich weiß es nicht!"
So könnte man Gott auch "Keine-Ahnung" nennen, Pappi oder
"Liebes-ich-weiß-nicht-was" oder weiterhin "Der Unaussprechliche".
"He, du!", klappt auch. Ich selbst sag ab und zu:"He du, danke!"
Ehrlich gesagt, gehe ich vor der Schöpfung das ganze Weltall
betreffend, vom Mikro- zum Makrokosmos, derart in die Knie!
Mir fehlen die Worte!!!...wie wir so schön sagen:"Mein Gott!!!"

Anekdote:
Da ich ja immer alles versuche mit Farbe oder Tönen auszu-
drĂŒcken, wunderte ich mich bei meinem Instrumentalsong
"Pink Emotion", der Selbstliebe "bewirkt", dass da mittendrin
beim Klimpern am Keyboard sich Worte in mein Gehirn
drÀngten, szg. ein fertiges Gedicht, ein Text, der sofort
auf die Melodie passte. Wollte ich doch gar nicht. Ist doch
ein Instrumentalsong! Hab`s dann doch aufgeschrieben, nur
um aus dem Gehirn zu kriegen - und war selbst platt, hatte
ich doch meine Einzigartigkeit, mich als Wunder szg. und
auch die unfassbaren VorgÀnge in Zeit und Raum durch
"das Höchste aller Dinge" auf den Punkt unbewusst auf den
Punkt gebracht. Nun hier:
Ich liebe mich
so wie ich bin.
Gott hatte mich
schon lÀngst im Sinn
bevor die Welt entstand
und ich den Weg zur Erde fand.
Stell dir das mal vor!
Dicke, liebe GrĂŒĂŸe an alle.
LG sensmitter

Benutzeravatar
Sullivan
Alter: 59 (m)
BeitrÀge: 1832
Dabei seit: 2012

Beitrag von Sullivan » 07.07.2015, 22:29

@ Pascale

Es ist genau umgekehrt wie du schreibst: Richard Dawkins fĂŒhrt in seinem Weltbestseller "Der Gotteswahn" als Evolutionsbiologie keine GrĂŒnde FÜR die Existenz Gottes an, sondern ausschließlich GrĂŒnde DAGEGEN. Davon kann sich jeder im Internet ganz schnell ĂŒberzeugen. Er schließt eine Existenz Gottes nur nicht mit letzter Sicherheit aus. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen.

Du hast dich also einmal mehr blamiert mit dem, was du hier im Forum prĂ€sentierst. Ich wĂŒrde diesen Vorwurf keinesfalls erheben, wenn du nicht so arrogant und aggressiv gegen Andersdenkende im Forum herziehen wĂŒrdest.

Deinen an mich persönlich gerichteten Schlusssatz beantworte ich im Thread "Persönlichkeitsmodifikation", wo die Antwort hingehört.

Weltenspringer
Alter: 65 (m)
BeitrÀge: 937
Dabei seit: 2014

Beitrag von Weltenspringer » 08.07.2015, 21:30

vollkommen surscht was irgendwelche leutchen ĂŒber das thema abgelassen haben.
soll sich doch jeder seine eigene meinung bilden.

ich erlÀuter mal anhand der bibel wieso ich der meinung bin, dass nachÀffen oder nachmachen wenig sinn zur persönlichen entwicklung beitrÀgt!

die funktion der bibel wird oft falsch gedeutet. es geht nicht darum das alles wahr ist was in der bibel steht sondern es geht bei der bibel um wahrhaftigkeit.
das bedeutet, man kommt nicht umhin sie zu lesen um sie zu begreifen.
wegen der komplexitÀt ist das mit einem mal auch nicht getan.
erschwerend fĂŒr das begreifen kommt leider noch hinzu, dass die inhalte natĂŒrlich in die entsprechende epoche gehören. man muss also auch noch verstĂ€ndnis und kenntnis ĂŒber die damaligen gegenheiten, lebensgewohnheiten entwickeln, um bestimmte sachverhalte auch richtig einzusortieren und zu deuten.

die bibel berichtet ĂŒber die beziehungen zwischen den menschen und dem schöpfer stattfanden.
sie zeigt aber weniger auf wie es geht, sondern berichtet vielmehr wie es eben nicht funktioniert hat.
bei den geschichten in der bibel handelt es sich deutlich um berichte darĂŒber, was alles daneben gehen kann.

