Polytheismus (und Monotheismus)

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Ravenna
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Polytheismus (und Monotheismus)

Beitrag von Ravenna » 23.05.2015, 19:36

Ich wollte mal eure Meinung hören, was ihr von Polytheismus haltet.
Was ist die Idee hinter Polytheismus. Inwiefern stellt sich das jemand vor.
Und warum sin manche Religionen so sehr drauf aus, zu betonen, dass man unbedingt nur an einen Gott Glauben darf.
VG

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 23.05.2015, 20:15

Hallo,
Eine Staatsreligion wie das Christentum, wurde ja absichtlich dazu erschaffen, um das römische Reich leichter regierbar zu machen. Wenn jeder an unterschiedliche Götter glauben darf, dann kann er vom Staat nicht kontrolliert werden. Wenn man ihn aber per Todesstrafe zwingt an den Christengott zu glauben, dann kann man ganz leicht alle gleich schalten und einfach kontrollieren, wie eine Herde Schafe. Da genĂŒgt dann ein einziger Hund um alle im Zaun zu halten.

Der Inhalt des christlichen Glaubens ist ja nicht das was Jesus gelehrt hatte, sondern, das was römische PÀpste, Bischöfe und römische Kaiser bestimmt haben.


lg von Andreas
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Ravenna
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Beitrag von Ravenna » 23.05.2015, 23:02

Ich sprach gerade gar nicht vom Christentum. Jedenfalls nicht nur. In Islam im Judentum ist das ja auch so. Also die abrahamistischen religionenallgemein.Soweit ich weis, war es doch so, dass die Christen in Rom getötet worden sind, weil sie sich geweigert haben, einen anderen Gott, außer einen anzubeten und Abraham hat schon lange vor Jesu Geburt Von Botschaften von dem einen Gott geredet das Jesus Vermutlich in vielem etwas anderes rĂŒberbringen wollte, als dass was die Kirche daraus gemacht hat, weis ich auch Aber darĂŒber will ich hier gar nicht diskutieren., sondern allein ĂŒber die Idee allgemein vom Polytheismus und wie man sich mehrere Götter ĂŒberhaupt vorstellen darf.oder sollte man vielleicht doch nur einen Gott anbeten. Was soll man ĂŒberhaupt anbeten.
Was sind Götter oder ein Gott .
VG

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peter-o
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Beitrag von peter-o » 24.05.2015, 10:47

Nach der Bibel gibt es offensichtlich mehrere Götter, denn unter Genesis 1,26 findet man folgenden Text:
1:26 "... Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns Ă€hnlich."

Ich wĂŒnsche Euch frohe Pfingsten
(Das ist das Fest mit den mehreren Geistern, die ĂŒber die Apostel kamen :angel7:
und ab dann konnten sie in verschiedenen Sprachen predigen und die Lehre Jesu verbreiten.)

Peter-O

Ravenna
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Beitrag von Ravenna » 24.05.2015, 12:41

Ich habe das GefĂŒhl, dass meine frage nicht richtig verstanden wird.
FrĂŒher, gab es doch viele polytheistische Völker. Die Kelten hatten ihre, die Afrikaner andere, die Römer wieder andere. Wo kommen die her? Haben die sich die erfunden? Wenn man sich Götter erfindet existieren die dann? Oder ist das Nonsens. Gibt esdie Götter von frĂŒher heute noch. Sind sie Geistwesen?

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peter-o
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Beitrag von peter-o » 24.05.2015, 12:57

Hallo Ravenna,
Ravenna hat geschrieben: Gibt es die Götter von frĂŒher heute noch. Sind sie Geistwesen?
natĂŒrlich gibt es die noch.
Im Stamme der Yoruba z.B. werden verschiedene Gottheiten angerufen. Shango, Ogun, Kori usw.
Das sind meistens Menschengeister, die frĂŒher inkarniert waren und bei uns wĂŒrde man sagen,
- die wie Heilige verehrt werden.
Zu Jesus wird auch gebetet, - ein Mensch, der inkarniert war und sich als Sohn Gottes bezeichnete
und seine Mitmenschen als Schwestern und BrĂŒder ;)
Die werden fĂŒr bestimmte Belange "angerufen" und um Hilfe gebeten, wie die christlichen Heiligen auch.
Üblicherweise werden sie als "Naturgottheiten" bezeichnet.

Ich wĂŒnsche Euch schöne Feiertage
Peter-O

Ravenna
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Beitrag von Ravenna » 25.05.2015, 11:42

Und was ist dann der Unterschied zwischen einem heiligen und einem Gott?
Ich verstehe es immernoch nicht ganz.
VG

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Andreas
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Beitrag von Andreas » 25.05.2015, 17:15

Hallo,
Ravenna hat geschrieben: In Islam im Judentum ist das ja auch so.
ja - das ist in praktisch allen Religionen so, welche mit dem Ziel erfunden worden sind, die Menschen mithilfe der Religion zu beherrschen.
Wenn die Menschen anbeten dĂŒrfen, wen sie wollen, kannst du sie nicht mithilfe der Religion beherrschen.

Alle diese Religionen sind gelogen.