angefangen mit dem alten testament,
wird da von menschen erzÀhlt die permanent mist machen, angefangen von adam und eva, keim und abel, hiob, bis hin zu königen, die trotz erstmal recht guten starts spÀter klÀglich versagt haben.
(siehe david und natĂŒrlich auch seinen vorgĂ€nger). was hĂ€tte beispielsweise aus david werden können, wenn ihm seine gelĂŒste nicht dazwischen gekommen wĂ€ren?
erst sein ahne salomon, (der vermutlich grösste magier aller zeiten) kam zur voller entfaltung seiner möglichkeiten als mensch mit nahezu göttlichen fĂ€higkeiten. (der mĂ€hte und zerschnibbelte bösartige wesenseinheiten und dĂ€monen nieder wie trocken brot und fĂŒllte schwĂ€chere exemplare, zwecks eventueller spĂ€terer wiederverwendung sogar in flaschen ab.)
selbst propheten spurten nicht, weigerten sich ihre berufung zu erfĂŒllen und flĂŒchteten sogar vor ihrer aufgabe ( siehe jonas).
eigentlich eine echtes wunder(, fĂŒr mich das grösste biblische wunder), dass es bei einer sintflut blieb.

ich persönlich zweifele nicht im geringsten am humor des schöpfers.
sonst gÀb es lÀngst keine menschen mehr.

trotz all dieser entgleisungen und allem fehlverhalten von menschlicher seite, sandte der schöpfer statt dessen jesus, als eine art sonderbotschafter.
natĂŒrlich war jesus klar, dass er erhebliche verĂ€nderungen vorzunehmen hatte um dieser anscheinend -never ending story des fehlverhaltens- vorzubeugen.
vor allem jedoch um aufgetretene misverstÀndnisse auszurÀumen.

leider ging auch das erscheinen jesu ziemlich in die hose. ausgerechnet die, denen er als messias geweissagt und angekĂŒndigt worden war, nahmen ihn einfach nicht als solchen an.

es geht nicht im geringsten darum ob alles was in der bibel steht auch wahr ist. wie in allen mythen, sagen und legenden - als quasi in jeder form der menschlichen berichterstattung muss jeder selber zum kern der aussage vorstossen.
es geht in der bibel nicht um wahr oder nicht wahr, sondern um wahrhaftigkeit.
man ist gezwungen sich einzulesen um zu verstehen bzw. zu erkenntnissen zu gelangen.
mit den von irgenwelchen pfarrern, pastoren oder sonstigen predigern vorgekautem zeugs kann man nur bedingt etwas anfangen.
jeder mensch ist anders gestrickt und findet seine aha-erlebnisse an ganz unterschiedlichen knotenpunkten.

zwischen wahr und wahrhaftig besteht ein riesenunterschied!

mit fundamentalismus also der wortwörtlichen nachfolge erreicht man gar nichts.
wieso sollte beipielsweise der schöpfer so einen quatsch wie eine unbefleckte empfĂ€ngnis zulassen oder leute in walfischmĂ€gen durch die gegend transportieren, wenn er vorher ein paar millionen jahre mit anderen mitteln der lebenserschaffung und genauslese gearbeitet hat und wenn wale zwar riesenmĂ€uler aber nur einen ganz engen kleinen schlund haben, der verhindern wĂŒrde, dass sie damit einen menschen lebend schlucken könnten?
mit buchwissen lĂ€sst sich jedenfalls. also den ergĂŒssen anderer die "vielleicht" einen weg gefunden haben erreicht man selber gar nichts.
hier ist jeder genötigt selber die hand auf die heisse herdplatte zu legen.

jesus selber tat sich sehr schwer mit den sogenannten pharisÀern und gesetzestreuen also den pseudointellektuellen, wissenschaftlern !

er sprach nicht umsonst in gleichnissen zu diesen kanidaten trotz allen wohlwollens. jesus wusste genau das typen dieser art alles wortwörtlich nehmen (also so sulimÀssig).
selbst heute leidet die christenheit an den folgen ihres ursprungs aus einer sogenannten gesetzesreligion.
der islam ist ebenfalls ein mahnendes beispiel einer gesetzesreligion wo sich, wie beim alten testament, wortwörtliche auslegungen in das genaue gegenteil der eigentlichen inhalte auswirken kann.

ich kann nur vermuten, wieso noch ein mohamed hinter jesus nachgesandt wurde. vielleicht einfach nur, um klarzumachen, dass jesus zwar gottes sohn aber keinesfalls gott selber ist oder war.
(fĂŒr die wortwörtlichen- zitat: jesus sitzt zur rechten gottes! wieso sollte einer neben sich selber sitzen?)

wie auch immer, das wir menschen noch nicht in der lage sind gott zu erfassen, geschweige denn dessen maßnahmen wird in allen relegionen immer wieder erwĂ€hnt.
genau wie der umstand, dass wir mneschen uns in der nachfolge der schöpfung befinden.

wir menschen sind die einzigen, die ebenfalls mit der gabe der schöpfung ausgestattet wurden, wenn auch nur rudimentÀr. da kacken also engel bzw. dÀmonen hoffnungslos ab.
es besteht also keine notwendigkeit zu anderen wesenseinheiten oder göttern aufzusehen.

auch hier ist der auftrag in der bibel klar definiert.
wir sollen sie uns zu untertan machen.
wir haben zu lernen nicht nur die eigenen dÀmonen, sondern auch alle anderen in den griff zu kriegen!

Benutzeravatar
sensmitter
Alter: 65
BeitrÀge: 694
Dabei seit: 2012
Kontaktdaten:

Beitrag von sensmitter » 09.07.2015, 17:00

Hi Weltenspringer, du hast Recht:
Soll sich doch jeder seine eigene Meinung bilden;
doch den Horizont erweitern...wÀre auch nicht schlecht.
Mit besten GrĂŒĂŸen, sensmitter

Ambarishah
Alter: 55 (m)
BeitrÀge: 6
Dabei seit: 2015

Beitrag von Ambarishah » 27.07.2015, 22:21

Hallo Ravenna, sobald man etwas muss, klinke ich mich aus. Wenn in einem Glauben etwas verlangt wird, das ich nicht aus meinem Innersten heraus unterstĂŒtze, gehört es nicht zu mir. Eine Religion ist wie eine Ideologie zu verstehen. Ihre Aufgabe ist es die Menschen unfrei zu machen. Die Wirkung ist wie ein unsichtbares GefĂ€ngnis. Wer es nicht als GefĂ€ngnis betrachtet, kann nur die GitterstĂ€be noch nicht erkennen. Aber jedem das Seine. Wer eine Ideologie braucht, von der er sich sagen lassen möchte, was gut fĂŒr ihn ist, soll das tun. Irgendwann wird jeder erkennen, dass Religionen und Ideologien nicht mehr gebraucht werden. Dann werden die Menschen ihrer eigene göttliche Schöpferkraft wieder entdeckt haben und endlich wieder ihr eigener Schöpfer und ihr eigener Gott sein. Alles Liebe, Ambi

Weltenspringer
Alter: 65 (m)
BeitrÀge: 937
Dabei seit: 2014

Beitrag von Weltenspringer » 27.07.2015, 22:57

@ pascale - du berĂŒcksichtigst eins nicht, wenn du dich darĂŒber wunderst. dass die bibel immer als referenzwerk herangezogen wird und wieso gerade spirituelle typen den grössten nutzen eben aus dieser so verpönten bibel ziehen.
unser gesamte sprache basiert auf biblischen begrifflichkeiten ganz besonders der sprachgebrauch von euch esos, wie besipielsweise der begriff spirituell.
es ist ziemlich makaber aber die leute die am meisten ĂŒber die bibel meckern haben nichtmal darin gelesen!
die abgedroschenen storries, die irgendwelche pfaffen zum zigsten male von ihrer kanzel runterpredigen, sind bei weitem nicht die kernaussagen auf die es ankommt.
der ganze hexer und magierkram, der ganze okkulte kĂ€se usw. leitet sich unmittelbar von der bibel ab. sogar ein guter teil alles mystischem basiert nicht nur auf sagen, sondern auf legenden (legenden=christliche sagen). ohne die bibel stĂŒnde esos nichtmal ausreichendes vokabular fĂŒr sporituellen quatsch zur verfĂŒgung und wĂŒrde somit entsprechende vergleichbarkeit mit dem asiatischen und indischen zeug, vollkommen unmöglich machen.

ansonsten sehe ich das wie du!
die bibel bzw. die religionen werden immer als mittel zum zweck zurechtfrisiert. immer schön passend auf die gerade geltenden machtkonstellationen.
umgekehrt wird auch ein schugh draus. es kann auch durchaus vorkommen, dass kleriker hin und wieder machtpositionem inne haben.

Weltenspringer
Alter: 65 (m)
BeitrÀge: 937
Dabei seit: 2014

Beitrag von Weltenspringer » 05.08.2015, 01:22

pascale - das ist doch genau was ich sage!
ohne die bibel wĂŒssten die leute gar nichts. die bibel ist die basis des sprachschatzes den ihr esoleutchen benutzt. gerade ihr esos werft stĂ€ndig mit biblischen begriffen um euch herum. zum beispiel:götter, engel und so ÂŽn zeug, dĂ€monen, teufel, spiritualitĂ€t, seele, gut - böse, licht -dunkelheit - das sind alles begriffe aus der bibel.
die meisten leutchen meckern stĂ€ndig ĂŒber die bibel haben sie aber nie wirklich gelesen, sonst wĂŒssten sie das!

Antworten