Der wahre Gott ist formlos.
Den kann man gar nicht anbeten, weil er nicht existiert.
Der wahre Gott ist NICHT-SEIN.



lg von Andreas
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mona seifried
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Beitrag von mona seifried » 25.05.2015, 21:43

Wißbegierige Ravenna, :smile10:
Ravenna hat geschrieben: Die Kelten hatten ihre, die Afrikaner andere, die Römer wieder andere.
Es gibt auch heute noch Naturreligionen.
Ravenna hat geschrieben: Haben die sich die erfunden?
? Haben wir Gott erfunden, oder Jesus?
Es sind Überlieferungen.
Ravenna hat geschrieben: Gibt es die Götter von frĂŒher heute noch. Sind sie Geistwesen?
FĂŒr die Naturvölker gibt es die Götter ihrer Vorfahren natĂŒrlich noch. Genauso wie es Jesus und die Heiligen fĂŒr uns noch gibt.
Sie sind alle existent. Das Universum ist groß, fĂŒr alle ist Platz.

Es zÀhlt nur der Glaube.
:smil94 Gott ist die gewaltige universelle Kraft der Liebe.

Ravenna
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Beitrag von Ravenna » 26.05.2015, 21:43

Bringet es dann ĂŒberhaupt etwas zu beten?
Ehrlich gesagt ich weis schon lange nicht mehr wie ich beten soll.
Vg

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Sullivan
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Beitrag von Sullivan » 26.05.2015, 23:00

Hallo Ravenna,

Martin Luther, dessen 500-jĂ€hriges Reformations-JubilĂ€um in 2 Jahren mit großem Getöse gefeiert wird, schreibt: "Wenn ich nicht wĂŒsste, dass Gott unsere Gebete erhört, so bete der Teufel an meiner Statt !"

Wie wir beten sollen ? Johann Sebastian Bach, den man mit Recht den fĂŒnften Evangelisten nennt, lĂ€sst den Motettenchor in wunderbaren Harmonien einen Text von Luther singen: "Der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Wir wissen nicht, was wir beten sollen. Doch der Geist selbst vertritt uns aufs Beste !"

Gemeint ist der Heilige Geist, dessen Pfingstfest wir gerade hinter uns haben, und ĂŒber den sich die Theologen streiten, ob er eine Person (holy ghost) oder unpersönlich (holy spirit) ist.

Wie du im Beitrag 8 gelesen hast, vertritt unser Administrator Andreas ganz entschieden den unpersönlichen Gottesgeist. Andreas hat auch ein Beten-Ebook geschrieben, in das du dich jederzeit einklicken kannst.

Wem eine unpersönliche Gottesvorstellung nicht liegt, darf darauf vertrauen, dass sich der universale Gottesgeist auch in einer dem Beter genau entsprechenden Weise offenbaren kann. Beispielsweise durch einen Engel. Jeder Mensch kann Gott in seinem Herzen spĂŒren.

LG Sullivan

Weltenspringer
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Beitrag von Weltenspringer » 27.05.2015, 15:51

naja - so ganz unrecht hat andreas nicht. nur seine schlussfolgerung stimmt so nicht.

"Den kann man gar nicht anbeten, weil er nicht existiert.
Der wahre Gott ist NICHT-SEIN."

eine der kernaussagen der bibel im alten testament ist : mache dir kein bildnis oder gleichnis von gott. meines erachtens bedeutet das, dass wir uns gott nicht vorstellen können und er in dem sinne gar keine menschliche gestalt besitzt.

die christen praktizieren jedoch das genaue gegenteil dieser aussage. das kreuz ist ein bildnis und die katholiken hÀngen sogar eine leiche an das kreuz und vermenschlichen gott somit regelrecht.
die gehen sogar soweit, dass die mutter gottes maria quasi zur isis mutiert und von vielen ebenfalls angebetet wird und die engel und heiligen in den verschiedensten ausprĂ€gungen die funktionen von untergöttern annehmen und das ganze nacher mehr den karakter des polytheismus annimmt. daran Ă€ndert auch nichts das sie hier von fĂŒrbitte statt von beten reden, wenn sie diese kontaktieren und um lebenshilfe ersuchen.
in der bibel selber heisst es eindeutig, dass es andere götter gibt.
"Du sollst keine anderen götter haben neben mir" - mit anderen worten -es sind durchaus andere da!

aus meiner sicht der dinge, total entgegen andreas ansicht, ist der wahre gott "Das Sein" - nÀmlich die schöpfung an sich.
die bibel sagt als schlicht:
es gibt den schöpfergott den man durchaus auch anbeten kann und das es zwar auch andere götter gibt, die aber eben keine wirkliche relevanz fĂŒr unser leben haben und das man die nicht anzubeten braucht und auch nicht anbeten soll. man kann das durchaus selber fĂŒr sich entscheiden ob man betet oder nicht aber wenn schon dann nur zu gott.

jesus verklickert, im nachgang zum alten testament, den menschen, dass der schöpfer seine schöpfung liebt, so quasi wie ein vater seine kinder.
das sollte man aber nicht mit dem begriff "lieber gott" verwechseln. die bibel ist da ziemlich eindeutig. gott kann bzw. die schöpfung kann auch ziemlich sauer werden, wenn man gegen selregeln verstösst. mir gefĂ€llt auch meist was ich gebastelt hab, schliesslich hab ich es ja gebastelt, aber wenn es murks ist, drĂŒck ich es in die tonne.

als mensch wĂŒrde mir jedenfalls ziemlich stinken wenn sich das was ich ins leben gerufen hab jemand anderem zuwendet bzw anhimmelt.
als gott wĂŒrden mir vermutlich am meisten esofuzzis stinken, die meinen die hĂ€tten sich selber gemacht , sie gehörten sogar zu meinen bestandteilen oder es gĂ€b mich gar nicht.

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